Hallo!
Da es hier kein Baumaschinenbrett gibt, schreibe ich das mal hier.
Und zwar bin ich seit paar Tagen in den Besitz einer Rüttelplatte gekommen, welche ich in der nächsten Zeit sehr oft benutzen werde, hoffe ich zumindest…
Es ist leider noch ein DDR-Fabrikat, und wäre auf dem Schrottplatz ev. besser aufgehoben…
Bild: http://www.arcor.de/palb/alben/33/1914533/1024_35323…
Der Motor ist praktisch total verschlissen, ich habe aber zufälligerweise noch einen neuen Kolben + Zylinder besorgen können.
Habe dazu in einer mech. Werkstatt eine neue Kolbenbolzen-Lagerbuchse (obere Pleul-Buchse) anfertigen lassen, und einsetzen lassen. KW ist OK.
- Frage:
Es handelt sich um einen Zweitakt- Benzin- Motor. In der original vorhandenen, oberen Pleul-Buchse (die jetzt neu angefertigt wurde) sind für die Ölversorgung 4 Löcher gebohrt . Diese hab ich auch wieder durchgebohrt. Weiterhin waren in der Buchse 2 sogenannte Ölfangtaschen eingearbeitet, an den Seiten. Diese hat der Mechaniker nicht eingearbeitet, könnte ich aber selbst noch hineinfräsen.
Sind diese Öltaschen sehr wichtig?
- Frage: Die neuen Rüttelplatten haben …sozusagen… einen Vorwärts + Rückwärtsgang, da geht ein Seilzug zum Schlagwerk, bei den ganz Grossen geht das hydraulisch.
Wie funktioniert denn das?
Grüße, Steffen!
- Frage:
Es handelt sich um einen Zweitakt- Benzin- Motor. In der
original vorhandenen, oberen Pleul-Buchse (die jetzt neu
angefertigt wurde) sind für die Ölversorgung 4 Löcher gebohrt
. Diese hab ich auch wieder durchgebohrt. Weiterhin waren in
der Buchse 2 sogenannte Ölfangtaschen eingearbeitet, an den
Seiten. Diese hat der Mechaniker nicht eingearbeitet, könnte
ich aber selbst noch hineinfräsen.
Sind diese Öltaschen sehr wichtig?
Hallo Steffen,
das obere Pleuel-Lager ist nicht druckgeschmiert, sondern wird per Spritzöl-Schmierung nur durch die 4 Löcher versorgt. Für eine ausreichende Ölmenge zum Aufbau des Schmierfilms - besonders beim Start - macht man häufig solche Öltaschen. Empfehlung : Öltaschen einfräsen.
Gruß
Karl
Hallo Karl-Heinz !
Danke für deine Antwort.
Ich habe heute die Öltaschen eingefräst, und auch den gesamten Motor zusammengebaut.
Geht auch, wie neu… springt immer beim ersten Tritt an, auch keine Macken und Geräuche.
Dann hätte ich nochmal eine Frage zum Gemisch:
Auf den Tank hat jemand ganz gross 1:25 daraufgeschrieben.
Ist es vertretbar, mit dem heutigen (besseren??) Zweitakt-Motorenöl 1:33 zu tanken?
Ich habe folgendes Dilemma:
Bei dem alten Kolben waren die Kolbenringe total mit Ölkohle festgegammelt, was auf zu viel Öl deutet.
Aber die obere Pleulbuchse war auch total verschlisen, was auf zu wenig Öl deutet.
Soweit ich weiss, hat man die „alten“ Motore mit Messing-Buchsen- Kolbenbolzenlager mit 1:33 laufen lassen,
und durch die Umstellung auf Nadellager war 1:50 möglich.
Grüße, Steffen!
Hallo
- Frage: Die neuen Rüttelplatten haben …sozusagen… einen
Vorwärts + Rückwärtsgang, da geht ein Seilzug zum Schlagwerk,
bei den ganz Grossen geht das hydraulisch.
Wie funktioniert denn das?
Wahrscheinlich nur mit der sozialistischen Einheitsrichtung: Vorwärts.
gruß
dennis
Hallo Dennis!
Dann hätte ich nochmal eine Frage zum Gemisch:
Auf den Tank hat jemand ganz gross 1:25 daraufgeschrieben.
Ist es vertretbar, mit dem heutigen (besseren??)
Zweitakt-Motorenöl 1:33 zu tanken?
Davon ausgehend, dass die ursprüngliche Spezifikation sich wohl eher am damaligen Standard (1:25) orientiert hat und keine Versuchsreihen gefahren wurden, welche Schwankungsbreite zulässig sind : ich würd’s einfach probieren, das „Restrisiko“ eingehen.
Ich habe folgendes Dilemma:
Bei dem alten Kolben waren die Kolbenringe total mit Ölkohle
festgegammelt, was auf zu viel Öl deutet.
Ölkohle ist nicht durch ein zu großes Angebot bedingt, sondern durch die hohen Temperaturen (blow-by aus dem Verbrennungsprozess). Ist Öl Temperaturen von > 150°C ausgesetzt, beginnt allmählicher Ölkohleaufbau (kann man auf 'ner Herdplatte nachvollziehen). Je höher dann die Temperatur, desto höher die Reaktionsgeschwindigkeit (verdoppelt sich alle 10°C) und entsprechend mehr Ölkohle. Natürlich dann auch mehr Kohle, wenn das Ölangebot höher ist.
Aber die obere Pleulbuchse war auch total verschlissen, was auf
zu wenig Öl deutet.
Das deutet darauf hin,
a) dass die Ölversorgung durch die 4 Bohrungen nicht so dolle ist
b) oder auf Betriebsbedingungen, bei denen - während eines Hubes - das oberere Pleuellager nicht ausreichende Lastwechsel (zwischen Zug und Druck) erfährt. Bei ununterbrochener Druckbelastung kann sich bei der Schmierungsart kein durchgängiger Schmierfilm aufbauen.
Gruß
Karl
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Habe fertig
Hallo!
Habe nun fertig,
ALLES in Ordnung gebracht, was man so tun kann.
Geht auch… sogar ganz gut.
Grüße, Steffen!