Hallo,
ich esse gerne Pasta oder Reis mit Safransauce. Wie bereitet man so eine Sauce zu? Ich möchte auch zu hause mal in den Genuß kommen und nicht nur im Restaurant.
Kauft man Safran als Pulver?
Danke
Anna-Julika
Hallo,
ich esse gerne Pasta oder Reis mit Safransauce. Wie bereitet man so eine Sauce zu? Ich möchte auch zu hause mal in den Genuß kommen und nicht nur im Restaurant.
Kauft man Safran als Pulver?
Danke
Anna-Julika
Hi Anna-Julika
Safran ist das teuerste Gewürz überhaupt, es sind die Narben, die weiblichen Blütenteile, aus der Blüte einer Crocusart (Crocus sativus, gehört zu den Liliengewächsen), die werden von Hand gepflückt, über 100000 braucht man für ein Kilogramm Safran.
Ist natürlich klar, dass es viele Fälschungen gibt, damit kann man richtig verdienen. Die harmlosere Art ist „Natureller Safran“, da werden nicht nur die Narben, sondern die ganzen Blütenteile verwendet, auch die nutzlosen.
Die übleren Fälscher verkaufen gefärbte Grasspelzen als Safran oder bedampfen ihr aromaloses Machwerk mit Öl und Glycerin.
Also lieber kein Pulver kaufen, es sei denn, man kann dem Händler wirklich vertrauen, auch bei sehr billigen Produkten lieber nicht.
Guten Safran bekommt man günstig in Südfrankreich (Gatinais) oder Spanien, vielleicht ein Tip für den nächsten Urlaub
.
Rezepte findest Du hier:
http://kochbuch.unix-ag.uni-kl.de/bin/stichwort
gib als Stichwort Safran ein.
Gruss
Rainer
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Hallo Anna-Julika
Hier ein einfaches Rezept für Teigwaren mit Safran-Sauce
1 Beutel Safran in warmes Rahm (nicht kochen!) auflösen, etwas Salz und Pfeffer dazu; zuerst Butter, dann die Sauce auf warme Teigwaren giessen, gut umrühren. Voilà.
Am besten nimmst du feine Teigwaren, z.B. Taglierini (eine Art flachgedrückte Spaghetti). Auch für Ricotta-gefüllten Ravioli geeignet.
Bis du nach Südfrankreich reisen kannst, empfehle ich dir den herkömmlichen Pulversafran. Damit kann man leben. Die Versuchung, mehr als einen Beutel zu benützen, ist gross. Darf man aber nicht. Safran hat einen sehr feinen Geschmack, ist aber stärker als man denkt.
Gruss ----Silvia----
Hallo Anna-Julika,
bevor Du keinen Safran bekommst, weil Du nicht nach Spanien oder Südfrankreich kommst, gehe in eine Feinkostabteilung (z.B. Kaufhof) und kaufe den Safran (in Fäden) in kleinen Plastikdosen. Er ist tatsächlich teuer, man braucht aber nicht viel. Achte darauf, daß er sich in heißer Brühe oder Wasser (oder was auch immer) gut löst, sonst hast Du „nur“ Fäden im Risotto oder der Sauce (die natürlich auch gelb wird, wenn sich die Fäden nicht ganz auflösen); wenn ich Risotto milanese koche, gebe ich die Prise Safran in die heisse Brühe, mit der ich den Risotto auffülle, da hat der Safran lange genug Zeit, sich aufzulösen.
Auch in Supermärkten gibt es in den Gewürzregalen Tüten, in denen meist ein kleines Plastikdöschen drin ist (ertasten), das den Safran enthält. ich denke, den Gewürzfirmen (Osmann, Fuchs usw.) darf man vertrauen).
Viele Grüsse, Deborah
Danke an Alle
))
Hi Anna-Julika
jetzt haben mich die anderen etwas veräppelt
, na gut, selber schuld.
Ich kauf den Safran selbstverständlich in Fäden, das muss sein, aber natürlich auch hier, am Besten im Feinkostgeschäft. Aber Kaufhäuser holen mächtig auf, Karstadt ist sehr gut geworden, die haben eine prima Feinkostabteilung. Auch Rewe oder Kaufhof ist eine gute Adresse, so langsam tut sich was.
Aber bitte kein Pulver.

Gruss
Rainer
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Hallo Rainer,
vielen Dank für Deinen Einsatz
. Da ich über Safran so gut wie gar nichts wußte - außer daß es (oder er?) gut schmeckt - bin ich für jeden Tip dankbar. Vorerst werde ich es mit Fäden versuchen. Im Herbst fahren wir nach Spanien (Menorca). Wie kaufe ich den Safran denn dort? Wie sieht er aus? Worauf muß ich achten?
Danke und Gruß
Anna-Julika
Im Herbst fahren wir nach Spanien (Menorca). Wie
kaufe ich den Safran denn dort? Wie sieht er aus? Worauf muß
ich achten?
Ich wäre auch - oder gerade - dort sehr vorsichtig. Ich habe auf
La Palma (Kanaren) ungeheure Mengen sogenannten Safrans auf
Märkten gesehen, spottbillig. Keine Ahnung, was das war, ich habe
mal einen Beutel (!!) davon mitgenommen. Das Zeug schmeckte ganz
entfernt nach Safran (wahrscheinlich parfümiert) und gab auch
Farbe ab (wahrscheinlich gefärbt) - aber die Fäden lösten sich
nicht auf. Wahrscheinlich waren es solche erwähnten Grasspelzen
oder so. Ich habe es dann immer handvollweise in Fischsuppe
„verwurschtet“, da ging es einigermaßen.
Also: Nichts kaufen, was in großen Mengen angeboten wird, nichts,
was es auf Märkten gibt. Aber trotzdem angucken: Dann weißt du
genau, wie Safran nicht aussieht. Dann gehst du ins beste
Delikatessengeschäft auf der Insel und fragst nach Safran. Und
dann vergleichst du. Und wenn dir dort das Gleiche angeboten
wird, dann fragst du, ob sie nicht einen anderen, echten hätten.
Vielleicht rückt er dann damit raus.
Viel Erfolg!
R.B.
Hi
frag am Besten Einheimische, als Tourist wirst Du leicht übers Ohr gehauen, da hat Rudolf Recht. Oft wird der erstklassige Safran exportiert, das bringt mehr Geld.
Ich frag in Hotels oder Restaurants, wo es mir gut geschmeckt hat, einfach den Koch. Wenn er ein nettes Kompliment bekommt, sagt er Dir bestimmt, wo die Profis einkaufen.
Gruss
Rainer
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Diese Safran-Story ist viel komplizierter als ich dachte
.
Na ja, jetzt habe ich ja jede Menge Tips im Reisegepäck.
Vielen Dank nochmal,
Gruß
Anna-Julika
Liebe Anne-Julika
Safran kauft man in Pulverform, dann ist es teuer. Besser ist
Safran, wenn Du die Fäden kaufst. Dann ist Safran aber sehr teuer
(Kilo-Preis ca. 2000 Franken).
Die Safran-Fäden sind eigentlich Blütenstengel. Safran wird im
Süden angebaut. Aber auch im Wallis (Schweiz), in Mund, wird
Safran angebaut, der von Gourmet-Tempeln unseres Landes bevorzugt
wird. Wenn es hoch kommt, ernstet man in Jahr dort vielleicht 50
kg!
Safran „macht den Kuchen geel“, heisst es irgend in einem
Kochbuch. Tatsächlich wird Safran heute nur noch für Risotto
Millanese verwendet.
Gruss B