Hallo,
ich plane für nächstes Jahr eine 3-4 Wochen Rundreise durch die USA und stehe noch ziemlich am Anfang.
Hat jemand Erfahrung damit? Günstige Anbieter, Tipps etc. Die Reise soll durch den Nordosten (Chicago, Detroit) der USA und dann rüber nach Kanada gehen.
Was spricht für Caravan, was für Auto/Motel ?
Gibt es weitere Alternativen ?
Ich bin für Hinweise aller Art dankbar.
Grüße
Blade
Hi!
ich plane für nächstes Jahr eine 3-4 Wochen Rundreise durch
die USA und stehe noch ziemlich am Anfang.
Hat jemand Erfahrung damit? Günstige Anbieter, Tipps etc.
Ich empfehle den Besuch einer Reisemesse. Die ITB in Stuttgart z.B. bietet ein breites Spektrum. Wenn man nahe einer Stadt wohnt, wo so etwas abgehalten wird, kann das Sinn machen.
Ansonsten gibt es ja auch noch Reisebüros.
Ich würde bei so einem Trip, den man ja nicht jedes Jahr macht und der auch richtig Geld kostet, mich nicht nur auf Billigbuchungsmaschinen im Web verlassen, sondern ordentliche Beratung beim Spezialisten suchen.
Die
Reise soll durch den Nordosten (Chicago, Detroit) der USA und
dann rüber nach Kanada gehen.
Ostkanada (Quebec mit Montreal, Toronto, die Seen) ist schon schön. Nur was man in Detroit als Urlauber will, erschliesst sich mir nicht. Chicago würde ich evtl. noch verstehen…
Wenn es um das Autothema geht: von Boston nach Maine den Highway 1 parallel zur Interste 95 hochfahren. Es gibt 2 kleine Automuseen irgendwo in den Käffern, einen Typen der 20 Pagoden-SLs vor der Tür vergammeln lässt, hunderte interessante Autodealers…
Warum nicht z.B. New York, Boston, Maine, Quebec so als groben Routenvorschlag, die Küste hoch?
Was spricht für Caravan, was für Auto/Motel ?
Caravan: sehr flexibel, aber wild Campen nicht so gerne gesehen. Man muss im Auto schlafen.
Auto. Man kann im Hotel schlafen, weniger flexibel. Risiko, kein Zimmer zu bekommen. Aber lösbar durch Vouchers vorab.
Die Reisegeschw. ist gleich, Speedlimit auch in Kanada bei 90.
Gibt es weitere Alternativen ?
Ich bin für Hinweise aller Art dankbar.
Ich sehe vernünftigerweise 3 Tourvorschläge. Das ist es zumindest, was ich kenne und gemacht habe. Ganz grob umrissen:
a) Südwesten USA: San Francisco, Bryce Canyon, Grand Canyon, Lake Tahoe, Yosemite Park, Las Vegas, Los Angeles.
b) Nordosten USA: New York, Boston. New Hampshire und Maine entdecken. Wunderschöne Küsten im Norden. Tolle kleine Städte. Eher etwas für denjenigen, der nicht das Spektakuläre, sondern die Erholung und die Natur sucht. Ausserdem gibt es einiges an geschichtsträchtigen Orten in Mass. zu sehen. Martha´s Vineyard und Neburyport sind sehr schön. Lobster essen…
In Freeport/Maine kommen die Mäsels auf ihre Kosten: ein ganzes Kaff, das ausschließlich aus Outlet-Geschäften der üblichen Marken wie Levis, Ralph Lauren u.s.w. besteht…
c) Ostkanada: Quebec und die großen Seen. Montreal, Toronto.
Wirklich schön, Montreal ist einfach klasse. Tolle Touren an, um und auf den Seen möglich.
Ich habe das alles immer mit dem Auto gemacht, da ich kein Camperfan bin. Kanada mit Hotel-Vouchers, den Rest auf eigene Faust. Ging auch gut.
Man muss sich auf viel Zeit im Auto einstellen, die Strecken sind sehr, sehr weit. Wer nicht gerne fährt, sollte wirklich(!) dafür sorgen, dass es genügend andere Fahrer zum Wechseln gibt. Unbedingt ein vernünftiges Auto mieten! Man spart am falschen Ende, wenn man das mit einem Kleinwagen macht. Die US-Autos, die man üblicherweise bei den Vermietern findet, sind ohnehin einfache Billigkisten. Das dann auch noch als Kleinwagen ist zumindest nichts für mich.
Für weitere Details zu den Touren würde ich empfehlen, Dich selbst einzulesen und anhand Deiner Interessen zu planen. Es gibt zahllose Museen, Naturparks, Städte, Bars, Strände u.s.w. Du musst selbst wissen, was Dich interessiert.
Überfrachte Deinen Plan nicht, 3-4 Wochen sind zwar schön, aber man bekommt trotzdem nur eine Idee von der Gegend. Damit muss man sich abfinden, dann macht es auch Spass.
Wenn Du noch konkrete Fragen hast, versuche ich gerne, noch ein paar Erfahrungen einzustreuen.
Grüße,
Mathias
Hallo,
Chicago, Detroit und dann Richtung Osten ist mit ziemlich viel „Leerlauf“ verbunden. Chicago selbst ist schon ganz nett, in Detroit kann man dann das Henry Ford Museum besuchen (wenn man sich während einer Stunde Fahrt von Autobahnkreuz zu Autobahnkreuz nicht hoffnungslos verfahren hat, das ist wirklich was für besondere Freaks). Dann ist aber erst mal ziemlich tote Hose, sowohl auf der amerikanischen als auch auf der kanadischen Seite (bin die Strecke selbst schon auf beiden Seiten gefahren). Toronto soll ganz interessant sein, habe ich aber bislang noch nicht geschafft. Was dann aber an den Niagara-Fällen, die man auf jeden Fall von der kanadischen Seite besuchen sollte, da es sonst ein eher enttäuschendes Erlebnis ist. Ich habe die Tour damals in Verbindung mit einer Einladung in der Nähe von Baltimore gemacht, was insoweit den Wendepunkt vorgab.
Deutlich interessanter fand ich eine Tour von Montreal über Quebec am St. Lorenz hoch bis Tadoussac und dann auf der anderen Seite runter über Maine bis Boston und Plymouth und dann wieder zurück nach Montreal. Mit etwas mehr Zeit hätte man die auch noch nach Niagara Falls, ggf. Toronto und NYC ausdehnen können. Die habe ich damals hier http://www.joerglemmer.de/canadausa1999.htm dokumentiert.
Ansonsten würde ich auch eher zum PKW als zum WoMo raten und statt dessen lieber B&Bs in Anspruch nehmen. Da bekommst Du immer alle nötigen Tipps um dich gleich in der Gegend heimisch zu fühlen, auch wenn Du nur ein paar Tage da bist. Der Service in den Motels der großen Ketten ist zwar auch nicht unbedingt schlecht, aber diese persönliche Note fehlt einfach, sich mal eben mit einer Tasse Kaffee zusammen zu setzen, und gemeinsam den Aufenthalt nach den persönlichen Vorlieben zu planen.
Wir haben die Wagen immer schon von hier aus gebucht, und bekamen jedes Mal ein größeres Modell als bestellt zum selben Preis.
Gruß vom Wiz
moin,
von chicago nach detroit ist es in der tat etwas „oede“… bis auf den blick auf chicago von der ostseite vom lake michigan…
an einer stelle jedoch kommt man kurz nach indiana rein, und dort ist gluecksspiel auf schiffen erlaubt.
dann liegt also da so ein riesenkahn mit hinweisen, die naechste „kreuzfahrt“ wuerde in 10 minuten starten.
man checkt auf dem boot ein, das hat sich zwar seit jahrzehnten nicht mehr bewegt, aber man kann hier in klein vegas herrlich zocken… hat mich fast nen ganzen tag gekostet…
gruss
kuddel
Frage zu B&Bs, Antwort zu Autos
Guten Morgen,
Ansonsten würde ich auch eher zum PKW als zum WoMo raten und
statt dessen lieber B&Bs in Anspruch nehmen.
Da hätte ich mal eine Frage: Wie findet man diese B&Bs denn? Vor Ort? Über das Reisebüro hier in Deutschland? Über das Internet? Und was kostet so eine Übernachtung im B&B? Ich mag das eigentlich ganz gern (noch lieber wäre mir eine Ferienwohnung), aber in den USA ist mir so etwas leider noch nicht über den Weg gelaufen.
Wir haben die Wagen immer schon von hier aus gebucht, und
bekamen jedes Mal ein größeres Modell als bestellt zum selben
Preis.
Ich habe das Auto diesmal über das Internet direkt in den USA gebucht, weil der Dollar gerade so niedrig ist, und auch weil ich mich über das Reisebüro hier geärgert habe. Als ich angekommen bin, hat man mich noch einmal gefragt, was für ein Auto ich denn möchte, und mir diese Übersicht gezeigt: Kleinwagen, Limousine, Van, etc.
Ich habe geantwortet, dass für mich ein Kleinwagen (abgebildet war ein Zweitürer) ausreicht, denn ich war ja alleine und wollte auch keine riesigen Strecken fahren. Ich habe auch für einen Kleinwagen bezahlt, aber bekommen habe ich einen Dodge Ram, das ist ein relativ großer Viertürer - so eines von den Autos, die man hier immer günstig als Gebrauchtwagen angeboten sieht, weil niemand sie haben will. Sie schlucken zu viel. Mir war’s egal, ich bin nicht weit gefahren und habe letzten Endes nur einen halben Tank auffüllen müssen.
Was ich damit sagen will: Ich halte es für unnötig, etwas anderes als einen Kleinwagen zu mieten. Auch die Kleinwagen sind alle groß genug, einen Smart oder Fiat Panda wird einem in den USA wohl niemand anbieten.
Allerdings würde ich empfehlen, ein GPS dazu zu mieten, gerade bei einer Rundreise. Denn es soll ja schließlich Urlaub werden, und keine muntere Dauersuchfahrt.
Schöne Grüße
Petra
Wow.
Schnelle Antworten 
Also: Detroit und Chicago müssen in der Tour sein, weil ich dort Freunde besuchen möchte.
Ich habe da mal weitere „Anfängerfragen“. Wenn „wild camping“ nicht so gern gesehen ist, wie sieht es mit so etwas wie Campingplätzen aus und wie finde ich die ? Das gleiche gilt für B&Bs ?!
Wie habt Ihr es in den Großstädten mit dem Parken gemacht, wenn Ihr dort einen oder zwei Tage bleiben wollt ?
Grüße
Blade
Hallo,
Da hätte ich mal eine Frage: Wie findet man diese B&Bs denn?
Vor Ort? Über das Reisebüro hier in Deutschland? Über das
Internet? Und was kostet so eine Übernachtung im B&B? Ich mag
das eigentlich ganz gern (noch lieber wäre mir eine
Ferienwohnung), aber in den USA ist mir so etwas leider noch
nicht über den Weg gelaufen.
Auf mein erstes B&B bin ich damals eher zufällig gestoßen. Auf meine Erzählung bei Freunden in Baltimore hin, dass ich dies so toll gefunden hätte, kramte man einen dicken B&B-Führer raus, der mich seit dem auf solchen Reisen begleitet. Einige B&Bs sind auch organisiert, und haben Kataloge der jeweiligen Organisation ausliegen, davon habe ich auch noch einen hier. Zudem gibt es an den größeren Highways an den Grenzen der Bundesstaaten üblicherweise Touristinformations, die ebenfalls B&B-Guides ausliegen haben. Selbstverständlich findet man aber inzwischen auch im Internet massenhaft B&Bs bzw. B&B-Organisationen über die einschlägigen Suchmaschinen.
Was die Preise und die Ausstattung angeht, so ist die Bandbreite bei B&Bs genauso groß wie bei Hotels. Es gibt wunderbar restaurierte alte Häuser mit Antiquitäten bis unter die Decke, einem Frühstück, was für den ganzen Tag reicht, … aber auch recht einfache Hotels/Motels die sich B&B schimpfen. Die Preise sind entsprechend ebenfalls weit gestreut.
Um mal so qualitativ eher das obere Ende anzusprechen (bei zivilen Preisen): http://www.avictorianvilla.com/
BTW: Die Autobuchung in D hat üblicherweise den Vorteil besserer Versicherungsleistungen.
Gruß vom Wiz
Hallo,
Schnelle Antworten
Also: Detroit und Chicago müssen in der Tour sein, weil ich
dort Freunde besuchen möchte.
Ich habe da mal weitere „Anfängerfragen“. Wenn „wild camping“
nicht so gern gesehen ist, wie sieht es mit so etwas wie
Campingplätzen aus und wie finde ich die ? Das gleiche gilt
für B&Bs ?!
Siehe meine Antwort an Petra. Ist also eigentlich kein Problem. Ich habe mir immer ein Handy mit dem Auto gemietet, und wenn ich/wir auf Achse waren, haben wir am frühen Nachmittag überlegt, wie weit wir noch kommen könnten, und dann die B&B-Führer nach geeigneten B&Bs durchgeforstet. Dann ein kurzer Anruf, ob etwas frei ist, und dann konnten wir gemütlich und beruhigt weiterfahren. Teilweise sind wir auch zufällig irgendwo vorbeigekommen, und sind einfach rein.
Wie habt Ihr es in den Großstädten mit dem Parken gemacht,
wenn Ihr dort einen oder zwei Tage bleiben wollt ?
Normalerweise gehören Parkplätze oder eine Garage zu den B&Bs. Kann dann aber passieren, dass die so zugeparkt wird, dass man nicht mal eben zwischendurch ans Auto kommt, sondern es besser bis Abreise stehen lässt.
Gruß vom Wiz
Hallo Wiz,
Selbstverständlich findet man aber
inzwischen auch im Internet massenhaft B&Bs bzw.
B&B-Organisationen über die einschlägigen Suchmaschinen.
Ähm, da muss ich wohl wieder Tomaten auf den Augen gehabt haben … oder hatte ich B&B gar nicht eingegeben? Ich glaube, ich habe mal irgendwo gehört, dass B&Bs in den USA recht teuer sind, und habe gar nicht danach gesucht, genau, so war’s.
Das was du verlinkt hast, gefällt mir von außen sehr gut, aber von innen nicht so, dass ich pro Nacht $30 mehr als im Hotel zahlen würde. Es erinnert mich zu sehr an einige Hotelzimmer in London, die ich „getestet“ habe und die ziemlich schauderhaft waren. Aber wenn ich wieder mal in die USA fliege, kann ich ja auch mal nach B&Bs suchen, vielleicht finde ich ja etwas, dass mich nicht an diese zugigen und schmutzigen Hotelzimmer erinnert.
BTW: Die Autobuchung in D hat üblicherweise den Vorteil
besserer Versicherungsleistungen.
Ja, ich weiß schon. Aber ich hatte auch CDW ohne Selbstbeteiligung dabei, und sogar noch UMP, und habe für 6 Tage nur $200 bezahlt. Man bekommt schon auch in den USA selbst einen vernünftigen Versicherungsschutz, aber man muss halt genau schauen und sich das alles durchlesen. (Ich habe auch schon mal bei einem früheren Aufenthalt einen Vertrag angeboten bekommen, bei dem Schäden nur bis $2500,- gedeckt waren. Darüber hinaus - tja, Pech gehabt. Da habe ich das Auto dann also nicht gemietet.)
Ich habe mich über das Reisebüro hier geärgert, da bin ich wieder gegangen. Ich kann das absolut nicht ausstehen, wenn ich irgendwo hinkomme und total ignoriert werde. Die Angestellte hat erst noch ein paar Minuten irgendwas in ihren PC eingetippt, erst dann hat sie mich überhaupt begrüßt. Und so ging es weiter. Nicht, dass sie mich vielleicht gefragt hätte, wann ich denn das Auto brauche - nein, sie hat gefragt, „Hauptsaison oder Nachsaison“. Ja, was weiß denn ich? Wer arbeitet denn in einem Reisebüro, sie oder ich? Auch sonst - keinerlei Beratung oder irgendwas. Der musste ich alles aus der Nase ziehen, sie hat mir nur sehr widerwillig meine Fragen beantwortet. Als das Auto dann auch noch EUR 20,- mehr gekostet hätte, als ihre (nette) Kollegin es mir am Tag zuvor gesagt hatte, und sie dazu nur meinte, „was sind denn schon EUR 20,-“ war ich sauer und bin wieder gegangen. Ein Auto brauchte ich aber diesmal, also habe ich’s halt über das Internet gemietet.
In Deutschland macht Einkaufen wirklich keinen Spaß , ganz egal was es ist! Einfach nur zum Davonlaufen. Nächstes Mal buche ich gleich komplett übers Internet, wenn ich sowieso keine Beratung bekomme. Warum sollte ich mir da nicht den Weg, die Wartezeit und solche unerfreulichen Gespräche ersparen?
Schöne Grüße
Petra