Hallo Helene!
Servus Klaus!
nicht einmal so lang! Denk einmal nach, seit wann es erst
geregelten und für alle zugänglichen Schulunterricht gibt…
Stimmt. Der Theorie nach wars Maria Theresia, nur hinkte die Praxis in etlichen Fällen hinterher.
einfach nicht erklärbar war?
Genau darauf führe ich auch den Inhalt vieler Sagen zurück:
Es gibt gerade in unserer Gegend viele Sagen, in denen
„Wettermacher“, „Wetterhexen“ ihre Hände im Spiel haben. Ich
denke, das waren Leute, die die Natur gut beobachtet haben und
aus ihrer Erfahrung Wetter/Gewitter voraussagen konnten, es
vielleicht oft als Warnung auch ausgesprochen haben. Und wenn
dann ein Gewitter Schaden anrichtete wurde das natürlich dem
„Propheten“ zur Last gelegt.
Das ist sehr gut möglich. Gabs in den Hexenprozessen nicht mal den Fall eines Pfarrers, dem nachgesagt wurde, dass er mit seiner Köchin als Rabenpaar vor dem Gewitter fliegt und ihm gleichsam den Weg weist?
Eine nicht unwesentliche Rolle für Sageninhalte spielte meiner
Meinung nach auch die große Gottesfurcht der Menschen:
Unglücke und Naturkatastrophen wurden als Bestrafung, Folge
eines Fluches, usw.
gesehen, die Schilderung solcher Ereignisse dann als
Erziehungsmittel eingesetzt, mit reichlicher Ausschmückung…
[Und wenn ich an die Reaktion der kath. Kirche auf AIDS
denke, befinden wir uns wohl noch im Mittelalter…]
Empfind ich auch so *schauder*. Weit sind wir von den Folterkammern der Inquisition und den brennenden Scheiterhaufen ja auch nicht weg.
Sagen und ihre Herkunft - ein unerschöpfliches Thema!
Ich bin als 11/12-Jähriger über die Artussagen und die deutschen Heldensagen in den Themenkreis reingerutscht und bislang auch nicht wieder rausgekommen. Später - seit der steirischen Landesausstellung „Hexenwahn und -sinn“ auf der Riegersburg (1987) ist der Bereich rund um die Hexen und Zauberer und ihre Verfolgung dazugekommen. Auch der Bereich hat mich bis heute nicht wieder ausgelassen.
Einen schönen Tag!
Dir auch!
Du weascht di jå toö gfrein iwa den Schnee! 
Stimmt *rumtanz*, hob a scho Tournschi und Schneeschuach aus’m Summaschlof gweckt. 
Helene,
die die Sagen ihres Heimatortes gesammelt und aufgeschrieben
hat.
Klaus,
der gern in einem Sagenbuch rumblättert und -liest und zwar dem von Josef Brettenthaler und Matthias Laireiter (Entstehungsjahr 1976); eine meiner Lieblingssagen: Vom Räuberhauptmann Christa und seinen zwölf Gesellen („Um d’Salfeia Hogmoar braucht si koana z’reiß’n, tans goa d’Deantna Einlega ins Wassa schmeiß’n!)“ *g* … auch deswegen pilger ich am letzten Julisonntag alljährlich auf den Hundsstoa.