Sätze ohne Verb in offiziellen Dokumenten?

Guten Tag zusammen,

ich schreibe gerade an meiner Diplomarbeit und da sollte man natürlich sehr sachlich, wissenschaftlich und nüchtern schreiben.

Darf man ein Konstrukt wie „Soviel zum Stand der Technik. Darüberhinaus…“ in solch einem Dokument verwenden, oder ist davon eher abzuraten? „Soviel zum Stand der Technik.“ ist ja nun kein (vollständiger) Satz, da er kein Verb enthält, aber müsste dennoch mit einem Punkt terminiert werden.

Ich bin mir da etwas unsicher.

Vielen Dank schon einmal für Ihre Hilfe im Voraus.

Beste Grüße

Ihr Marius Heidenstecker

Guten Tag, Marius!

Darf man ein Konstrukt wie „Soviel zum Stand der Technik.
Darüberhinaus…“ in solch einem Dokument verwenden,

Ich sehe keinen Grund, solch eine Satz zu meiden. Er entspricht gutem mündlichen Sprachgebrauch und legt man die Regel zu Grunde: Schreibe, wie du sprichst! so sind meines Erachtens deine Skrupel nicht angebracht.

Gruß Fritz

Guten Abend,

Darf man ein Konstrukt wie „Soviel zum Stand der Technik.
Darüberhinaus…“ in solch einem Dokument verwenden, …

da denke ich wie Fritz. Wenn nun wieder ein „vollständiger“ Satz kommt, ist das völlig in Ordnung.

Aber so was geht natürlich nicht:
„Soviel zum Stand der Technik. Kurz vorher zum Design. Darüberhinaus gleich zur Verkäuflichkeit. Abschließend zur Auswertung.“

Hast Du aber wohl auch nicht vor …

Alles Gute
gargas

Hallo Marius,

wie meine Vorredner schon schroben: können kannst Du. Aber „meinen“ Diplomanden hab ich sowas immer angestrichen - nicht weil es falsch wäre, sondern weil es auf Dauer fürchterbar anstrengend zu lesen ist. Und wenn das die Beurteiler Deiner Arbeit ebenfalls fürchterbar anstrengend zum lesen finden, lesen sie das nicht so gerne. Und was man nicht so gerne liest, bewertet man nicht mit eins :wink:

ich schreibe gerade an meiner Diplomarbeit und da sollte man
natürlich sehr sachlich, wissenschaftlich und nüchtern
schreiben.

Klar, Du schreibst nicht „Und dann kam Kollege Meier aus der Werkstatt und fand unseren Aufbau voll Kacke. Er meinte, wir sollten versuchen…“ sondern „Eine Optimierung des Aufbaus mittels… ergab…“

Darf man ein Konstrukt wie „Soviel zum Stand der Technik.
Darüberhinaus…“ in solch einem Dokument verwenden, oder ist
davon eher abzuraten?

An welcher Stelle brauchst Du denn sowas überhaupt? *grübel* Nur zu meinem Verständnis: wir reden doch hier von einer technischen (Informatik?) Diplomarbeit? Ist da der Aufbau nicht generell so, dass Du an einer Stelle (Grundlagen) den Stand der Technik beschreibst und an anderer Stelle (Skizze Deiner Idee) das was Du anders/schöner/besser/bunter machst.

Das würde ich sehr strikt trennen. Falls es aufgrund Deiner Aufgabenstellung oder externer Anforderung an die Gliederung nicht anders geht notfalls noch „Während der Stand der Technik dieser ist, soll mit dem in dieser Arbeit verfolgten Ansatz dieses oder jenes verbessert/anders gemacht/ergänzt werden, weil…“

*wink*

Petzi

Vielen Dank schon mal an alle. Bin mir zwar immernoch nicht sicherer, aber vielleicht vermeide ich solche „Konstrukte“ einfach. Gestern kam mir schon wieder eines in den Sinn, das ich aber wieder schnell verworfen habe.

An welcher Stelle brauchst Du denn sowas überhaupt? *grübel*
Nur zu meinem Verständnis: wir reden doch hier von einer
technischen (Informatik?) Diplomarbeit? Ist da der Aufbau
nicht generell so, dass Du an einer Stelle (Grundlagen) den
Stand der Technik beschreibst und an anderer Stelle (Skizze
Deiner Idee) das was Du anders/schöner/besser/bunter machst.

Die Diplomarbeit findet im Bereich der Bildverarbeitung innerhalb des Studiengangs „Angewandte Informatik“ statt. Diese Arbeit ist - wie mein Prof. auch schon sagte - keine klassische Arbeit, die neue theoretische Algorithmen, Theorien oder Verfahren entwickelt, sondern aufgrund eines zur Zeit an der Uni stattfindenden Projekts eher eine Art Proof-of-Concept. Ist aber bereits so mit meinem Prof. verabschiedet.