Kann eine Frau (noch dazu Mutter von 3 Kindern!) alleine nach
Samarkand/Usbekistan reisen, um dort eine Woche Kultur und Land
zu erleben? Welches sind die Gefahren und Risiken? Ist das Hotel
Afrosiab ein sicheres und gutes Hotel? Aus welchen Gründen müsste
man von einer solchen Unternehmung eher abraten? Was gilt es zu
bedenken? Medizinische Prob
Kein Problem und ein paar Tips
Ich würde sagen das ist überhaupt kein Problem. Usbekistan ist ein sicheres Land, man muss die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen wie bei allen Reisen beachten. Die Einwohner des Staates (es sind neben Usbeken vor allem Tadschiken, Russen und Karakalpakstanen -> überall wo die meisten Touristen sind, sind lustigerweise die Usbeken selbst nicht in der Mehrheit) sind allesamt sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Auch als Frau hat man in dem islamischen Land kein Problem, da die Trennung von Staat und Religion sehr strikt ist und auch der Einfluss des Kommunismus die patriarchalischen Strukturen zumindest etwas zurückgedrängt hat. Die Türkei ist jedenfalls sehr konservativ gegen Usbekistan obowhl im Vergleich zu anderen asiatischen Staaten die Türkei ja liberal ist.
Zur Gesundheit: siehe Impfungen www.impf.at, immer nur Wasser in Wasserflaschen kaufen (1,5 Liter sollte nicht mehr als 300 Sum bis 600 Sum in Touristenzentren kosten!!), aufpassen bei manchen Lebensmitteln usw. -> die üblichen Vorsichtsmaßnahmen von Fernreisenden halt beachten, aber auch hier keine übertriebene Furcht.
Risken: am gefährlichsten ist es eine Fahrbahn zu queren - wirklich aufpassen!
Ansonsten auf seine Sachen aufpassen, nicht leichtsinnig sein, das Geld aufteilen. Übertriebene Furcht ist nicht angebracht.
Das Hotel Afrosiab kenne ich nicht, aber es ist sicher ok. Ich würde versuchen, in neueren privaten Hotels unterzukommen und die alten ehemaligen sowjetischen Intourist Hotels zu vermeiden, da man bei ersteren viel mehr Wert für das gleiche oder weniger Geld bekommt. Kleine private „Guest Houses“ sind ein sehr guter Tip.
Das Visum ist kein Problem, man muss nicht unbedingt die gesamte Reise von Europa aus vorausbuchen, man benötigt nur eine Einladung, Adresse kannst du haben, wenn du sie brauchst.
Wenn du einen Inlandsflug nehmen willst (auf der Strecke Urgench(->Khiva) - Tashkent fliegen sehr moderne Geräte), dann kaufe die Tickets unten und nicht hier, weil sie dort billiger sind und man vor Ort besser weiß, wann die Flüge dann tatsächlich fliegen.
Geld am besten in US-Dollarscheinen. Bei der National Bank of Uzbekistan (es gibt Filialen in Buchara, Samarkand, Urgench und Tashkent - also genügend für den Reisenden) kann man auch mit Visa Card problemlos Geld beheben. Reiseschecks werden in Tashkent akzeptiert, die Einlösung ist aber kompliziert (ich habe 40 Minuten gebraucht!).
Wichtig: Geld in Dollar beheben und dann kleine Beträge wechseln! Das usbekische Geld ist eine Katastrophe - wechselt man zwanzig Dollar, sieht man sich mit ein paar Bündeln Geldscheinen konfrontiert. Der Schwarzmarkt zahlt sich nicht mehr so aus (im Juli 2001 war der Kurs 1 US Dollar=850 Sum offiziell und ca. 900-950 Sum am Schwarzmarkt).
Wichtig: Immer den Reisepass mitführen, vor allem in Tashkent. Die Polizei kontrolliert gerne die Papiere. Ich hatte zwar keine Probleme mit korrupten Beamten (ganz im Gegenteil, ich konnte es einmal nutzen, um die Warteschlange vor der russischen Botschaft zu überspringen), aber hier muss man sicherlich etwas vorsichtig sein.
An Reiseliteratur würde ich empfehlen: Lonelyplanet: Central Asia (falls du eine Individualreise machst unerlässlich) und für die Sehenswürdigkeiten auch den Dumont Kunstreiseführer Zentralasien, der ist allerdings bei den übrigen Informationen dürftig.
Ich persönlich finde Buchara schöner als Samarkand, aber natürlich ist auch Samarkand wunderbar. Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich ruhig anmailen.
lg
Tom
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Meine liebe Corinne,
hast du dir schon mal ganz genau überlegt, WARUM du den denn dahin reisen möchtest? Wäre es nicht im Emmental genau so schön?
Mit lieben Grüssen,
Frank Feller
???
Hi Frank,
warst Du noch nie im Ausland?
Rolf
Fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen ist wichtig für den Weitblick und die Verhinderung von Engstirnigkeit.
Toleranz und Wertschätzung fremden Menschen gegenüber sind eine Tugend, die leider immer noch zu wenig verbreitet ist.
Eine solche Reise (nicht der Massentourismus) ist ein Beitrag im kleinen für Völkerverständigung und den Frieden.
Tom
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an die MOD´s
Beantrage hiermit, diesen Satz (leicht abgewandelt) in die Brettbeschreibung aufzunehmen 
Rolf
Fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen ist wichtig für
den Weitblick und die Verhinderung von Engstirnigkeit.
Toleranz und Wertschätzung fremden Menschen gegenüber sind
eine Tugend, die leider immer noch zu wenig verbreitet ist.
Eine solche Reise (nicht der Massentourismus) ist ein Beitrag
im kleinen für Völkerverständigung und den Frieden.Tom
fremde Kulturen erweitern…
Hallo lieber Frank,
da Du Corinne ratest, nachzudenken, hätte ich auch ein paar Nachdenkanregungen - allerdings für Dich:
- was wäre gewesen, wenn…
… Christof Kolumbus gesagt hätte: is e wurst, was übern Teich is…
… Marco Polo gesagt hätte: der Marsch nach China ist mir zu anstregend und was seh ich schon Aufregendes?
… der deutsche Forscher Alexander von Humboldt nicht in die Ferne gefleucht wäre?
könnte beliebig lang fortgesetzt werden. Tatsache ist, dass meine Kinder (10/16/19) einen ganz anderen Weitblick und Einstellung zu Menschen, zu anderen Ländern und zu deren Problemen bekommen haben, weil wir sie von klein auf Reisen mitgenommen haben. Und weil sie sehen, wie ihr Vater - ich, im Tourismus tätig, Freunde auf der ganze Welt habe.
Also, fahr doch mal in ein Land, das noch nicht dem Massentourismus verfallen ist und lass Dich faszinieren von den Mentalitäten, Gastfreundschaften, zu Stein gewordenen geschichtlichen Zeugen !
Herzliche Grüsse an Dich und alle, die es wagen!
Peter
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