S oder es

hallo,

ich zweifel manchmal was nun richtig ist. spontan fällt mir keine passendes beispiel ein, aber woher weiß ich ob, bei „des kühlschrankES“ ein ES oder ein S wie „des kühlschrankS“ hin muss???

vielleicht bisschen unglücklich ausgedrückt - ich hoffe ihr wisst trotzdem was ich meine :o)

mfg sindy

Hallo Sindy

ich zweifel manchmal was nun richtig ist. spontan fällt mir
keine passendes beispiel ein, aber woher weiß ich ob, bei „des
kühlschrankES“ ein ES oder ein S wie „des kühlschrankS“ hin
muss???

Beim „e“ handelt es sich um ein Fugen-E, meistens um ein so genanntes euphonisches „e“. Es dient also nur der Phonetik, d.h. es ist eine Erleichterung der Aussprache und somit fakultativ. In einigen Fällen ist das Fugen-E aber obligatorisch, wie z.B. in „des Hauses“.

Alles klar?

Gruss
Renato

Beim „e“ handelt es sich um ein Fugen-E, meistens um ein so
genanntes euphonisches „e“. Es dient also nur der Phonetik,
d.h. es ist eine Erleichterung der Aussprache und somit
fakultativ. In einigen Fällen ist das Fugen-E aber
obligatorisch, wie z.B. in „des Hauses“.

Alles klar?

Gruss
Renato

Also ist es wohl egal, ob ich die Wörter mit S oder mit ES schreibe?

Hi,

stimmt so ziemlich. Wenn man aber z.B. einen Eigennamen mit „s“ oder „z“ oder so am Ende hat, hilft manchmal auch ein Apostroph. Beispiel: Tamas’ Hund (nicht: Tamases Hund)

Grüßle,

Susanne

Ja.
Hi.

Also ist es wohl egal, ob ich die Wörter mit S oder mit ES
schreibe?

Ja. Ist bedeutungsmäßig identisch.
Bei manchen Worten klingt es nur ungewohnt oder gestelzt.
der Schrank - des Schranks / des Schrankes
Allerding muss es immer ‚-es‘ heißen, wenn hinten ein Zischlaut steht:

das Holz - des Holzes
der Tisch - des Tisches
das Ross - des Rosses

Markuss

Oh gut jetzt hab ich Klarheit,

danke Leute :smile:

Hallo Susanne,

Wenn man aber z.B. einen Eigennamen mit
„s“ oder „z“ oder so am Ende hat, hilft manchmal auch ein
Apostroph. Beispiel: Tamas’ Hund (nicht: Tamases Hund)

Hmmm, mir hat (zugegeben vor einer halben Ewigkeit) eine Deutschlehrerin mal erklärt, daß man hier mit dem Apostroph arbeiten darf, es aber auch eine andere Möglichkeit gibt:

Thomas hat ein Fahrrad.
Das ist Thomasens Fahrrad.

Das wurde mir in den frühen Achtzigern tatsächlich so beigebracht - klingt aber so scheußlich und tut beim Lesen in den Augen weh, so daß ich trotzdem immer den Apostrophen benutze.

Schönen Gruß,
Robert

Thomas hat ein Fahrrad.
Das ist Thomasens Fahrrad.

Das wurde mir in den frühen Achtzigern tatsächlich so
beigebracht - klingt aber so scheußlich und tut beim Lesen in
den Augen weh, so daß ich trotzdem immer den Apostrophen
benutze.

Hmm Klarheit wurde soeben wieder beseitigt…
Den Ausdruck habe ich ja noch nie gehört…
Gibt es das jetzt immer noch oder war das wirklich nur früher Mode?

Richtigstellung
Hallo, Renato und auch ihr anderen Mitposter und -leser,

ich kann diesen Artikel so nicht unwidersprochen stehen lassen, denn das:

Beim „e“ handelt es sich um ein Fugen-E, meistens um ein so
genanntes euphonisches „e“. Es dient also nur der Phonetik,
d.h. es ist eine Erleichterung der Aussprache und somit
fakultativ. In einigen Fällen ist das Fugen-E aber
obligatorisch, wie z.B. in „des Hauses“.

ist ein deftiger Quark! Des „e“ an dieser Stelle ist das ursprünglich zum „Genitiv-s“ gehörige „e“, der als volle Form „-es“ lautete, die Form mit dem „-s“ allein blieb besonderen Substantiven vorbehalten.
Lies und lest dazu in der Duden-Grammatik den § 382!

Er beginnt:

**Zur Genitivendung

Der Genitiv begegnet in zwei Formen, -es und -s.

  1. Die volle Form -es steht
  • immer bei Substaniven auf -s, -ss, -ß, -x, -z:**

Es folgen Beispiele und weitere Bestimmungen, wann -es steht; weiter unten steht:

**Die kürzere Form s steht

  • bei Substantiven, die auf eine unbetonte Silbe, insbesondere auf e, -ler, -ner, -le, -en, -sel, -tel, -chen, -el, -er, und -ling enden:**

Es folgen wieder Beispiele etc.

Alles klar?

Nichts, aber auch gar NIX war klar! JETZT kann es anfangen, klar zu werden.

Verzeih, die deutliche Sprache! Aber Falsches soll hier keine Transmissionshilfe erhalten.

Es gibt noch anderes Ungereimte in diesem Faden, den ich noch zu entwirren gedenke.

Gruß Fritz

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Also ist es wohl egal, ob ich die Wörter mit S oder mit ES
schreibe?

Nicht ganz! Lies die Regel nach!

Gruß Fritz

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Hi, Markuss,

so pauschal ist deine Antwort nicht korrekt und bedarf der Differenzierung.
Auch hier die Empfehlung: Lies § 382!

Ja. Ist bedeutungsmäßig identisch.
Bei manchen Worten klingt es nur ungewohnt oder gestelzt.
der Schrank - des Schranks / des Schrankes

Was klingt hier gestelzt? Was habt ihr an den Ohren? :wink:

Allerding muss es immer ‚-es‘ heißen, wenn hinten ein
Zischlaut steht:
das Holz - des Holzes
der Tisch - des Tisches
das Ross - des Rosses

Das ist nun korrekt!

Gruß Fritz

Wie wohltuend,
einen nicht zu verbessernden Artikel hier zu lesen! :wink:

Wenn man aber z.B. einen Eigennamen mit
„s“ oder „z“ oder so am Ende hat, hilft manchmal auch ein
Apostroph. Beispiel: Tamas’ Hund (nicht: Tamases Hund)

Der entsprechende Paragraph im Duden: § 413, besonders Ziffer 4.

Grüßle, auch dir!
Fritz

Hallo, Robert,

Hmmm, mir hat (zugegeben vor einer halben Ewigkeit) eine
Deutschlehrerin mal erklärt, daß man hier mit dem Apostroph
arbeiten darf, es aber auch eine andere Möglichkeit gibt:

Das ist eine weitere der fünf Möglichkeiten den Genitiv bei Eigennamen auf -s, -ß, -x, -z, -tz, -ce zu bilden, die im § 314 der Duden-Grammatik genannt werden.

Thomas hat ein Fahrrad.
Das ist Thomasens Fahrrad.
Das wurde mir in den frühen Achtzigern tatsächlich so
beigebracht - klingt aber so scheußlich und tut beim Lesen in
den Augen weh, so daß ich trotzdem immer den Apostrophen
benutze.

Na, das ist aber auch ein extrem unglücklich gewähltes Beispiel, wenn du Fritzens Meinung dazu hören willst. ;.)

Schönen Gruß,
Fritz

…ens
Hi Syd,

Das ist Thomasens Fahrrad.

Gibt es das jetzt immer noch oder war das wirklich nur früher Mode?

das ist erst seit der Gründung von Pirmasens üblich.

Gruß Ralf

Hallo, Syd,

Den Ausdruck habe ich ja noch nie gehört…

Das ist ein Grund mal zur Duden-Grammatik zu greifen. Die §§ habe ich oben genannt. :wink:

Gibt es das jetzt immer noch oder war das wirklich nur früher Mode?

Das ist beste gängige Regel, nein, leider nicht mehr gängig wegen dem abundanten genischen Sexitiv, nein, wegen des überall herumgeisternden „s“ mit dem Apostroph’s, wegen des sächsischen Genitiv’s.
Also ihr wisst, was ich meine. :wink:

Fritz

Oh gut, jetzt hab ich Klarheit,

Geh das Ganze lieber noch einmal durch; mit dem Duden in der Hand!
Gruß Fritz

Wieso Richtigstellung???
Lieber Fritz

Kann Quark deftig sein?

D a s „e“ an dieser Stelle ist das
ursprünglich zum „Genitiv-s“ gehörige „e“, d as als volle Form
„-es“ lautete, die Form mit dem „-s“ allein blieb besonderen
Substantiven vorbehalten.

Hab ich was anderes behauptet?
Ich habe nur die Erkärung zum „e“ gegeben, das einen rein euphonischen Ursprung hat. Es ging bei der Frage ja nicht darum, wie man einen Genitiv bildet, sondern nur darum, ob das „e“ zwingend ist oder nicht. Und das ist es eben nicht (mehr) in allen Fällen! Du sagst ja selbst: (…) lautete , (…) blieb vorbehalten.

Es gibt noch anderes Ungereimte s in diesem Faden, den ich noch
zu entwirren gedenke.

Na, dann viel Spass!
Renato

Lieber Renato,

Kann Quark deftig sein?

Na, und wie! Koste mal meinen! :wink:

D a s „e“ an dieser Stelle ist das
ursprünglich zum „Genitiv-s“ gehörige „e“, d as * als volle Form
„-es“ lautete, die Form mit dem „-s“ allein blieb besonderen
Substantiven vorbehalten.

Bin ich froh, dass mir diese Tippfehler immer wieder unterlaufen.
* Hier meinte ich allerdings wirklich „der“, nämlich „Genitiv“.

Hab ich was anderes behauptet?

Ja, du sprachst von Fugen-e, das nur der Aussprache wegen eingefügt worden sei. Das „-es“ aber war die eigentliche Genitiv-Endung. Hatte also mit Aussprache nichts zu tun.

Ich habe nur die Erkärung zum „e“ gegeben, das einen rein
euphonischen Ursprung hat.

Siehste, und gerade das stimmt eben nicht!

Darum Richtigstellung!

Gruß Fritz

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Nabend,

also alles was auf ne art s oder ähnliches endet da kommt das „e“ mit rein…ich glaub das habe ich verstanden.

wäre es trotzdem falsch zum beispiel bei, meinem vorhin gewählten beispiel, „kühlschrank“ ein „e“ mit rein zu hängen für kühlschrankes?

habe leider keinen grammatik-duden.

also alles was auf ne art s oder ähnliches endet da kommt das
„e“ mit rein…ich glaub das habe ich verstanden.

Ja, der Begriff „Zischlaut“, der oben fiel, passt da ganz gut.

wäre es trotzdem falsch zum beispiel bei, meinem vorhin
gewählten beispiel, „kühlschrank“ ein „e“ mit rein zu hängen
für kühlschrankes?

Nein, in der Duden-Grammatik wird das oft so:

des Kühlschrank[e]s

oder ähnlich geschrieben. Ich würde beim Kühlschrank kein „e“ einfügen, aber das ist ein wenig Geschmackssache.

habe leider keinen grammatik-duden.

Dann wird es aber Zeit!
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Gruß Fritz

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