Hallo Deutschasse!
Eine klitzekleine Frage zu diesem Satzteil:
„…um zu rekonstruieren, was sie erinnern konnte.“
Mir geht es um das „erinnern“. Eigentlich kenne ich dieses Verb nur in der Verbindung mit „sich“ ([woran] sich erinnern).
Funktioniert der Satzteil auch ohne „sich“ oder wird er dann falsch/ lückenhaft?
Bitte um Meinung/ Fakten!
Danke euch im Voraus,
Danielle
Hallo, Danielle,
„erinnern“ wird normalerweise und meistens reflexiv, also mit „sich“ und der Präposition „sich“ gebracht. Und so kennst du es wohl auch und so ist es dir vertraut.
Aber es gibt auch die Verwendung als transitives Verb, also mit Akkusativ und ohne sich und ohne Präposition.
Die Verwendung kommt eher in Norddeutschland vor, sagt der Duden:
_ er|in|nern [mhd. (er)innern, ahd. innaron= machen, dass jmd. einer Sache inne wird, zu ahd. innaro = inwendig]:
- im Gedächtnis bewahrt haben u. sich dessen wieder bewusst werden: ich erinnere mich an den Vorfall, an diesen Menschen/(geh.
dieses Menschen/(österr., schweiz.
auf diesen Menschen; wenn ich mich recht erinnere; ich erinnere ihn gut; das erinnere ich nicht.
- a) die Erinnerung an jmdn., etw. bei jmdm. wachrufen; wieder ins Bewusstsein rufen: dieses Denkmal erinnert [uns] an vergangene Zeiten; ich will nicht mehr daran erinnert werden; b) veranlassen, an etw. zu denken, jmdn., etw. nicht zu vergessen: jmdn. an sein Versprechen e.; c) durch seine Ähnlichkeit ins Bewusstsein bringen: sie, ihre Stimme erinnert mich lebhaft an meine Schwester. 3. (veraltend) vorbringen, zu bedenken geben: ich habe Verschiedenes dagegen zu e.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_
Gruß Fritz, der Deutschbube
Danke, lieber ‚Deutschbube‘!!! OWT
OWT!!!
„…um zu rekonstruieren, was sie erinnern konnte.“
Der Satz ist falsch. Richtig ist ohne Zweifel: „“…um zu rekonstruieren, woran sie sich erinnern konnte."
Ganzkörperzitat beschnitten.
FritzMOD
Du scheinst meine Ausführungen nicht gelesen zu haben!
Fritz