S/w-Film Entwicklung

H^allo Leute,

n^achdem ich seit einiger Zeit fotogr^afiere beginne ich nun mit dem Selbstentwickeln und Vergrößern. Leider gibt es d^azu unendlich viel Tipps usw., d^ass ich g^ar nicht mehr so richtig den Überblick beh^alten ka^nn, ob eine a^bsolute Sta^nd^ard^ausrüstung reicht oder wor^auf es gen^au ^ankommt.

GEn^auso sieht es mit dem Vergrößerer ^aus (K^aiser VP 6000 von eb^ay), da^ ist so ein komisches Gerät da^bei, wozu ich im Internet keine Inform^ationen bekomme.

Wer ka^nn mir helfen und gibt mir die wichtigsten A^nfängertipps?

S/W-Entwicklung und Vergrößerung ist relativ einfach. Ich habe es sogar ohne Kurse kapiert und anderen dann in VHS-Kursen beigebracht - das heißt was! Beim Entwickeln des Film hältst Dich am Besten an die Anweisung des Entwicklerherstellers (Agfa, Tetenal o.a.). Bei den Anleitungen zum Vergrößern reicht es, wenn Du das billigste Taschenbuch kaufst. Das bietet mehr Infos, als Du wahrscheinlich jemals machst. Oft haben auch die Papierhersteller kostenlose Info-Heftchen, die einen sehr guten Einblick geben.

Einen Tip will ich doch noch loswerden. Halte Dich bei der Filmentwicklung präzise an die Anleitung! Das gilt besonders für die Zeitangaben. Da kann vieles schiefgehen. Dann rolle fleißig die Entwicklerbox während der Entwicklerzeit auf dem Tisch hin- und her.

Die techn. Ausrüstung zum Vergrößern muß nicht teuer sein. Mein Vergrößerer ist ein altes Ding, das sicherlich mehr als 30/40 Jahre - Flohmarkt - alt ist (Teufel VG 6x9). Für mich ist u.a. die Zeitschaltuhr, die automatisch die Belichtung abschaltet, das wichtigste Teil!

Der größte Feind dieser Spielerei ist der Staub, dann die eigene Ungeduld. Danach erst kommt eine zu starke Laborbeleuchtung.

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Hallo Matthias,

herzliches Beileid für Deinen Stotterfehler :wink: (Mal im Ernst, wo kommen die ganzen komischen Sonderzeichen her?)

Für den Anfang reicht wirklich einen billige handlich kleine Basisausstattung, wobei man zwischen Film- und Papierentwicklung differenzieren muss. Für die Filmentwicklung s/w reicht eine Entwicklungsdose (am besten gleich eine für zwei oder mehr Filme gleichzeitig nehmen), ggf. ein Spülgerät, also ein Schlauchaufsatz für den Wasserhahn, der dann genau in die Einfüllöffnung der Dose passt, eine Filmklammer, ein Abstreifer und die passende Chemie. Ein kleiner Satz billiger Messbecher aus Kunststoff schadet zum Anmischen auch nicht, und 2 undurchsichtige Chemikalienflaschen für die Aufbewahrung der Chemie schaden auch nicht, ebensowenig ein großer Behälter für den Chemieabfall zwecks späterer Entsorgung.

Für die Papierentwicklung wird es geringfügig aufwendiger. Der reine s/w Vergrößerer hat nur eine Grundplatte, einen Kopf mit einfacher Opallampe, Filmbühne und Objektiv. Sinnigerweise schaltet man die Lampe aber zur Belichtung nicht per Hand sondern nutzt einen mehr oder weniger ausgeklügelten Belichtungsautomat. Im einfachsten Fall eine Schaltuhr, im kompliziertesten Fall ein Belichtungscomputer mit Farbkorrektur (für die Color-Arbeit), etc. Ich habe damals als günstigen Kompromiss von Kaiser so einen kleinen Halbautomaten gehabt, bei dem man mit einer Fotozelle die Belichtung auf der Grundplatte messen und dann die Zeit manuell gegen LED-Kontrolle passend justieren konnte.

Ist das Bild belichtet, geht es nach und nach in die Wannen mit der Chemie (so groß wie bei der zur Verfügung stehenden Standfläche möglich wählen) und dann ins Wasser (kann das Spülbecken sein, kann aber auch eine eigene Wanne sein). Dazu dann noch ein paar Klammern, wenn man sich die Finger nicht versauen will, eine DuKa-Leuchte, ein Abstreifer, einige Pappen zum Trocknen lassen, Chemiekalienflaschen, Chemie und Papier, fertig. (Wie sieht es eigentlich heute mit dem Papier aus, habe damals immer Ilford Multigrade II verwendet, bei dem man die Gradation über Folienfarbfilter bestimmte, wie ist die Entwicklung eigentlich weitergegangen?)

BTW: Und nichts geht über einen eigenen DuKa-Raum, richtig dunkel und mit abschließbarer Tür. Und wenn dann noch ein Kühlschrank drin steht … Da konnte man sich die langen Abende immer ganz gut versüßen.

Viele liebe Grüße vom Wiz

www.sw-magazin.de
Eine ganz tolle Fundgrube diesbezüglich ist die Website „www.sw-magazin.de“, und da links die Wollstein-Kolumne und die Rubrik „Hobbylabor“ - da finden auch fortgeschrittene Schwarzweiß-Liebhaber eine Fülle von Tipps.