Sale-and-Leaseback an Angehoerige?

Hallo zusammen,

ich habe eine recht komplexe Fragestellung aus dem Bereich Vermietung an Angehoerige:

Im vorliegenden Fall wird einem Angehoerigen zweiten Grades (z.B. Onkel) ein Darlehen zum Erwerb eines Einfamilienhauses gewaehrt. Da die Rueckzahlung des Darlehens ungewiss in der Zukunft liegt und weitere Faktoren hinzukommen (u.a. Umschuldungsnotwendigkeit anderer Darlehen) wird folgendes Konstrukt ueberlegt:

  • Ankauf des Eigenheims durch den Darlehensgeber zu marktueblichen Konditionen
  • dabei Anrechnung des Darlehens auf den Kaufpreis
  • langfristiger Rueckmietvertrag zu Konditionen nicht unter 75% der marktueblichen Miete der die Refinanzierung sicherstellt

Jetzt meine Fragen:

  • liegt hier eigentlich „Vermietung an Angehoerige“ vor?
  • gibt es irgendeinen Umstand der dem Finanzamt hier grundsaetzlich Kopfzerbrechen machen koennte?
  • welche weiteren Moeglichkeiten der Anrechnung (ausser AfA, Erhaltungsaufwand, Darlehenszinsen) hat der Erwerber um die Steuerlast zu minimieren/neutralisieren?
  • fuer den Fall dass an Stelle des Erwerbers keine natuerliche Person sondern ein Immobilienunternehmen tritt (z.B. UG), ab wann wuerde das Finanzamt hier die Gewinnerziehlungsabsicht in Frage stellen?

Vielen Dank fuer Eure Unterstuetzung!

Gruss
muc_lax

Da gibt viele Dinge wo man Kopfzerbrechen bekommen könnte.

Bei dem beschriebenen Beispiel hat der „Onkel“ am Ende auch das abbezahlte Objekt. Ist das so gewollt?

Bei dem beschriebenen Fall ist zuerst einmal Grunderwerbsteuer fällig, das sind schon ein paar Euro.

Wenn am Ende der Onkel dem Neffen/der Nichte die bezahlte Hütte schenkt sollte man an Schenkungsteuer denken.

Bitte mal den Ball rund machen: Neffe verkauf an Onkel, Onkel bezahlt die Schulden des Neffen. Onkel finanziert oder hat Eingenkapital? Neffe mietet. Was ist nach X Jahren. Onkel stirbt und Neffe erbt oder Neffe kauft zurück?

Gru´ß

JÖrg

Hier kommt der runde Ball :smile:

  • Neffe leiht Onkel Geld fuer Eigenheimfinanzierung, zusaetzlich sind etwas Eigenkapital und weitere Darlehen im Spiel
  • Onkel muss umschulden und Darlehen des Neffen abbezahlen
    Lösungsvorschlag: Neffe kauft von Onkel und rechnet das Darlehen auf den Kaufpreis an
  • Onkel mietet zurück und finanziert so den Neffen (der allerdings bessere Konditionen für den Drittmittelkredit bekommt, daher der Umweg über den Leaseback)
  • nach vollständiger Abzahlung (break even) sind mehrere Modelle denkbar: Schenkung zurueck an den Onkel, mietfreie Überlassung… darüber hab ich noch nicht nachgedacht. Aber vielleicht denk ich ja auch schon viel zu kompliziert und es gibt einen viel einfachereren Weg 1. das Darlehen des Neffen zu tilgen und 2. eine günstigere Umschuldung sicherzustellen… :smile:

Bin für jede Anregung dankbar.

Ach ja, Thema Grunderwerbssteuer: die scheint wohl unvermeidlich, es sei denn über die Sacheinbringung des Objekts in eine (Familien-) KG, hat damit jemand Erfahrungen…?

Nochmal Danke!

Sebastian