Sagt mir eure Meinungen !

hallo,

ich beschreibe kurz die Situation:

Peter und Tina sind 9 Monate zusammen, bevor sie ein Haus mieten/kaufen und zusammenziehen. Nach 7 Monaten Zusammenleben trennen sich die beiden, obwohl sie sich immer noch lieben.
Nach 3 Wochen Trennung lernt der Mann Sandra ( die Schwester einer Kollegin) kennen und kommt mit ihr zusammen. Er verbringt die ganze freie Zeit mit ihr.
Nun sind Peter und Tina seit 3 Monaten getrennt. Die ganzen Monate liest Peter die E-Mails der Tina (von seinem Arbeitspaltz aus), weiss aber nicht dass Tina das mitkriegt. Und Sandra weiss auch nichts davon. Tina ändert das Passwort nicht, weil sie den Mann liebt und sich Hoffnungen macht.

Was würdet ihr sagen, warum macht er das?

Hat er Gefühle für Tina?
Oder macht er das nur aus reiner Interesse ?

Gruss

Nadja

Hi Nadja,

Was würdet ihr sagen, warum macht er das?

Bestenfalls macht er sich Sorgen, allerdings liegt der Verdacht für Neugier bzw. Voyeurismus m. E. näher (der Reiz des Verbotenen).

Sie sollte Ihr Passwort ändern und einen „A…“, der vermeintlich heimlich ihre Mails liest, endlich abschreiben.

Hallo Nadja,

es ist verwerflich, die Privatsphäre des andern so zu verletzen. Doch ihr scheint es ja nicht unangenehm zu sein, sie ändert ja das Passwort nicht, ganz bewußt. Nun zu seinen Ansichten. Sicher nur Spekulation, aber in der Beziehung stimmte etwas nicht, daher die (scheinbare) Trennung. Das Mann sich Ersatz sucht, mag nicht verwundern, doch wird daraus etwas Dauerhaftes? Mails der Ex zu lesen ist was Einfaches. Er bleibt weiterhin in der Welt des Anderen und hat scheinbar die Kontrolle. Vielleicht ist dieser „Frauenersatz“ nur eine Art von „Rache“ für die Trennung? Nach dem Motto: „Siehst du, es geht auch ohne dich!“. Sich gegenseitig beweisen zu wollen, das ist der Grund. Wer nun der treibende Faktor der beiden ist, das kann ich hier nicht erraten.

Ich würde beide gemeinsam, wenn möglich, mit einer unabhängigen Person ein Gespräch führen lassen. Es muß nicht gleich eine Beratungsstelle sein, ein sehr guter, aber neutraler Freund tut es sicher gern. Hier ist gegenseitiges Vertrauen wichtig. Jedenfalls können dann ganz offen die Argumente ausgetauscht werden. So wie es jetzt ist, so kann das nicht gut gehen. Für so ein Gespräch müssen allerdings alle beide offen sein und ohne Vorurteile oder gar festgelegte Meinung hineingehen. Der bloße Wille zu einem solchen Gespräch reicht nicht aus.

Gruß
André

hallo,

ich beschreibe kurz die Situation:

Peter und Tina sind 9 Monate zusammen, bevor sie ein Haus
mieten/kaufen und zusammenziehen. Nach 7 Monaten Zusammenleben
trennen sich die beiden, obwohl sie sich immer noch lieben.
Nach 3 Wochen Trennung lernt der Mann Sandra ( die Schwester
einer Kollegin) kennen und kommt mit ihr zusammen. Er
verbringt die ganze freie Zeit mit ihr.
Nun sind Peter und Tina seit 3 Monaten getrennt. Die ganzen
Monate liest Peter die E-Mails der Tina (von seinem
Arbeitspaltz aus), weiss aber nicht dass Tina das mitkriegt.
Und Sandra weiss auch nichts davon. Tina ändert das Passwort
nicht, weil sie den Mann liebt und sich Hoffnungen macht.

Was würdet ihr sagen, warum macht er das?

Hat er Gefühle für Tina?
Oder macht er das nur aus reiner Interesse ?

nunja, entweder ist er krank oder verliebt:smile:))


Hallo Nadja,

das ist ja eine merkwürdige Situation:smile:, leider scheint es das sehr oft zu geben.

Mir fällt dabei ein, das wir Menschen alles was mit einem „Ende“ zu tun hat gern umgehen, das ist ein Thema das vielen sehr schwer fällt. Natürlich sind da eventuell noch Gefühle von beiden Seiten, doch welchen Wert haben sie in der Augenblicklichen Situation? Der eine hat erstmal eine andere Bindung und der andere lässt sich in seine Privatsphäre gucken.
Beide erhalten meiner Meinung nach eine Verbindung, egal was der Grund dafür ist.

Ich denke wichtig ist es nicht was war, sondern was "jetzt " ist. Jetzt hofft eine Tina auf Gefühle weil man in Ihren Mails wühlt und Peter wühlt in alten Geschichten, führt aber scheinbar eine neue Beziehung.

Ich denke, wäre ich Tina würde ich klar stellen das ich weiß das meine Mails gelesen wurden, das ich die Gelegenheit gebe das zu klären und dann das Passwort ändere.

Es bringt nichts zu denken und zu grübeln, ein klärendes Gespräch und dann entweder gemeinsam oder getrennt, aber zumindest Klarheit:smile:, auch wenn es unter umständen wehtun kann.

Lieben Gruß an alle Beteiligte:smile:

Silvia

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trennen sich die beiden, obwohl sie sich immer noch lieben.

Ich kenne ne ganze Menge Männer, die mit ihrer Partnerin Schluss machen, weil sie sich nicht auf die eine beschränken wollen, aber es gleichzeitig nicht schaffen, sich von ihr konsequent loszulösen.

Mann macht Schluss, findet ne Neue… und sowie Frau nen Neuen findet, ist die Hölle los, weil Mann auf einmal völlig eifersüchtig ist.

Ich glaub, das Prinzip ist hier so ziemlich das gleiche…

gruss, isabel

Hi Nadja,

was hier bereits geschrieben wurde, kann alles stimmen. Welchen Grund bzw. welche Gründe Peter hat so zu handeln, kann nur er sagen, sofern er sich dessen bewusst ist und bereit ist offen darüber zu reden.
Ergo, es führt nichts an einer direkten Konfrontation und einem offenen Gespräch vorbei. So ist es ein Spiel und diesen Zustand aufrecht zu erhalten, löst den Konflikt nicht.

Die Situation erinnert mich an eine Bekannte, die sich nach vielen Jahren von ihrem Mann trennte und eine Weile neben ihren Mann einen anderen Mann schon hatte. Sprich sie schwankte immer zwischen dem alten und neuen Partner, und hat es sich sicherlich sehr lange sehr einfach gemacht. Doch als ihr Mann auch wieder eine Partnerin hatte, begann sie sofort wieder zu saufen (trockene Alkoholikerin). Auch als sie sich von dem neuen Mann wieder nach einer Weile trennte, weil er ihr nicht gut genug war, verfiel sie sofort wieder dem Alkohol. Obzwar sie sich in beiden Fällen getrennt hatte, sie schon vorher wieder in einer neuen Beziehung war, war sie dennoch zutiefst traurig und erschüttert, wie ER jeweils eine andere Frau hat nach so relativ kurzer Zeit haben können. In Gesprächen mit ihr kam zwar raus, dass sie zwar sieht, dass sie vorher schon wieder in einer Verbindung war, doch wenn dasselbe der Mann ihr nachtut, dann hat er sie nie wirklich geliebt. So denkt sie wenigstens. Ein Mann solle ihr nach Möglichkeit ein Leben lang nachhängen, nachtrauern, sie immer begehren und lieben, solle nach Möglichkeit nie wieder eine andere Frau auch nur ansehen, auch wenn sie selbst schon wieder in einer neuen Verbindung ist. :smile: DANN würde sie nicht wieder einen Rückfall beim Trinken bekommen, meinte sie.

Wenn die beiden doch relativ schnell auch ein gemeinsames Zuhause gemietet haben, so hatten sie doch wohl ernsthafte Absichten länger zusammen zu bleiben (könnte man mal annehmen). Du schreibst, sie würden sich getrennt haben und noch immer lieben. Besteht denn Interesse die Konflikte die zur Trennung führten sich mal anzuschauen, eventuell auch mit professioneller Hilfe, und daran arbeiten und sehen, ob ihre Liebe eine Chance für eine gesunde Beziehung hat?

Nun, wenn Tina weiss, dass Peter ihre E-Mails liest, so könnte sie in ihren E-Mails ihn auch manipulieren. So oder so empfinde ich das was Peter macht, gleich ob es Interesse, Verliebtsein, Voyeurismus, Neugier… oder was auch immer ist, als massiven Vertrauensmissbrauch. Ich persönlich finde solch einen Eingriff in die Privatsphäre absolut indiskutabel. Es ist ein Unterschied, ob jemand etwas von sich preisgibt oder ob er ausspioniert wird. Und ob er nun eine neue Partnerin hat, weil er sich rächen mag, weil er Sex braucht, weil er diese tatsächlich auch liebt… all das hilft Tina nicht weiter.

So kann Tina auch nur hin- und herschwanken sich weiterhin Hoffnung machen in dem Schwebezustand von Angst geprägt. Helfen kann letztendlich nur ein klärendes Gespräch, auch wenn es schlimmstenfalls das Ende bedeuten sollte. Wenn es sich auch abgedroschen anhören mag, lieber ein Schrecken mit Ende als ein Ende ohne Schrecken. Und ein Ende ist immer auch der Anfang von etwas Neuem.

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

was mich so irritiert:

Nach 7 Monaten Zusammenleben
trennen sich die beiden, obwohl sie sich immer noch lieben.

  1. warum trennen sie sich dann? dazu wurde leider gar nichts gesagt
  2. sehen das beide so, oder ist das nur ein Wunschdenken von Tina? was sagt er denn dazu?

was mich so irritiert:

Nach 7 Monaten Zusammenleben
trennen sich die beiden, obwohl sie sich immer noch lieben.

  1. warum trennen sie sich dann? dazu wurde leider gar nichts
    gesagt

weil es eine Zeit lang gekrieselt hat.

  1. sehen das beide so, oder ist das nur ein Wunschdenken von
    Tina? was sagt er denn dazu?

es ist von beiden Seiten so. Peter hatte Angst, dass in dieser Beziehung es genauso kommen könnte wie in seiner vorherigen. Da hat es ziemlich oft Probleme gegeben, und die haben immer wieder von vorne angefangen, und am Ende haben sie sich getrennt (nach 4 Jahren)- das war für ihn sehr schmerzhaft.

Wenn ein Mann bei der Trennung Tränen in den Augen hat, da muss er sie (meiner Meinung nach) lieben.

Tina ändert das Passwort
nicht, weil sie den Mann liebt und sich Hoffnungen macht.

Darf ich offen sein? Tina ist schön blöd, wenn sie sich so weit herablässt Hoffnungen (worauf überhaupt) auf einen Mann zu machen, der einen der schlimmsten Vertrauensbrüche beghet, die ich mir vorstellen kann.

Was würdet ihr sagen, warum macht er das?

Vielleicht Kontrollzwang? Langeweile? Möglicherweise ja sogar Gewohnheit? Oder er fürchtet, dass Tina irgendwas gegen ihn in der Hand hat? Oder er will irgendwas gegen sie ind die Hand bekommen?

Hat er Gefühle für Tina?
Oder macht er das nur aus reiner Interesse ?

Alle in allem kann ich mir keinen einzigen akzeptablen Grund dafür vorstellen und schon gar keine Liebe…jedenfalls versthe ich unter Liebe was anderes, vor allem Respekt, den ich hier vermisse.

Gruß Maid

Hallo!

Wenn ein Mann bei der Trennung Tränen in den Augen hat, da
muss er sie (meiner Meinung nach) lieben.

?? Ich sehe in dieser Aussage keine Logik.
Es gibt viele Gründe, warum er „Tränen in den Augen“ gehabt
haben könnte.
Selbstmitleid
Trauer über Vergangenheit
Freudentränen
Empathie über den Schmerz der Ex-Partnerin
Gedanken an das verlorene Haus (und bald verlorene Geld)

Liebe ist etwas anderes.

Sangoma

3 „Gefällt mir“

Hallo,

eine verlorene Liebe ist identisch mit Trauer. Warum soll Mann da nicht weinen dürfen. Die Gefühle sind gleich. Die Ursache eine andere, oder?

Gruß
André

off topic

Sangoma

Entschuldige, ich kann meine Neugier nicht zügeln - ich freute mich über deinen Nick, und guckte so in deine Vika, und die Kombination aus beiden lässt mich nun fragen:

Bist Du zufällig mit einer gewissen E, zur Zeit wohnhaft in O.R., verheiratet?

Wenn ja, lieben gruss,
isabel

eine verlorene Liebe ist identisch mit Trauer. Warum soll Mann
da nicht weinen dürfen. Die Gefühle sind gleich. Die Ursache
eine andere, oder?

wirklich?
also ich finde das widersprüchlich. wenn ich mich von jemandem trenne, dann doch, weil ich ihn nicht mehr liebe. und dann trauere ich entsprechend auch weniger. dann sähe meine „rest-trauer“ wohl anders aus als wie ein schloßhund zu heulen …