Saarloos und Tschechoslowakischer Wolfshund

Hallo allerseits!
Danke im Vorraus für Antworten!
Ich besitze momentan 9 Tiere, darunter 2 Australian Shepherd-Mischlinge und einen Alaskan Husky.
Doch ich glaube im Wolfshund meine Traumrasse gefunden zu haben. Ich war nämlich auf der Suche nach „wölfischen“, großen, robusten Hunden, die man im Rudel und in Teil-Außenhaltung halten kann. Was natürlich nicht bedeutet, Zwingerhaltung, sondern Gehegehaltung mit einem passenden Quartier. Aber ich finde keine Literatur!!!
Außerdem bin ich mir nicht so einig ob saarloos oder tschechoslowake!!?? Wer hat erfahrung mit diesen rassen, wer kann mir über diese rassen genaueres berichten???

DANKE^^ LG Lara

Hallo,

diese Rassen stammen ab von Wolfshybriden und nähren m.E. vor allem die Wünsche von Leuten, die optisch besonders wolfsähnliche Hunde haben möchten. Mit der optischen Wolfsähnlichkeit kommt aber eben auch die weniger vorhandene Domestikation, so dass die Haltung und Erziehung kein Spaß ist. Es gilt ähnliches wie etwas weiter unten im Artikel über den Kanaan-Hund. Abgesehen davon, dass man über den Sinn dieser Rasse trefflich streiten kann: Solche Hunde sind etwas für absolute Hundeprofis in naturverbundener Lebensweise.

Der Grund, warum Du vermutlich wenig Info im Netz gefunden hast, ist die falsche Schreibweise. Es heißt Saarloos Wolfhund (ohne s) und Tschechischer Wolfshund, denn die Tschechoslowakei gibt es schon seit einer Weile nicht mehr.

http://www.hundund.de/rassen/tschechischerwolfshund/
http://www.hundund.de/rassen/saarloos-wolfshund/

Gruß,

Myriam

Hallo!

Myriam hat Recht, was den Ursprung beider Rassen angeht. Züchter behaupten gerne, ihre Hunde wären absolut familientauglich, streßresistent und sehr gesund. Leider trifft das auf weniger als 50% zu. Wölfe können nicht domestiziert werden, mit Erreichen der Geschlechtsreife werden sie scheu und mißtrauisch den Menschen gegenüber. Sie sind dann nicht mehr im Haus zu halten und Kontakt zu unbekannten Reizen, Menschen und Tieren kann zu Angstausbrüchen oder massiven Aggressionen führen. Ein Großteil der Hunde, bei denen 25% oder mehr „Wolfsblut“-Anteil eingezüchtet ist, reagiert genau so. Leider kann man diese Anlagen weder an den Elterntieren noch am Verhalten der Welpen erkennen (s.o.). Sicher ist eine Haltung im Freigehege möglich, allerdings kann dann jeder weitere Versuch, die Tiere irgendwo mit hinzunehmen, zu vergesellschaften oder auch nur tierärztlich zu behandeln gelinde gesagt äußerst schwierig werden. Ich bin von Wölfen auch fasziniert und begeistert, trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, einen Hund dieser Rassen zu halten, weil sie einfach nicht in unsere Zivilisation gehören und dort unter massivem Streß leiden.
Als Alternative, was das Aussehen und die robuste Art angehen, wären Siberian Husky, Alaskan Malmute oder auch Wolfspitz zu überlegen. Oder Mischlinge dieser Rassen, die es im Tierheim zu Hauf gibt! Ganz abgesehen davon ist die Frage, ob Du bei so vielen Tieren einem weiteren gerecht werden kannst. Für mich gilt der Spruch, daß man nicht mehr Hunde als Hände haben sollte - und ich spreche aus Erfahrung, da ich mit bis zu sieben Hunden gleichzeitig unterwegs gewesen bin! Das ging aber auch nur, weil alle super erzogen und sozialisiert waren und ich dauernd meine Augen überall hatte. Entspannend waren diese Rundgänge für mich nicht!!! Überleg Dir, ob Du Dir das für ein Hundeleben lang antun willst, bei mir waren es immer nur ein paar Tage, wenn ich die Hunde von Freunden in Pflege hatte - und ich war froh, wenn wieder Ruhe eingekehrt war!

Mit freundlichen Grüßen

Archie

Also ich denke ich kann auch aus erfahrung sprechen, wie schon erwähnt habe ich bereites drei große hunde, einer davon alaskan husky.
also ich finde nicht, dass man nur 2 hunde halten sollte. außerdem kann man sich niemals einen malamute, husky oder co. anschaffen, nur um sie im gehege zu halten oder aus faszination!!! ich betreibe hobby-schlittenhundesport, sonst hätte ich mir niemals einen husky geholt!
meine zukünftigen wolfshunde würde ich auch niemals mit in die stadt nehmen oder so, wir wohnen direkt am wald. wenn ich ein 6000qm gehege habe, werde ich auch nicht so übermäßig spazieren gehen müssen. wieso denn massiever stress, wenn sie idyllisch im rudel am wald leben???
bitte durchdenke dir das noch mal!
MfG Lara

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Also ich denke ich kann auch aus erfahrung sprechen, wie schon
erwähnt habe ich bereites drei große hunde, einer davon
alaskan husky.

Warum brauchst Du dann noch weitere?

also ich finde nicht, dass man nur 2 hunde halten sollte.
außerdem kann man sich niemals einen malamute, husky oder co.
anschaffen, nur um sie im gehege zu halten oder aus
faszination!!!

Natürlich kann man einen Schlittenhund aus Faszination halten! Und daß es genügend Leute gibt, die diese Hunde nicht nur im Gehege halten, sondern sogar im Zwinger, ist allgemein bekannt - und traurig!!!

ich betreibe hobby-schlittenhundesport, sonst
hätte ich mir niemals einen husky geholt!
meine zukünftigen wolfshunde würde ich auch niemals mit in die
stadt nehmen oder so, wir wohnen direkt am wald. wenn ich ein
6000qm gehege habe, werde ich auch nicht so übermäßig
spazieren gehen müssen. wieso denn massiever stress, wenn sie
idyllisch im rudel am wald leben???
bitte durchdenke dir das noch mal!

Ich habe es durchdacht!
Erstens: wozu brauchst Du Hunde, die in einem 6000 qm großen Gehege leben, die Du nur zur Fütterungszeit siehst und mit denen Du nicht spazierengehen willst - oder zumindest nicht so viel?
Zweitens: was ist, wenn Du - was ich Dir nicht wünsche - umziehen müsstest, krank würdest oder aus anderem Grund die Hunde für eine Weile nicht betreuen könntest?
Drittens: mindestens 1x im Jahr muß entweder der Tierarzt zu Euch kommen oder Du mußt mit den Tieren in die Praxis! Mit idyllisch im Rudel lebenden Wolfshunden, die nur an Dich gewöhnt sind, ist das aber wahrscheinlich nicht möglich.
Und was machst Du mit den Hunden, wenn sich einer verletzt? Wenn er ernsthaft erkrankt, wenn Du täglich Medizin geben oder mit ihm zum TA mußt? Ganz abgesehen davon, daß Du bei einem im Wald lebenden Rudel entschieden weniger Kontakt haben wirst, die Hunde sind weniger auf Dich und mehr auf einander eingespielt - wenn Du das so willst, ist das sicher in Ordnung, ich habe Dich halt nur auf die möglichen Probleme aufmerksam machen wollen!
Wenn Du jemanden suchst, der das für eine tolle Idee hält, wirst Du ihn in mir nicht finden, denn ich bin der Ansicht, daß meine Hunde mich so viel wie möglich begleiten sollten, ich will mit ihnen zusammen sein, zusammen leben und jede mögliche Minute mit ihnen genießen! Aber das ist MEINE Meinung - Dir sei Deine freigestellt!
Mit freundlichen Grüßen

Archie

MfG Lara

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Hallo Archie,
hab mich lange jetzt mit Lara unterhalten.
Ihre Ideen sind einleuchtend. Da ich einen 40%igen TSW trainieren durfte konnte ich ihr außerhalb des Forum etwas helfen hoffe ich. Aber!
warum ich dich anschreibe… Lara ist unter 18 Jahre alt und noch in der Schule. Gönn ihr Träume.
Und an dich Lara… Glaub mir ich meinte meine Tipps nur gut.

Gruß Steffen

Hallo Steffen!
Finde ich prima, dein Engagment!!! Da mit 17 meine Träume auch noch in diese Richtung gingen, hoffe ich, mit dem Alter kommt auch bei Lara die „Weisheit“ :smile:

Lara! Ich wollte Dir gewiss nichts Böses! Ich kenne nur ein paar Wolfshunde, deren Besitzer entnervt aufgegeben haben und wollte Dir und dem Hund den Streß ersparen!
Ich wünsche Euch beiden ein gutes und segensreiches Jahr 2008!

Archie