Ruhe an der Gründerfront

Hallo!

Die Ruhe in diesem Brett wundert mich. Gibt es so wenige Leute, die an eine selbständige Existenz denken? Rundherum satte Zufriedenheit führt kaum zu Veränderungen. Ein Millionenheer von Arbeitslosen und unsicherer werdende Arbeitsplätze in vielen Branchen sollte aber ein Nährboden für den Wunsch nach Eigenständigkeit sein.

Arbeitslosigkeit ist unfreiwillig mit viel Freizeit verbunden. Genug Zeit jedenfalls, um etwas für die Fortbildung zu tun, z. B. einen Buchhaltungskursus oder einen Meisterlehrgang zu besuchen. Auch allgemein notleidende Branchen bieten genügend Lücken für Spezialisten und Könner.

Weder der Arbeitsplatz in einem großen Unternehmen noch die Altersversorgung über die gesetzlichen Rentenversicherungsträger sind als sicher anzusehen. Diesbezüglich gibt man als Angestellter nicht viel auf, sondern wird nur die Fremdbestimmung los. Die zugeknöpften Banken bei der Kreditvergabe an Existenzgründer lassen sich auch als Chance begreifen: Man kommt gar nicht erst in Versuchung, sich bis über die Halskrause zu verschulden und nicht tragfähige Strukturen aufzubauen.

Wer einen richtig guten Fachmann für eine Dienstleistung sucht, muß lange suchen. Am Markt klaffen gewaltige Löcher mit nicht befriedigtem Bedarf. Dabei meine ich nicht die 08/15-Dienstleistung, die jeder Dünnbrettbohrer und Anlernling hinbringt, sondern auf allen Gebieten die hochwertige Leistung.
Fehlt es an Geschäftsideen? Kann kaum sein - oder doch? Mit etwas Phantasie hat man innerhalb von Stunden mehr tragfähige Ideen, als sich je in einem Leben realisieren lassen, jedenfalls auf jedem handwerklichen und jedem technischen Gebiet und ohne über Billigangebote den Aufträgen hinterher jagen zu müssen.

Woran also liegt es, daß so wenige Menschen die Ärmel aufkrempeln und ihr Leben in die eigene Hand nehmen?

Fragt
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Woran also liegt es, daß so wenige Menschen die Ärmel
aufkrempeln und ihr Leben in die eigene Hand nehmen?

In unserer Stadt sind einige Gegebenheiten für Existenzgründer ziemlich ungünstig:
Die Mieten sind enorm hoch, so dass diese Tatsache bei einer knappen Kalkulation und einer vorsichtigen Umsatzerwartung schon einige abschreckt, die eine ungewöhnliche Geschäftsidee umsetzen möchten, oder sich als Spezialist behaupten wollen.
In den letzten paar Jahren hat unsere Stadt rundum in Randgebieten ihre Gelder und Genehmigungen in Bau oder Erweiterung von Einkaufszentren gesetzt, sprich Kaufkraftabwanderung in Stadtrandgebiete mit superguten Parkmöglichkeiten, die es in der Stadt selber nicht vorhanden sind.
Der Kampf um Kredite bei den Banken hier ist haarsträubend. Unser Unternehmen läuft gut, keine rote Zahlen. Was haben wir rudern und sabbern müssen, um einen lächerlichen Kredit zu bekommen. Wir sind halt keine Großkopferte (bay.Ausdruck für Riesenunternehmen). Ein Existenzgründer hat da wohl noch schlechtere Karten, weil er nur mit Statistiken und Hoffnung aufwarten kann.
Ich bin mir nicht sicher, ob Existenzgründer im Kleinen in unserer Stadt gerne gesehen sind. Aber wer fängt schon im großen Stil an, außer er hat die Gelder dazu, oder ein Unternehmen geerbt.

viele Grüße
Claudia

Hallo Wolfgang

Interessant, dass Du diese Frage stellst :smile:

Ich bin noch ziemlich jung (23), aber ich weiss bereits jetzt, dass mein Ziel mal die Selbständigkeit sein wird. Ich habe den Ehrgeiz um selbst etwas auf die Beine zu stellen. Zudem habe ich oft Mühe mit Vorgesetzten, da diese oft in den typischen Unternehmen einfach zuwenig Unternehmertum vorzeigen. Mein Vater ist selbständig und daher seh ich was das heisst… Ich denke auch bereits wie eine Unternehmerin und muss sagen, dass ich zb im derzeitigen Job mir selber nie das Gehalt bezahlen würde, was ich jetzt erhalte… Ist das nicht interessant? Deshalb geh ich hier auch bald wieder…

Mein Problem ist die Geschäftsidee und das Kapital. Ich weiss nicht wo meine Kreativität bleibt - Phantasie habe ich eigentlich genug. Ich möchte nicht irgendein Start-up mit enormen Geldmengen machen, sondern etwas kleines - wo nicht sehr viel Geld verschlingt - also am ehsten im Dienstleistungsbereich. Natürlich braucht es überall Geld, das ist mir klar, nur nicht gerade Millionen, oder?

Dienstleistungen - nur wie anfangen? Es gäbe schon so kleinere Dinge die mir in den Sinn kommen, aber ich überlege dann immer, ob das wirklich jemand bezahlen würde… Das kann ich leider viel zuwenig abschätzen. Wie geht man denn da am besten vor, wenn man abklären möchte ob eine Idee etwas taugt?

Und woher krieg ich noch Ideen? :smile:

Viele Leute wollen nicht selbständig sein, weil sie zuwenig risikobereit und zu bequem sind, ich glaube das ist heutzutage das Problem. Selbständig heisst arbeit und davor drücken sich doch viele. Aber ich sehe es so, wenn ich gerne arbeite, dann mach ich am liebsten etwas, wobei ich gleich selber alles tun kann. :smile:

Liebe Grüsse und an Tips würde ich mich sehr freuen!
Tanja

hallo, safeamp :smile:

leider kann ich dir hierfuer keinen stern geben;
denn ich habe meinen account erst kuerzlich ‚aufgefrischt‘.
aber du hast sternE verdient.

Hallo!

Die Ruhe in diesem Brett wundert mich. Gibt es so wenige
Leute, die an eine selbständige Existenz denken? Rundherum
satte Zufriedenheit führt kaum zu Veränderungen. Ein
Millionenheer von Arbeitslosen und unsicherer werdende
Arbeitsplätze in vielen Branchen sollte aber ein Nährboden für
den Wunsch nach Eigenständigkeit sein.

wie du sagtest > ‚SOLLTEN‘ - es ist aber noch nicht durchgedrungen.

Arbeitslosigkeit ist unfreiwillig mit viel Freizeit verbunden.
Genug Zeit jedenfalls, um etwas für die Fortbildung zu tun, z.
B. einen Buchhaltungskursus oder einen Meisterlehrgang zu
besuchen.

mensch, das muesste MIR passieren.
so muss ich das nebenher machen, heden tag 2 stunden mindestens.

Auch allgemein notleidende Branchen bieten genügend
Lücken für Spezialisten und Könner.

nicht nur die notleidenden, auch die guten suchen gute.

Weder der Arbeitsplatz in einem großen Unternehmen noch die
Altersversorgung über die gesetzlichen
Rentenversicherungsträger sind als sicher anzusehen.
Diesbezüglich gibt man als Angestellter nicht viel auf,
sondern wird nur die Fremdbestimmung los. Die zugeknöpften
Banken bei der Kreditvergabe an Existenzgründer lassen sich
auch als Chance begreifen: Man kommt gar nicht erst in
Versuchung, sich bis über die Halskrause zu verschulden und
nicht tragfähige Strukturen aufzubauen.

Wer einen richtig guten Fachmann für eine Dienstleistung
sucht, muß lange suchen. Am Markt klaffen gewaltige Löcher mit
nicht befriedigtem Bedarf. Dabei meine ich nicht die
08/15-Dienstleistung, die jeder Dünnbrettbohrer und Anlernling
hinbringt, sondern auf allen Gebieten die hochwertige
Leistung.
Fehlt es an Geschäftsideen? Kann kaum sein - oder doch? Mit
etwas Phantasie hat man innerhalb von Stunden mehr tragfähige
Ideen, als sich je in einem Leben realisieren lassen,
jedenfalls auf jedem handwerklichen und jedem technischen
Gebiet und ohne über Billigangebote den Aufträgen hinterher
jagen zu müssen.

Woran also liegt es, daß so wenige Menschen die Ärmel
aufkrempeln und ihr Leben in die eigene Hand nehmen?

sie sind zu satt. und warum auch?
wenn man sich abstrampeln muss, und es bleiben
vonn 100 euro noch 30 an kaufkraft uebrig,…
was soll das ganze denn.
wie haben ein ‚experiment‘ gemacht:
630 mark-job fuer meine holde.
was ‚schleppt‘ sie nach hause? ganze 100 euro.
wohl gemerkt: im monat.
wer auf der faulen haut liegt, hat WESENTLICH mehr.

sagt digi

brainstorming
Hallo Wolfgang,

als ein von Betriebswirtschaft etc. unbelecktem Teilnehmer fällt mir einiges zu Deinem Thema ein:

-ich habe eine Geschäftsidee, z.B. selbstgebasteltes Spielzeug für Tiere (Tierliebhaber, die immer auf der Suche nach was Nettem für ihren Liebling sind, gibt es zuhauf)

-kostet eigentlich erst mal nicht viel, ich kaufe ein paar Materialien ein und mach was

-wo verkaufen, kann ich mich z.B. so einfach in einen örtlichen Wochenmarkt einklinken (an welche Behörde für Genehmigungen wenden)
-brauche ich eine Ausbildung zu so was (Fachherstellerin für Tierzubehör)
-Steuer kompliziert, keine Ahnung, brauche ich einen Steuerberater (der kostet ja auch)
-Werbung für mein Angebot (wo, wie, was kostet das)
-Krankenkasse, in der Einführungsphase verdiene ich ja kaum was (wovon zahlen) - was ist, wenn ich ausgerechnet jetzt einen Zahnersatz benötige und nicht ordentlich versichert bin
-Miete, Nebenkosten, Lebensmittel etc. läuft weiter, wenn ich grad nix verkaufe wovon zahlen
-hab ein paar ersparte Euro auf der Kante - wie lange reichts
-Produktionstätte eigene Wohnung (gibts da nicht irgendwelche Einschränkungen - steuerlich anerkannt)
-Bankenkredit (was ist, wenn mein Produkt doch nicht so gut ankommt - zurückzahlen muss ich auf jeden Fall - hab dann Schulden am Hals)
-ich produziere wie ein Wilder am eigenen Küchentisch bis abends um 12 und morgens um 6 stehe ich dann wieder auf einem Wochenmarkt, mein Ehepartner verkehrt nur noch per Anwalt mit mir
-ich habe einem Interessenten die Zusage zu einer Lieferung für 50 Tierspielzeuge gegeben, jetzt habe ich mir den Unterarm gebrochen - Mist

Zum Thema Arbeitslose haben doch viel freie Zeit:
Fort- /Weiterbildungen als Arbeitsloser sind nicht so einfach in gewünschter Richtung zu erhalten - auf eigene Faust unbezahlbar.
… ich bin übrigens nicht arbeitslos …

sodele

Gruß
karin
(die auch schon den Traum von Selbstständigkeit geträumt hat)

Hallo Wolfgang,

geht auch mal ann?

hallo karin,
ich brainstorme mal mit, wenn ich darf :wink:

als ein von Betriebswirtschaft etc. unbelecktem Teilnehmer
fällt mir einiges zu Deinem Thema ein:

-ich habe eine Geschäftsidee, z.B. selbstgebasteltes Spielzeug
für Tiere (Tierliebhaber, die immer auf der Suche nach was
Nettem für ihren Liebling sind, gibt es zuhauf)

ist die idee vielleicht so gut, daß du sie schützen lassen solltest? nicht daß es deine spielzeuge nächste woche an jeder ecke zu kaufen gibt (und zu preisen, zu denen du sie nicht mehr fertigen kannst?)

-kostet eigentlich erst mal nicht viel, ich kaufe ein paar
Materialien ein und mach was

quittungen aufheben!
wo machst du? räumlichkeiten? benötigte werkzeuge/maschinen?

-wo verkaufen, kann ich mich z.B. so einfach in einen
örtlichen Wochenmarkt einklinken (an welche Behörde für
Genehmigungen wenden)

wenn du etwas fertigst, mußt du dafür auf jeden fall gewerbe anmelden. das machst du beim ordnungsamt (zumindest in NRW). die sagen dir auch, wie du an einen standplatz auf dem wochenmarkt kommst (genehmigungen etc.)

-brauche ich eine Ausbildung zu so was (Fachherstellerin für
Tierzubehör)

nein, es sei denn irgendeine innung erhebt plötzlich deine tätigkeit zum lehrberuf (in dem fall: tätigkeit umbenennen/undefinieren).

-Steuer kompliziert, keine Ahnung, brauche ich einen
Steuerberater (der kostet ja auch)

klar, der kostet. aber wenn er gut ist, spart er dir ein vielfaches dessen an steuern. und außerdem kannst du die kosten für den StB bei der nächsten steuerklärung geltend machen. das ist also kein rausgeschmissenes geld.

-Werbung für mein Angebot (wo, wie, was kostet das)

werbung ist natürlich sehr wichtig. bei artikeln, die nur regional auf dem wochenmarkt vertrieben werden, reicht aber oft mund-zu-mund-propaganda, ggf. ein selbstgemachtes blättchen zum mitnehmen am stand mit deinem gesamten sortiment.

-Krankenkasse, in der Einführungsphase verdiene ich ja kaum
was (wovon zahlen) - was ist, wenn ich ausgerechnet jetzt
einen Zahnersatz benötige und nicht ordentlich versichert bin

krankenkasse fragen, was die höhe der beitrage und leistungsumfang betrifft. was den zahnersatz betrifft, kannich dich „beruhigen“: zahlst du eh fast alles selber heute - wie ich aus bitterer erfahrung weiß - es sei denn, du hast entsprechende zusatzversicherungen.

-Miete, Nebenkosten, Lebensmittel etc. läuft weiter, wenn ich
grad nix verkaufe wovon zahlen

das nennt man das unternehmerische risiko…

natürlich mußt du bei der kalkulation deiner preise schon diese festen kosten berücksichtigen. also nicht nur materialwert + ein paar groschen fürs herstellen. du brauchst platz zum fertigen, strom, heizung, krankenversicherung, vielleicht ein auto und benzin dafür usw. (um nur ein paar beispiele zu nennen…)

die schönste kalkulation hilft dir natürlich nix, wenn niemand deine ware zu dem sorgfältig kalkuliertem preis kauft. in diesem fall aber hast du versäumt, die vor beginn deiner tätigkeit folgende fragen (und einige mehr) zu stellen:

1.) was genau ist meine geschäftsidee?
2.) warum sollte jemand dafür geld ausgeben? (d.h.: was macht meine artikel/dienstleistung zu etwas besonderem? welchen besonderen nutzen hat der kunde?)
3.) wo ist mein markt dafür, meine kunden?
4.) gibt es konkurrenten? was machen die?

-hab ein paar ersparte Euro auf der Kante - wie lange reichts

da keiner weiß, wieviel du auf welcher kante hast und wie dein persönlicher lebensstil ist, ist eine beantwortung dieser frage müßig. mindestens für die fixen kosten - du die ja vorher kalkuliert hast - muß es ja reichen. + material, maschinen, gebühren etc…

-Produktionstätte eigene Wohnung (gibts da nicht irgendwelche
Einschränkungen - steuerlich anerkannt)

wenn du ein gewerrbe in einer mietwohnung betreibst, kann dein vermieter unter umständen „njet“ sagen. das sollte man aber vorher mit ihm abklären. wenn bei deiner fertigung auch noch (sonder-)müll anfällt, wird er deiner idee kaum gewogen sein.

-Bankenkredit (was ist, wenn mein Produkt doch nicht so gut
ankommt - zurückzahlen muss ich auf jeden Fall - hab dann
Schulden am Hals)

genau
aber hab keine angst: die banken derart für eine geschäftsidee zu begeistern, daß sie einen gründungskredit locker macht, geschieht äußert selten. es sei denn du kannst über die gleiche summe an sicherheiten nachweis führen (aber dann fragen sie auch noch, wie es mit der tilgung ist.)

-ich produziere wie ein Wilder am eigenen Küchentisch bis
abends um 12 und morgens um 6 stehe ich dann wieder auf einem
Wochenmarkt, mein Ehepartner verkehrt nur noch per Anwalt mit
mir

das kann passieren.
gegen den willen und die überzeugung des partners eine selbständige existenz betreiben zu wollen, geht sowieso nicht. entweder ist er genauso begeistert bei der sache wie du - oder du hast 2 probleme: eine beziehung, die den bach runter geht UND ein gewerbe, daß nur verluste einbringt, weil du nicht die nötige zeit und arbeit dafür erübrigen kannst.

-ich habe einem Interessenten die Zusage zu einer Lieferung
für 50 Tierspielzeuge gegeben, jetzt habe ich mir den Unterarm
gebrochen - Mist

Zum Thema Arbeitslose haben doch viel freie Zeit:
Fort- /Weiterbildungen als Arbeitsloser sind nicht so einfach
in gewünschter Richtung zu erhalten - auf eigene Faust
unbezahlbar.
… ich bin übrigens nicht arbeitslos …

sodele

Gruß
karin
(die auch schon den Traum von Selbstständigkeit geträumt hat)

gruß
ann (die ihre träume meistens wahr macht)

Hallo Tanja

Interessant, dass Du diese Frage stellst :smile:

Ich bin noch ziemlich jung (23), aber ich weiss bereits jetzt,
dass mein Ziel mal die Selbständigkeit sein wird. Ich habe den
Ehrgeiz um selbst etwas auf die Beine zu stellen.

Das mal vorab: Sehr lobenswert.

Aber zu deinen folgenden Anmerkungen lass mich eins sagen:
(Ich habe die Zitate weggelassen)

Du bist ein Paradebeispiel für die Ruhe an der Gründerfront.
Der Tenor, der auch bei Dir anklingt ist doch u.a.: Ich will mich selbständig machen, habe ungefähr eine Richtung (Dienstleistung). Puuuh!!! und jetzt weiß ich nicht mehr weiter.

Zugegeben hab ich hier sehr verkürzt!

Aber zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Existenzgründung sollte auch die Fähigkeit gehören, mit Geduld und Zielstrebigkeit diese Gründung möglicherweise auch über einen längerfristigen Zeitraum bis zu 5-10 Jahren zu planen.

Fragen die auftauchen: aufschreiben und abklären.

Fragen überall fragen, denn irgendjemand sagt einem schon, wer der richtige Antworter ist.

auch sollte man die Existenz von Verbänden (IHK, EH-Verband, Handwerkskammern, Messeverbänden, Fachzeitungen) kennen!!!
und diese Verbände dann ausgiebig nutzen.

Dort erfährt man viel, manchmal mehr als man erfahren wollte: z.B., daß die eigene Idee schon vor Jahren zu Pleiterekorden führte.

Wenn Probleme auftauchen, kannst du sehr viel von deiner Kreativität und Phantasie einbringen um diese zu lösen!

Du kannst ja auch, in weniger bezahlten Anstellungen, bei Unternehmen z.B. im Dienstleistungsbereich, arbeiten und dort klammheimlich Erfahrungen über deren Gründungsphasen sammeln. Die Fehler brauchst du ja nicht nochmal machen.

Wenn du dann (Achtung Beispiel) selbst eine Fensterreinigungsfirma aufmachst, kennst du ja schonmal Tarife, Verträge, Kunden, Lieferanten, Umsätze, den Markt etc. etc.

Kurz: Lerne von denen, die schon in dem Bereich arbeiten, in den du willst.

Willst du eine Bank aufmachen: Lerne Bänker!
Willst du eine Konditorei aufmachen: Lerne Konditor!
Willst du Software verkaufen, lerne programmieren.

Und der wichtigste Tip: je kleiner die Firma, desto näher bist du an den Infos, die du brauchst und später brauchen wirst.

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