Rund um Nachwuchs

Hallöchen,

in 7 Wochen (+/-) kommt nun endlich unser Töchterchen und gleichzeitig erstes Kind auf die Welt.
Welche Behördengänge müssen nun (oder dann) gemacht werden? (Bestätigung für Krankenkasse bekomme ich diese Woche)

Mein Lebensgefährte und ich sind nicht verheiratet - was ist da alles zu beachten? Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt oder reicht danach aus? Er bekommt doch das Kind auch ohne verheiratet zu sein auf der Steuerkarte eingetragen?

Bin über ausführliche Infos sehr dankbar… fühl mich im Moment irgendwie überfordert…

Danke im Voraus.
Liebe Grüße
Anke

Hallo, ihr zwei *g*.

Mein Lebensgefährte und ich sind nicht verheiratet - was ist
da alles zu beachten? Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt
oder reicht danach aus? Er bekommt doch das Kind auch ohne
verheiratet zu sein auf der Steuerkarte eingetragen?

FAQ:1797

Gruß Eillicht zu Vensre

Hallöchen,

habe noch 10 Wochen bis Sohnemann Nr. 2 kommt!

Die Bescheinigung für die Krankenkasse bekommst Du ja vom Frauenarzt und musst sie dann bei der Krankenkasse abgeben, dann kommt das Geld während dem Mutterschutz von alleine.

Wenn dein Freund dann nach der Geburt aufs Standesamt geht bekommt er gleich mehrere Geburts-/Abstammungsurkunden ausgehändig, eine brauchst du fürs Kindergeld und das wird auf dem Arbeitsamt beantragt. Eine brauchst du glaube ich auch um das Elterngeld zu benatragen (musst du mal im Internet schauen wo das bei euch gemacht wird, ist unterschiedlich)!

Das Kind kann deinen Nachnamen oder den Nachnamen deines Freundes bekommen, müsst ihr euch vorher überlegen!

So lange ihr nicht verheiratet seid bekommt er das Kind meines Wissens nicht auf die Lohnsteuerkarte, kann ich aber nicht zu 100% sagen, war bei der Geburt von Sohnemann Nr. 1 schon verheiratet!

Die Vaterschaft kann dein Freund glaube ich schon vor der Geburt beim Jugendamt anerkennen!

Wenn du Berufstätig bist bekommst du normalerweise nach der Geburt von deinem Arbeitgeber noch eine Bescheinigung zugesendet in der du deinen Erziehungsurlaub eintragen musst (war zumindest bei mir so)!

Sonst fällt mir auch nichts ein!

Alles Liebe Ines

Hallo Anke,

in 7 Wochen (+/-) kommt nun endlich unser Töchterchen und
gleichzeitig erstes Kind auf die Welt.

Gläckwunsch hierzu und viel Kraft für die letzten Wochen. Das war bei mir die schlimmste Zeit, allerdings habe ich auch ein August-Kind in die Welt gesetzt.

Mein Lebensgefährte und ich sind nicht verheiratet - was ist
da alles zu beachten? Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt
oder reicht danach aus? Er bekommt doch das Kind auch ohne
verheiratet zu sein auf der Steuerkarte eingetragen?

Anerkennung der Vaterschaft beim Jugendamt hat den Vorteil, dass er von Anfang an der anerkannte Vater ist. Sonst kann es mit dem einen oder anderen, was er für euch erledigen möchte, Probleme geben.

Auf die Lohnsteuerkarte bekommt er den Eintrag mit Deiner Einverständniserklärung, es muss jedoch vermutlich jedes Jahr erneut beantragt werden.

Bin über ausführliche Infos sehr dankbar… fühl mich im Moment
irgendwie überfordert…

Das ist ganz normal.

Lieben Gruß, Karin

Hey Anke,

also, mein Freund und ich sind auch nicht verheiratet. Als unser Sohn auf die Welt kam, hatten wir jede Menge Rennerei bezüglich der Vaterschaftsanerkennung. Aber das war ein Ausnahmefall, wegen meiner Geburtsurkunde (bin nicht gebürtige Deutsche).

Aus diesem Grund empfehle ich dir, die Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt zu machen. Dazu müsst ihr auf das Standesamt. Dann kommt es darauf an, welchen Nachnamen das Kind tragen soll. Wenn es den Namen deines Freundes tragen soll, müsst ihr auf dem Standesamt eine Namenserklärung machen. Ob ihr diese Namenserklärung vor der Geburt allerdings machen könnt, weiß ich nicht so genau. Wir haben das alles eben erst nach der Geburt gemacht.

Das Kind kann auf der Lohnsteuerkarte deines Freundes eingetragen werden, obwohl ihr nicht verheiratet seid! Das macht man auf dem Rathaus oder Bürgerbüro. Dort bekommst du auch den Antrag fürs Kindergeld. Das Kindergeld wird beim Arbeitsamt beantragt und das frühere Erziehungsgeld habe ich bei der L-Bank beantragt (für Baden Württemberg, was bei dir ja zutrifft). Wie es bei anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht. Wo das neue Elterngeld beantragt wird kann ich dir leider nicht genau sagen, ich würde vermuten auch bei der L-Bank, aber ohne Gewähr. Aber da kann man dir auf dem Rathaus bestimmt auch weiter helfen.

Die Anträge kannst du erst nach der Geburt des Kindes stellen. Ich hab damals die Anträge schon vorab geholt und alles was ich bereits wusste eingetragen, später musste ich dann nur noch die Angaben vervollständigen und weg schicken.

Wenn du berufstätig bist, musst du die Elternzeit noch beantragen bei deinem Arbeitgeber. D. h. du musst die Zeit, die du Zuhause bleiben willst beantragen. Ich glaube man kann erst mal nur zwei Jahre beantragen und das dritte Jahr erst später. Da kann dich die Krankenkasse beraten.

So, ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.

Ich wünsch euch alles Gute.

Liebe Grüße
Heli

Hallo Anke,

mach soviel wie möglich vor der Geburt - hinterher bist Du garantiert eine ganze Weile gefordert - das erste Kind ist anfangs eine gewaltige Lebensumstellung.
Nicht nur, dass man nicht mehr durchschlafen kann, das ist eigentlich nicht so schlimm; man ist den ganzen Tag gefordert, Brötchen holen ist eine elende An- und Ausziehprozedur, überhaupt ausgehen ist ganz anders (hat man Windeln dabei, Wasser und ev. Milch, Schnuller, Sabberlätzchen etc.).
Und immer droht das Geschrei (Kind will auf den Arm, ist müde, hat Hunger, es zwickt irgendwo, oder man weiß schlicht nicht, warum es schreit - ganz übel, und das auch, wenn man gerade staubsaugen oder Einkaufen will oder telefoniert).
Mein Erster wollte während der ersten 4 Monate tagsüber pausenlos auf dem Arm oder im Baunbeutel getragen werden - legte man ihn schlafend hin, ging nach 5 min. das Geschrei los, war er wach schrie er nach einer min. Ich hab gelernt, vieles einhändig zu machen, u.A. aufs Klo gehen.
Ich wills Dir nicht vermiesen, es hat ja wirklich auch seine sehr schönen Seiten, aber der Anfang ist meist eine harte Umstellung. Hat man die gemeistert, gehts gut und beim zweiten Kind wundert man sich fast, warum es beim Ersten so anstrengend war.
Das war zwar nicht Deine Frage, aber ich weiß noch, wie mich die Situation völlig überraschend ins kalte Wasser hat plumpsen lassen - etwas vorgewarnt, ist es vielleicht einfacher.
Eine Mutter-Kind-Gruppe ist auch zu empfehlen, da kannst Du Dich ja schon mal umschauen. Es tut sehr gut, mal mit anderen in ähnlicher Situation zu reden und zu sehen, dass die auch Probleme haben.

Alles Gute, Anne

Hallo Anke,
erstmal alles Gute für die nächsten Wochen!
Die Geburt meiner Tochter ist jetzt fast vier Monate her, darum von mir ein paar generelle Hinweise, die mir das Leben erleichtert haben :wink:

Wenn du eine Hebamme hast, frag die mal wegen der Behördengänge. Meine hatte die ersten Anlaufstellen und Formulare parat und konnte Licht ins Dunkel bringen. Ähnlich war es nach der Geburt im Krankenhaus. Die hatten dort ein Merkblatt, zu welchen Ämtern man muss und was man dort vorzulegen hat. Vielleicht gib es das bei dir auch und du kannst dir die Information vorher besorgen. Die Information über die Geburt wurde bei mir auch direkt vom Krankenhaus an das zuständige Standesamt geschickt. Da musste man dann nur ein paar Tage später selbst hin. (ich weiß nicht, ob das in allen Gemeinden so gehandhabt wird)

Die meisten Dinge kann mann allerdings tatsächlich erst nach der Geburt erledigen, weil jeder Hansel auch die Geburtsurkunde sehen will.

Tipp: Lasst euch vom Standesamt zusätzlich zu den Urkunden, die ihr ohnehin bekommt auch zwei oder drei beglaubigte Kopien machen (kostet allerdings extra). Die will garantiert irgendjemand irgendwann sehen. Da Personenstandsurkunden nicht von Bürgerämtern sondern nur vom (Geburts-)Standesamt beglaubigt werden können, musst du sonst immer zum Geburtsstandesamt. Wenn ihr in den nächsten Jahren mal umzieht, können das schon ein paar (hundert)Kilometer sein.

Mein wichtigster Tipp: Wenn es geht, überlasse die ganzen Rennereien und das Rumtelefonieren deinem Freund. Du wirst anderes zu tun haben, als dich um Ämterkram kümmern zu müssen.

Ruft vorher bei den entsprechenden Ämtern/Krankenkassen etc an und fragt, welche Unterlagen die sehen wollen. Das erspart einem zusätzliche Rennereien. Formulare, die du selbst unterschreiben musst, lass (wenn es geht) von deinem Freund besorgen oder dir zuschicken. Fragt auch nach, ob dein Freund eine Vollmacht von dir vorlegen muss um bestimmte Erledigungen für dich zu machen.
Bei mir gab es z.B. die Vollmacht, dass mein Mann die standesamtlichen Eintragungn alleine machen konnte im Krankenhaus.

Uff, ich sehe gerade, das hört sich furchtbar kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht.
Wenn man erstmal ein loses Ende der Informationen eingefangen hat, ergibt sich der Rest irgendwie von selbst.

Schau mal hier:
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(Falls die nicht zuständig sind, google mal nach deiner Gemeinde)

Viel Glück und lass den Kerl rennen!
Liebe Grüße
kate_

Hallo Anke,

ich kann Euch nur dringend dazu raten, die Vaterschaftsanerkennung möglichst in den nächsten Tagen machen zu lassen (so Du Dir sicher bist, dass das Kind auch wirklich von Deinem Freund ist). Meine Frau und ich wollten sieben Wochen vor dem berechneten Geburtstermin heiraten. Einen Tag vor der Hochzeit kam dann unsere Tochter als Frühchen und wir mussten unsere Trauung um drei Monate verschieben. Für mich als Mann war das echt doof, denn ich konnte rein gar nichts auf dem Amt machen. Mir wurde immer gesagt, dass meine Verlobte meine Vaterschaft erst anerkennen muss. Das macht dann so richtig Spaß, wenn man sich um alles kümmern möchte, solange Baby und Mutter noch im Krankenhaus sind und man immer wieder weggeschickt wird. Die Zustimmung zur Vaterschafstanerkennung kannst Du nämlich nicht im Krankenhaus unterschreiben, die Mutter muss immer persönlich auf dem Amt anwesend sein.

Anekdote am Rande: Mein Frau hatte einen ganz heftigen Dammschnitt, mit dem wir dann zur Vaterschaftsanerkennung auf das Standesamt marschiert sind. Dort kannte man solche Fälle und hatte extra dafür ein aufblasbaren Schwimmreifen als Sitzunterlage für frische Mütter griffbereit… :smile:

Also geht möglichst bald zum Standesamt oder aufs Jugendamt. Meines Wissens kann man in beiden Behörden die Vaterschaftsanerkennung machen.

Viel Spaß mit dem Nachwuchs,

Matt

Hi Anke!

Als erstes: ALLES, ALLES GUTE UND -wie wir immer sagen- DAß ES NUR EINE KURZE STUNDE WIRD!!! :o)))

Nur ganz kurz fällt mir etwas ein:

Evtl. soll Dein Freund das Kind VOR der Geburt als eigenes anmelden. Und Du ihn das geteilte Sorgerecht (falls gewünscht) auch das VOR der Niederkunft schirftlich abgeben.

Wenn das Kind schon auf die Welt ist, geht das natürlich auch aber ich habe mir sagen lassen es ist viel aufwändiger und mühevoller. Und dann habt Ihr gewiß anderes zu tun ;o))) Wenn Ihr das schon wißt, wie es bei Euch sein soll, dann ich empfehle Euch dringend das jetzt zu tun.

Schöne Grüße,
Helena

PS. Spanien ist auch schön (als Urlaubsland!) ;o))) (Siehe Deine ViKa)

Liebe Anke,
erstmal wünsche ich Dir alles Gute. Ich habe vor zwei Jahren meinen Sohn Fabian gebohren. Bin weder Verheiratet noch lebe ich mit meinem Freund (ist auch fabians Papa) zusammen. Bei uns lief alles total unkompliziert. Nach der Geburt (Kaiserschnitt) konnte ich nicht aufstehen. Mein Freund hat die Geburtsurkunde von unserem Sohn mitgenommen, ist zum Standesamt und hat Ihn angemeldet. er brauchte nur unsere Personalausweise. Als ich mit meinem süßen wieder zu Hause war, sind wir zum Jugendamt gegangen und haben eine Vaterschaftsanerkennung gemacht und uns auf das gemeinsame Sorgerecht geeinigt. hat vielleicht alles zusammen 30 Min. gedauert. Das war alles. Anschließend habe ich dann noch beim Versorgungsamt einen Antrag auf Erziehungsgeld gestellt. War auch kein Problem. Kindergeld beantragst Du bei der Familienkasse. Frag am besten beim Arbeitsamt mal nach. Oder beim Judendamt. Ich kann nur sagen, wir haben alles nach der Geburt geregelt und es gab keine Probleme. Ich wünsche Dir alles, alles Gute. Hab nur keine Angst. Es wird schon alles werden.
Ganz liebe Grüße
Katja