Pavlowscher Reflex, Neid? Übrigens, alle anderen schaffen
tatsächlich völlig umsonst!
Nehmen wir doch genau dieses Beispiel:
ich unterstelle ein Alter von 30 Jahren und eine Absicherung bis zum 65. Lj. Nun fehlen mir natürlich die Zahlen, aber ich unterstelle einmal einen Bruttobeitrag von 70€, wobei das bei 1.800€ sehr vorsichtig geschätzt ist. Die Rentenversicherung wird wahrscheinlich auch um die 50€ kosten. Normal sind für den Vertrieb irgendwo um die 4%. Also 120€ * 12 * 35 = 50.400€ Beitragssumme. Macht bei 4% 2.016€.
Selbst wenn die Hälfte davon in der Struktur stecken bleibt, bezahlen muss es der Versicherungsnehmer. Und für solch eine vorsichtig ausgedrückte Sauerei 2.000€ einkassieren ist alles andere als gerechtfertigt. Dafür, dass man so was ohne jede Ausbildung machen kann, gut, es soll sich was ändern, ist es eher traurig als nachahmenswert.
Da muss man wahrlich nicht neidisch sein. Lieber wache ich morgens auf und sage mir, dass ich mein Geld verdiene. Nicht ergaunere.
In 30 Jahren kann sehr viel passieren,
Phrase - auch ein sog. Erdkreuzer (Asteroid) kann inerhalb der
nächsten 30 Jahren sogar das Ende der Menschheit bedeuten, von
anderen Möglichkeiten mal abgesehen!
Sagen Sie das nicht Ihren Kunden. Sonst nehmen Sie denen den Wunsch zur Vorsorge auch noch weg.
Ihren Worten darf ich entnehmen, dass in Ihren Augen das Leben immer so verläuft, wie geplant?
Wir kommen darauf zurück 
genaue Zahlen habe ich auch nicht, bin mir aber sehr sicher,
dass weitaus mehr kapitalbildende Lebens- und
Rentenversicherung vorzeitig gekündigt bzw. beitragsfrei
gestellt werden.
Das mit den genauen Zahlen ist so eine Sache, nicht wahr Herr
Bräutigam! Bei uns ist das krasse Gegenteil der Fall! Aber
z.B. Aktienfonds für´s Alter sind völlig daneben - beim ersten
kleinen finanz. Engpass sind sie verflüssigt! Allerdings
werden die ab 2009 eh keine Bedeutung mehr haben - die
Abgeltungssteuer lässt grüßen!
Und wir kommen darauf zurück. War dieser finanzielle Engpass geplant? Warum schließt man dann trotzdem die Versicherung ab?
Was machen wir denn dann mit der Lebensversicherung? Beim ersten finanziellen Engpass wird sie nicht mehr bezahlt. Und wenn der früh genug kommt, ist sogar mit Beitragsfreistellung Essig. Was denn nun? Planbar oder nicht?
Legen Sie stattdessen Ihr Geld selbst an, haben Sie erstens
deutlich höhere Chancen (wenn Sie es richtig machen) und
zweitens deutlich mehr Flexibilität.
Und später grüßt das Sozialamt!
Was ist denn, wenn ich eine Lebensversicherung bzw. Rentenversicherung bespare? Kann ich denn von Sozialhilfe meine RV weiter bezahlen?
Und wer sagt denn, dass ich mein Geld in Aktienfonds liegen lassen muss?
ich habe an anderer Stelle schon einmal geschrieben, wie ich mir die Anlage für’s Alter vorstelle.
Es gibt Steuerfreibeträge. Und wenn ich dann in 2009 meine Freibeträge ausnutze, kann ich Einiges an vermögen in Aktienfonds ansparen, ohne dass ich befürchten müsste, Unsummen ans FA zu überweisen.
der Vorteil liegt auf der Hand: ich kann von Beginn an Erträge erwirtschaften, bin soweit flexibel, dass ich nebenbei auch mal einen Immobilienerwerb ins Auge fassen kann (was ich mir mit Rürup von Beginn an ebenfalls schenken kann) und kann bei späterer Einzahlung in eine Fondspolice per Einmalzahlung von den Vorteilen dieser Variante profitieren. Die Kosten dieser Variante halten sich deutlich in Grenzen und sie ermöglicht, von den Vorteilen beider Varianten zu profitieren, ohne Angst vor den Nachteilen zu haben.
Oder was macht der Kunde, wenn er heute Angst vor Hartz IV hat und deswegen eine Rürup-Police abschließt, später aber bauen will?
Und was macht der, der einen Immobilienerwerb nicht ausschließen will, deswegen eine KLV abschließt, um dann seinen Job zu verlieren?
Ach wie toll, sind wir aber schön flexibel, oder? Hauptsache, gut Provisionen abgedrückt.
Ist das der Plan?
Eine BUZ-Rente macht in Verbindung zu einer Kapitallebens-
oder Rentenversicherung absolut keinen Sinn.
IM VORLIEGENDEN FALL GEB ICH RECHT!
200 EUR Altersrente bei 1800 Bu-Rente!!?? Was soll das! Das
dient wohl nur dazu, die Provision des Maklers aufzupäppeln!
Und: Nein, ich möchte mich nicht wieder darüber streiten, ob
nun ein Aktienfonds übr 30 Jahre bespart wirklich so
gefährlich ist, wie immer wieder dargestellt wird.
Das Beispiel konnt mir bis heute nicht geliefert werden.
Und: Nein, ein Technologiefonds oder eine Telekomaktie, beide
zu Höchstzeiten per Einmalanlage gekauft, sind nicht geeignet,
einen Sparplan in einen oder mehrere Aktienfonds darzustellen.
Wieder ein Pavlowscher Reflex!
Es gibt aber dazu eh keine zwei Meinungen - es gibt soviel,
mit Steuergeschenken bedachte, Vers.Produke für die
Alterversorgung (bAV = Pensionskasse, Direktvers.
Unterst.kasse,usw, Rürup-Rente,Riesterrente), dass ich nicht
von dieser Welt wäre, wenn ich das ab 2009 STEUERGEMINDERTE
Produkt „Aktienfonds“, noch dazu mit ungewissem Ausgang,hierzu
verwenden würde. Schon mal nachgedacht, welche Rendite solch
ein Fonds erzielen müsste, wenn er das zu kompensieren hätte?
Schon mal darüber nachgedacht, wie wenig die Versicherung erwirtschaftet, um am Ende dann auch ordentlich Steuern darauf zu zahlen?
Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn sich die Berater der Versicherungsbranche darüber freuen, dass die Abgeltungssteuer kommt. Es erinnert ein klein wenig an die Schweine, wenn abends das Futter in die Tröge geschüttet wird.
Aber worüber freuen Sie sich da eigentlich? Bis jetzt ist nur klar, dass sie kommt. Aber nicht wie, darüber wird noch eifrigst diskutiert.
Aber schade ist doch, dass die Abgeltungssteuer nicht für die Versicherungsprodukte zählt, oder?
Hochachtungsvoll,
D. Bräutigam
Auch und trotzdem in Hochachtung!
Und immer noch warte ich auf treffende Beispiele, dass Aktienfonds, vernünftig bespart, nach langer Zeit für lange Zeit in Löcher fallen…