Ruf der Verzweiflung in Sachen Gravitation

Hallo Matthias,

Was ist denn eine Scheinkraft ? Vielleicht ein Kraft , welche
sich aus mehreren zusammensetzt ? Das die Gravitation eine
relativ schwache Kraft ist , kann man sagen .
Und es gibt keinen Gegenpol zur Gravitation , jedenfalls ,
weiß ich nichts genaues .
Eine Scheinkraft müßte sich ja möglicherweise beeinflussen
lassen ?

Eine Scheinkraft ist keine „Grundkraft“.
Zum Beispiel das magnetische Feld ist eine Scheinkraft.
Das magnetische Feld lässt sich auf das elektrische Feld zurückführen. Es ensteht durch bewegte Ladungen. Ein mitbewegter Beobachter würde gar kein magnetisches Feld wahrnehmen.

Die Stärke des Feldes spielt dabei keine Rolle. „Stärke“ definiert sich ja nur im Verhältnis zu anderen Feldern.
Es gibt keinen Gegepol(soweit man bis jetzt weiß) zur Gravitation.
Nach meinen Vorstellungen, im obigen Artikel, folgt das Logisch, es kann dort gar keinen geben.
Auch folgt hier, das eine Beeinflussung unmöglich ist.
Die Gravitationswirkung entsteht ja hier dadurch, weil sich das Feld der anziehenden Ladungen mit dem Feld der abstoßenden Ladungen überlagert und sich dabei nicht zu 0 aufhebt.
Die Anziehung ist etwas stärker, es bleibt immer ein „Rest“ Anziehung bei neutralen Partnern.
Übe ich eine Beeinflußung auf die Materie aus beeinflusse ich immer beide Ladungsarten gleichzeitig, dadurch wird die Beeinflussung aufgehoben.

mfg

Wolfgang

Ich habe dazu mal was in den Vorlesungen von Feynman gelesen. Wenn ich mich recht erinnere gibt es aber unausräumbare Probleme mit dieser recht einfachen klassischen Betrachtung.
Ich werde mal morgen oder Do Deine Ausführungen und die von Feynman dazu durchsehen.
Aber ich glaub ein paar Problempunkte war genau die räumliche Ladungsverteilung, da das Teilchen dann wieder durch eine Kraft zusammengehalten werden müsste und Strahlung, die das Teilchen dann abgeben müsste. Hab das Buch leider gerade nicht griffbereit.

ciao
ralf

Hallo Halt

die evtl. noch nachweisbar wären). Die Supersymmetrie ist
einfach, weil Sie schön wäre :wink: Wenn also die Vorhersagen
stimmen, kann auch diese als korrekt angenommen werden. So
müssen also die Grundannahmen nicht direkt bewiesen werden, es
reicht, wenn die daraus abgeleiteten Vorhersagen zutreffend
sind.

Das Problem der Superstringtheorien ist nicht, daß falsche Vorhersagen gemacht werden, sondern solche, die nicht widerlegbar sind.

Stärker aufgefallen ist mir das aber bei den Supermembrane-Theorien. Durch geeignetes drehen der Parameter konnte man vorhersagen, daß sich Abweichungen im Gravitationsgesetz bei kleinen Entfernungen ergeben. Gut, Experiment gemacht, keine Abweichungen gefunden. Ist nun die Theorie hinüber wie in den guten alten Zeiten? Nein, es muss lediglich ein wenig in den Parametern gefummelt werden und die Abweichungen verschwinden aus der Reichweite der Experimente, gerade genug, um das Geld für das nächste Experiment bewilligt zu bekommen.

Die Superstringtheorien sind nicht viel besser, sie verlegen das Ganze von vorne herein in Gegenden, die experimentell niemals zugänglich sein werden. Dagegen ist die Quantenmechanik ein Waisenkind - und bei der handelt es sich ja nach wie vor im wesentlichen um eine erfolgreiche Rechenvorschrift.

Ausserdem wird auch auf keiner Astro-Seite von einer neuen
Kraft gesprochen. Lediglich von einem Effekt, der im Moment
noch durch 100000 verschiedene Theorien erklärt werden kann,
die ohne eine neue Grundkraft auskommen.

Na ja, ich wills ja nicht verteidigen, ich beziehe meine Weisheit aus einem kürzlich erschienenen Spektrum der Wissenschaft Artikel. Danach hatte ich schon den Eindruck als ob es ausser der kosmologischen Konstante nicht so viele Möglichkeiten gäbe, ein sich beschleunigendes Universum zu erklären.

Gruß
Thomas