ich zweifel manchmal was nun richtig ist. spontan fällt mir keine passendes beispiel ein, aber woher weiß ich ob, bei „des kühlschrankES“ ein ES oder ein S wie „des kühlschrankS“ hin muss???
vielleicht bisschen unglücklich ausgedrückt - ich hoffe ihr wisst trotzdem was ich meine :o)
ich zweifel manchmal was nun richtig ist. spontan fällt mir
keine passendes beispiel ein, aber woher weiß ich ob, bei „des
kühlschrankES“ ein ES oder ein S wie „des kühlschrankS“ hin
muss???
Beim „e“ handelt es sich um ein Fugen-E, meistens um ein so genanntes euphonisches „e“. Es dient also nur der Phonetik, d.h. es ist eine Erleichterung der Aussprache und somit fakultativ. In einigen Fällen ist das Fugen-E aber obligatorisch, wie z.B. in „des Hauses“.
Beim „e“ handelt es sich um ein Fugen-E, meistens um ein so
genanntes euphonisches „e“. Es dient also nur der Phonetik,
d.h. es ist eine Erleichterung der Aussprache und somit
fakultativ. In einigen Fällen ist das Fugen-E aber
obligatorisch, wie z.B. in „des Hauses“.
Alles klar?
Gruss
Renato
Also ist es wohl egal, ob ich die Wörter mit S oder mit ES schreibe?
stimmt so ziemlich. Wenn man aber z.B. einen Eigennamen mit „s“ oder „z“ oder so am Ende hat, hilft manchmal auch ein Apostroph. Beispiel: Tamas’ Hund (nicht: Tamases Hund)
Also ist es wohl egal, ob ich die Wörter mit S oder mit ES
schreibe?
Ja. Ist bedeutungsmäßig identisch.
Bei manchen Worten klingt es nur ungewohnt oder gestelzt.
der Schrank - des Schranks / des Schrankes
Allerding muss es immer ‚-es‘ heißen, wenn hinten ein Zischlaut steht:
das Holz - des Holzes
der Tisch - des Tisches
das Ross - des Rosses
Wenn man aber z.B. einen Eigennamen mit
„s“ oder „z“ oder so am Ende hat, hilft manchmal auch ein
Apostroph. Beispiel: Tamas’ Hund (nicht: Tamases Hund)
Hmmm, mir hat (zugegeben vor einer halben Ewigkeit) eine Deutschlehrerin mal erklärt, daß man hier mit dem Apostroph arbeiten darf, es aber auch eine andere Möglichkeit gibt:
Thomas hat ein Fahrrad.
Das ist Thomasens Fahrrad.
Das wurde mir in den frühen Achtzigern tatsächlich so beigebracht - klingt aber so scheußlich und tut beim Lesen in den Augen weh, so daß ich trotzdem immer den Apostrophen benutze.
Thomas hat ein Fahrrad.
Das ist Thomasens Fahrrad.
Das wurde mir in den frühen Achtzigern tatsächlich so
beigebracht - klingt aber so scheußlich und tut beim Lesen in
den Augen weh, so daß ich trotzdem immer den Apostrophen
benutze.
Hmm Klarheit wurde soeben wieder beseitigt…
Den Ausdruck habe ich ja noch nie gehört…
Gibt es das jetzt immer noch oder war das wirklich nur früher Mode?
Richtigstellung
Hallo, Renato und auch ihr anderen Mitposter und -leser,
ich kann diesen Artikel so nicht unwidersprochen stehen lassen, denn das:
Beim „e“ handelt es sich um ein Fugen-E, meistens um ein so
genanntes euphonisches „e“. Es dient also nur der Phonetik,
d.h. es ist eine Erleichterung der Aussprache und somit
fakultativ. In einigen Fällen ist das Fugen-E aber
obligatorisch, wie z.B. in „des Hauses“.
ist ein deftiger Quark! Des „e“ an dieser Stelle ist das ursprünglich zum „Genitiv-s“ gehörige „e“, der als volle Form „-es“ lautete, die Form mit dem „-s“ allein blieb besonderen Substantiven vorbehalten.
Lies und lest dazu in der Duden-Grammatik den § 382!
Er beginnt:
**Zur Genitivendung
Der Genitiv begegnet in zwei Formen, -es und -s.
Die volle Form -es steht
immer bei Substaniven auf -s, -ss, -ß, -x, -z:**
Es folgen Beispiele und weitere Bestimmungen, wann -es steht; weiter unten steht:
**Die kürzere Form s steht
bei Substantiven, die auf eine unbetonte Silbe, insbesondere auf e, -ler, -ner, -le, -en, -sel, -tel, -chen, -el, -er, und -ling enden:**
Es folgen wieder Beispiele etc.
Alles klar?
Nichts, aber auch gar NIX war klar! JETZT kann es anfangen, klar zu werden.
Verzeih, die deutliche Sprache! Aber Falsches soll hier keine Transmissionshilfe erhalten.
Es gibt noch anderes Ungereimte in diesem Faden, den ich noch zu entwirren gedenke.
Wie wohltuend,
einen nicht zu verbessernden Artikel hier zu lesen!
Wenn man aber z.B. einen Eigennamen mit
„s“ oder „z“ oder so am Ende hat, hilft manchmal auch ein
Apostroph. Beispiel: Tamas’ Hund (nicht: Tamases Hund)
Der entsprechende Paragraph im Duden: § 413, besonders Ziffer 4.
Hmmm, mir hat (zugegeben vor einer halben Ewigkeit) eine
Deutschlehrerin mal erklärt, daß man hier mit dem Apostroph
arbeiten darf, es aber auch eine andere Möglichkeit gibt:
Das ist eine weitere der fünf Möglichkeiten den Genitiv bei Eigennamen auf -s, -ß, -x, -z, -tz, -ce zu bilden, die im § 314 der Duden-Grammatik genannt werden.
Thomas hat ein Fahrrad.
Das ist Thomasens Fahrrad.
Das wurde mir in den frühen Achtzigern tatsächlich so
beigebracht - klingt aber so scheußlich und tut beim Lesen in
den Augen weh, so daß ich trotzdem immer den Apostrophen
benutze.
Na, das ist aber auch ein extrem unglücklich gewähltes Beispiel, wenn du Fritzens Meinung dazu hören willst. ;.)
Das ist ein Grund mal zur Duden-Grammatik zu greifen. Die §§ habe ich oben genannt.
Gibt es das jetzt immer noch oder war das wirklich nur früher Mode?
Das ist beste gängige Regel, nein, leider nicht mehr gängig wegen dem abundanten genischen Sexitiv, nein, wegen des überall herumgeisternden „s“ mit dem Apostroph’s, wegen des sächsischen Genitiv’s.
Also ihr wisst, was ich meine.
D a s „e“ an dieser Stelle ist das
ursprünglich zum „Genitiv-s“ gehörige „e“, d as als volle Form
„-es“ lautete, die Form mit dem „-s“ allein blieb besonderen
Substantiven vorbehalten.
Hab ich was anderes behauptet?
Ich habe nur die Erkärung zum „e“ gegeben, das einen rein euphonischen Ursprung hat. Es ging bei der Frage ja nicht darum, wie man einen Genitiv bildet, sondern nur darum, ob das „e“ zwingend ist oder nicht. Und das ist es eben nicht (mehr) in allen Fällen! Du sagst ja selbst: (…) lautete , (…) blieb vorbehalten.
Es gibt noch anderes Ungereimte s in diesem Faden, den ich noch
zu entwirren gedenke.
D a s „e“ an dieser Stelle ist das
ursprünglich zum „Genitiv-s“ gehörige „e“, d as * als volle Form
„-es“ lautete, die Form mit dem „-s“ allein blieb besonderen
Substantiven vorbehalten.
Bin ich froh, dass mir diese Tippfehler immer wieder unterlaufen.
* Hier meinte ich allerdings wirklich „der“, nämlich „Genitiv“.
Hab ich was anderes behauptet?
Ja, du sprachst von Fugen-e, das nur der Aussprache wegen eingefügt worden sei. Das „-es“ aber war die eigentliche Genitiv-Endung. Hatte also mit Aussprache nichts zu tun.
Ich habe nur die Erkärung zum „e“ gegeben, das einen rein
euphonischen Ursprung hat.