Ruhestörung und Beleidigung durch Nachbarn

die situation ist die folgende: ich wohne in meiner wohnung in einem mehrfamilienhaus seit ca. 4 jahren. die wohnung unter mir bewohnt ein leider recht exzentrischer herr ungefähr gleichen alters, der vor allem immer wieder durch permanente ruhestörung in form lauter und lautester (!) musik in erscheinung tritt. vor längerer zeit habe ich ihn bereits einmal deutlich darauf hingewiesen, wie störend das sei, was aber dauerhaft zu keinerlei besserung geführt hat. immer wieder musste die polizei kommen, um dem unerträglichen treiben dieses herrn ein ende zu setzen, und längst nicht immer war ich derjenige, der die polizei rief.

nachdem ich mich mehrfach hilfesuchend an den vermieter gewandt hatte, sagte mir dieser, ich müsse ein lärmprotokoll über einen längeren zeitraum führen. auch dies habe ich nun 1,5 harte monate lang getan, um wirklich einmal die ganze bandbreite dieses permaneneten terrors zu dokumentieren. da ich allerdings allein wohne, habe ich selbstredend leider längst nicht für jede der verzeichneten ruhestörungen einen zeugen, wenngleich grundsätzlich schon genug besucher das „theater“ mitbekommen haben. das protokoll habe ich nun an den mieterschutzverein weitergereicht, der in meinem namen den vermieter erneut anschreiben und mit mietminderung drohen wird.

zudem gab es gestern einen neuerlichen „akustischen ausraster“, der mich so wütend machte, dass ich den betreffenden herrn noch einmal freundlich aber direkt zur rede stellen wollte. daraufhin sah ich mich wüstesten lautstarken beschimpfungen allerübelster art ausgesetzt, die in jedem fall genug für eine anzeige wegen beleidigung gewesen wären, leider aber ohne zeugen geäußert wurden. nun habe ich nach diesem (in teilen unerwarteten) verbalen ausraster langsam panik, eines tages meine wohnung von diesem herrn zerstört, beschädigt o.ä. vorzufinden. man muss dazu sagen, der herr hat bereits einen betreuer, da offensichtlich psychisch krank (selbstmordversuch vor einigen jahren, drogenexzesse etc.) und zwischenzeitlich auch längerer zeit in stationärer behandlung gewesen.

wie soll ich mich weiter verhalten? ein umzug kommt aus finanziellen gründen derzeit einfach nicht in frage, allerdings gestaltet sich das gefühl, irgendwie bedroht zu sein, langsam zu einer art dauerzustand und damit zu keiner wirklich hinnehmbahren langzeit-option!

danke für hilfreiche ratschläge!!

Guten Morgen bacchalaureus
die von dir beschriebene Situation von dir, habe ich selbst ähnlich erlebt.
Mir hat letztendlich leider nur ein Umzug geholfen.
Rechtlich gesehen machst du schon alles was tun kannst,
mehr Möglichkeiten gibt es leider nicht.
Mein Rat wäre nur, dich von dem Herrn fernzuhalten u. ihn nicht mehr persönlich anzusprechen, wenn es sicherlich auch schwer fällt.
Liebe Grüße
Heike