Hallo liebe Experten!
Meine Familie und ich haben uns einen Altbau gekauft. An der Hausfassade sind an wenigen Stellen kleine Einrisse, sogenannte Sackrisse. Was können wir selber auf einfache Art und Weise dagegen tun? Danke für ihren Rat.
Hallo Unbekannter…
Es gibt drei Möglichkeiten, Einzelrisse zu sanieren. Beim ersten Verfahren werden die Risse aufgeweitet und die Rissränder mit einer festigenden Imprägnierung grundiert. Aufgefüllt werden die Risse mit einem möglichst elastischen Mörtel wie beispielsweise kunstharzmodifizierte mineralische oder organisch gebundene Feinmörtel. Insbesondere Sackrisse oder konstruktionsbedingte Risse, die sich nicht mehr weiter ausweiten, können mit dieser Methode gut saniert werden.
Die zweite Möglichkeit der Einzelrisssanierung ist die Rissüberbrückung mit Putz. Dafür wird der Putz beidseitig auf einer Breite von etwa 20 Zentimeter entfernt und eine Trennlage aufgebracht, um Putz und Putzgrund zu entkoppeln. Als Putzträger wird anschließend ein Drahtgewebe aufgebracht, das 5 mm Abstand vom Untergrund hat und an den Rändern im Abstand von 25 mm befestigt wird. Zum Schluß wird der Putz in zwei Lagen aufgebracht. Dies Methode findet bei Rissen mit geringer Restverformung, die konstruktiv bedingt sind oder durch Materialwechsel im Putzgrund (Deckenschubriss) verursacht wurden, seine Anwendung.
Bei geradlinig verlaufenden Rissen, bei denen eine sichtbare Dehnungsfuge optisch akzeptabel ist, besteht die Möglichkeit eines flexiblen Rissverschlusses. Beispiele hierfür wären Schubrisse oder Risse, die durch unterschiedliche Bauteile entstanden sind. Zur Sanierung wird der Riss zu einer Fuge ausgeweitet, deren Breite mindestens 8 mm beträgt und durch die gesamte Putzdicke geht. Als Grundierung der Fugenflanken wird anschließend eine festigende Imprägnierung aufgebracht, die Fuge mit einer Schaumstoffschnur hinterfüttert und mit einem plastoelastischen Fugendichtstoff bzw. Dehnungsfugenprofil verfüllt.
Gruß ein genauso unbekannter
Hallo,
schau bitte bei google unter Sackrisse nach.Besser als es da steht kann ich es auch nicht erklären.Danke
mit freundlichen Gruß
K.Seiffert
Hallo
kann ich leider nicht weiterhelfen,sorry
lg Peter
Hallo Kilimandscharo,
das Thema scheint mir sehr komplex zu sein. Ich rate Dir auf www.gaenssmantel.de/downloads/Manuskript_Risse.pdf zu gehen. Dort wirst Du umfassend informiert.
Gruß
topdidi
Hallo Kilimandscharo,
ich hatte an meinem Haus auch Risse im Putz, ich habe sie mit Acril ausgespritzt und mit Fassadenfarbe überstrichen, das hat bis jetzt über 8 Jahre gehalten. Es wäre einen Versuch wert.
Viele Grüsse
Großer Bär
Hallo Kilimanscharo,
tut mir leid, daß es mit meiner Antwort etwas gedauert hat.
Also - die Setzrisse kann und sollte man natürlich beseitigen, speziell dann, wenn Diese klein sind.
Alleine schon deshalb, weil durch diese Risse Wasser verstärkt ins Mauerwerk eindringen kann und bei Frost sogar Teile der Außenfassage abplatzen können, in jedem Fall aber den rechten Halt verlieren.
Dafür gibts im Baumarkt speziellen Hausfassaden-Feinmörtel, den man nach gründlicher Vorreinigung mit Wasser und grober Bürste dann mit dem Spachtel so gut es geht in den Riss/die Risse hineinschmiert und den überflüssigen Mörtel dann vorsichtig mit einem nassen Schwamm entfernt. Ein anschließendesentsprechendes malen mit der richtigen Fassadenfarbe (nach guter Abtrockning des Mörtels) kann in keinem Fall schaden und bessert das Haus optisch auf.
Das ein Haus sich im Lauf der Zeit Zeit setzt, es also ein wenig absackt, da die gesamte Masselast den Hauses ja über einen langen Zeitraum auf die Fundamentierung wirkt, ist auch für Laien nicht weiter überraschend - speziell, wenn es sich um einen Altbau handelt, der schon vor diversen Dekaden errichtet worden ist.
Auch der Boden ist - über den Zeitraum von Jahrzehnten betrachtet - nicht so ewig und stabil, wie es fürs erste scheint. Auch dort gibt es in allen möglichen Tiefenschichten Veränderungen durch Komprimierungserscheinungen verschiedenartiger Gesteinsarten unterschiedlicher Porosität und Druckfestigkeit, Auswaschungen durch das hochkomplexe Netzt unterirdischer Grundwassersysteme bis hin zu mehr oder minder großen Kavernen sehr tief im Untergrund, die durch die gewaltige Gesteinslast über ihnen nach und nach zusammengepreßt werden.
Sonderfälle sind hier natürlich Absackungen in der Nähe von Bergbaugebieten, Wohnsiedlungen, die auf ehem. Mülldeponien errichtet wurden und Häuser in Erdbebengebieten (z.B. Rheingraben, Kölner Bucht, Schwäbische Alb -> WIKIPEDIA -> http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Erdbeben_in_D…)
Ich hoffe, ein klein wenig weiter geholfen zu haben.
MfG
Harald Mohr ![]()
***