Hallo Versicheungs-Experten:smile:,
hachja. Ich habe im Dezember letzten Jahres gedacht, ich müsste mal was für meine private Altervorsorge machen (ich glaube ja net, dass wir mehr als Sozialhilfe später mal als Rente kriegen werden vom Staat, aber das ist ein anderes Thema:smile:).
Auf jedenfall habe ich mich wg. eines kleine Ratenkredits bei meiner Bank gleich „kompakt“ beraten lassen und diese R + V Rentenversicheurng abgeschlossen. Jetzt hatte ich etwas mehr Zeit und habe auch mal so verglichen, habe jetzt ein viel besseres Angebot (inkl Berufsunfähigkeit, worauf mich der R+V Fritz auch nicht hingewiesen hatte, dass das nicht dumm wäre zu machen) gefunden.
Meine Frage:
Komme ich - und wenn ja - wie aus der RV Versicherung raus? Bei den Klauseln stehen tausende Nö-geht nicht- Paragrafen. Aber da muss es doch was geben. Vielleicht auf einen symbolischen Betrag kürzen, bis eine Frist rum ist oder so?
Hat da jemand Erfahrung? Ich will hier nicht unbedingt weitere Versicherungsangebote:smile:), aber ihr würdet mir echt weiterhelfen, wenn ihr mir ein paar Tipps für Begründungen bei der Kündigung oder andere Ideen dazu liefern könntet:smile:)…
Liebe Grüße,
barbara
kein Problem…
hallo, Barbara,
eine lebensversicherung (Kpital-, wie Rentenversicherung) ist eine Kannschuld, keine Mussschuld.
Soll heißen, Du kannst zahlen oder auch nicht.
Du musst nur eines bedenken: in den ersten Jahren werden die ganzen Kosten reingebuttert (Provisionen, Verwaltung…)Wenn Du kündigst, glaube ich nicht, dass Du einen Pfennig zurücvk bekommst.
Das mit der BUR ist eine kitzlige Sache für den „Vertreter“. Ein Kollege von mir hatte vor vielen Jahren einem Kunden eine LV verkauft und keine Beitragsbefreihung angeboten. Wie es nun mal kommen musste: Kunde wurde Berufsunfähig. Da aber der BU-Zusatz fehlte, musste er den Beitrag (damals 200,- DM 0 heute ca. 400,- DM)weiterzahlen. Oder die Versicherung stilllegen (ich kann mich an die neue Schreibweise einfach nicht gewöhnen: 3 sss, 3 lll). Der Kunde verklagte den Kollegen… und bekam Recht. Ergebnis: mein Kollege musste für die Zeit der BU die Beiträge für den Kunden zahlen!
Ich glaube aber, dass es für Dich günstiger ist (Rechenexempel), wenn Du eine reine Rentenversicherung machst und eine selbständige BUR. Wenn Du noch genugend Zeit bis zur Rente hast, dann schließe eine fondsgebunde Rentenversicherung ab. Die Renditen sind einfach höher. Gute haben langfristiig über 10% Rendite. Wenn ich da eine Empfehlung geben darf: SALI, Clerical Medical, CONDOR, Nemian Life (Allianz-Tochter: bekommst Du aber nicht bei der Allianz, nur beim Makler)
Grüße
Raimund
Danke Raimund:smile:
Hallo Raimund,
im Klartext, ich kann kündigen und wenn sie sich blöd stellen, sind die Zahlungen, die ich bis jetzt geleistet habe, hinüber. Was „schlimmeres“ kann mir nicht passieren? (nicht, dass das nicht schlimm wäre…
Wie ist das denn bei anderen Versicherungsarten (Unfall, Rechtschutz)? Nur rein informativ? Gibt es auch welche mit „Mussschuld“?
Beste Grüße,
barbara
Hallo, Barbara,
Sachversicherungen sind eine Mussschuld. Soll heißen, Du musst die vereinbarte Zeit durchstehen. Aber auch hier gibt es kleine „Tricks“: in dem Augenblick, wie ein Schaden entstanden ist (gleichgültig ob von der Versich. bezahlt oder nicht) hast Du sofortiges Kündigungsrecht. Das ist zwar von bösen Versicherungsbetrügern ausgenützt worden, doch eben nur bei Hausrat, KFZ…
Doch solche Masochisten wird es wohl selten geben, die sich mal schnell den Finger abhacken um aus einer Versicherung zu kommen. Besonders, wenn es für das Fingerchen nur 10.000,- DM Frisches gibt!
Grüße
Raimund
Hallo,
in Ergänzung zu Raimunds guten Tipps gebe ich noch mal zwei Punkte zu bedenken.
- Es gibt bei vielen KLV oder RV eine Klausel die erst eine Kündigung nach Ablauf von 12 Monaten zulässt. So sollen die Kosten gedeckt werden. Die Hamburg-Mannheimer hat da auch drauf bestanden. Vor einem Jahr hat mal folgendes funktioniert:
…ich wiederspreche der Vers.-Nr… nach §5a des Versicherungsvertragsgesetzes.
Sie haben mir vor Vertragsabschluß nicht die EU-rechtlich vorgeschriebenen Verbraucherinformationen erteilt, so daß ein Widerspruch bis zu einem Jahr nach Zahlung des ersten Beitrages zulässig ist.
Ich bitte um Rücküberweisung aller Beiträge plus banküblicher Zinsen auf mein Konto… bis spätestens…
(vielleicht noch einen Verweis auf den Bund der Versicherten oder einen Anwalt)
Vielleicht klappt es ja!
- Wenn es unbedingt eine Rente sein soll, dann kann ich die Empfehlungen von Raimund bestätigen. Gerade SALI gefällt mir persönlich sehr gut.
Aber auch eine Trennung von Risiko und Kapital macht Sinn. Sprich einen Sparplan gekoppelt mit einer BU. Die BU kannst DU dann anpassen wie Du willst. Der oft gepriesene Steuervorteil wird durch eine bessere Performance (weniger Kosten) und eine höhere Flexibilität mehr als aufgewogen.
Soviel von mir.
Gruss
Christian