Hallo Matthias,
herzliches Beileid für Deinen Stotterfehler
(Mal im Ernst, wo kommen die ganzen komischen Sonderzeichen her?)
Für den Anfang reicht wirklich einen billige handlich kleine Basisausstattung, wobei man zwischen Film- und Papierentwicklung differenzieren muss. Für die Filmentwicklung s/w reicht eine Entwicklungsdose (am besten gleich eine für zwei oder mehr Filme gleichzeitig nehmen), ggf. ein Spülgerät, also ein Schlauchaufsatz für den Wasserhahn, der dann genau in die Einfüllöffnung der Dose passt, eine Filmklammer, ein Abstreifer und die passende Chemie. Ein kleiner Satz billiger Messbecher aus Kunststoff schadet zum Anmischen auch nicht, und 2 undurchsichtige Chemikalienflaschen für die Aufbewahrung der Chemie schaden auch nicht, ebensowenig ein großer Behälter für den Chemieabfall zwecks späterer Entsorgung.
Für die Papierentwicklung wird es geringfügig aufwendiger. Der reine s/w Vergrößerer hat nur eine Grundplatte, einen Kopf mit einfacher Opallampe, Filmbühne und Objektiv. Sinnigerweise schaltet man die Lampe aber zur Belichtung nicht per Hand sondern nutzt einen mehr oder weniger ausgeklügelten Belichtungsautomat. Im einfachsten Fall eine Schaltuhr, im kompliziertesten Fall ein Belichtungscomputer mit Farbkorrektur (für die Color-Arbeit), etc. Ich habe damals als günstigen Kompromiss von Kaiser so einen kleinen Halbautomaten gehabt, bei dem man mit einer Fotozelle die Belichtung auf der Grundplatte messen und dann die Zeit manuell gegen LED-Kontrolle passend justieren konnte.
Ist das Bild belichtet, geht es nach und nach in die Wannen mit der Chemie (so groß wie bei der zur Verfügung stehenden Standfläche möglich wählen) und dann ins Wasser (kann das Spülbecken sein, kann aber auch eine eigene Wanne sein). Dazu dann noch ein paar Klammern, wenn man sich die Finger nicht versauen will, eine DuKa-Leuchte, ein Abstreifer, einige Pappen zum Trocknen lassen, Chemiekalienflaschen, Chemie und Papier, fertig. (Wie sieht es eigentlich heute mit dem Papier aus, habe damals immer Ilford Multigrade II verwendet, bei dem man die Gradation über Folienfarbfilter bestimmte, wie ist die Entwicklung eigentlich weitergegangen?)
BTW: Und nichts geht über einen eigenen DuKa-Raum, richtig dunkel und mit abschließbarer Tür. Und wenn dann noch ein Kühlschrank drin steht … Da konnte man sich die langen Abende immer ganz gut versüßen.
Viele liebe Grüße vom Wiz