Samsung Galaxy S3 mini - Softwarefehler?

hallo werte wwwler,

mein Handy ist am Sonntag kaputt gegangen, und ich möchte noch ein paar Daten „retten“ bevor ich das Handy entsorge.
Leider gelange ich nicht an diese Daten, daher jetzt meine Frage, was kann ich noch tun?

Was ist passiert?

Ich habe ab und zu das Problem gehabt, dass sich das Handy plötzlich aufhängte, dann aber wieder neustartete.
Außerdem hing’ sich das Gerät regelmäßig im Kontaktbuch auf, kehrte im Anschluss zum „Home-Bildschirm“ zurück und meldete, dass ein „android-process“ beendet werden musste

Ein Bekannter hat mir eine WhatsApp geschickt, und nachdem ich auf diese geantwortet hatte, ging das Handy ohne Vorwarnung aus, und lässt sich seitdem nicht mehr starten

Was habe ich bereits versucht, bzw. was funktioniert (nicht)?

Der Akku lädt (sowohl über den Netzstecker, als auch über USB)
Das Handy reagiert nicht mehr auf die „An- und Austaste“
Ich komme nicht mehr in’s Boot-Menü (lauter-Taste + Home-Taste + An- und Austaste).
Über USB kann ich nicht mehr auf die interne / externe Speicherkarte zugreifen.
Ich habe den Akku, die SIM-Karte und die ext. Speicherkarte entfernt und erst Stunden später wieder eingesteckt.


Da der Akku funktioniert (er lädt und entlädt) nehme ich an, dass ein Softwareproblem vorliegt.


Was kann ich noch tun, um evtl. an die Daten ranzukommen, oder besteht überhaupt noch die Möglichkeit an Daten ranzukommen? (auch vom Experten)
Was könnte ein Fachmann dafür verlangen?


Vielen Dank für eure Antworten

Orakel

Ich vermute mal, dass die WhatsApp Dir eine Schadsoftware drauf geladen hat. Es gibt Programme um die Daten wieder herzustellen. Schua da mal bei Heise:


Nimm die Karte aus dem Handy raus und lass sie draussen!
Du kannst Die Sim aber auch in den Kartenslot des PCs oder Laptops stecken und sie darüber da auslesen lassen. ramses90

Wenn das Handy aus ist und nicht mehr startet kann es wohl kaum ein Softwareproblem sein. Und es ist schon mehr als unwahrscheinlich, dass sich dieses Problem Jahre nach dem Auslaufen des Modells erst zeigt.

Dass du nicht über USB drauf zugreifen kann sollte dir auch einleuchten - wer soll denn am Ende der Leitung antworten, wenn da keiner wach ist?

Du hast den Akku schon mal rausgenommen, gewartet und dann versucht einzuschalten?
Wenn das nichts geholfen hat ist das Ding ganz einfach tot. Da kann man mit direktem Auslesen aus dem ausgelöteten Speicher tatsächlich noch Daten retten - aber das kostet mehr, als du zahlen willst.

Freu dich über die Daten auf der externen Speicherkarte und an denen, die google über dich gesammelt hat, mehr ist da nicht zu holen. Du hast ja sicher sowie so ein Backup von allem, was wichtig ist.

Du redest gerade wirklich über die SIM-Karte?
Da ist praktisch NICHTS drauf gespeichert. Und den im PC oder Notebook integrierten SIM-Karten-Leser würde ich gerne einmal sehen. Es wäre der erste.

Ganz pragmatisch:
Daten, die z.B. über des Google-Konto synchronisiert wurden, sind beim neuen Handy von alleine wieder drauf, wenn man den selben Google-Account benutzt und die Rücksicherung einleitet.
Daten, die auf der Speicherkarte (nicht SIM!) drauf sind, können am Rechner eingelesen werden.

Ich persönlich würde den Akku nochmals herausnehmen, nach einer Minute einsetzen und es dann ein letztes Mal mit der Einschalttaste (etwas länger drücken) versuchen.

Mes culpa! Du hast ja sowas von Recht? Ich Volldepp hab´s mit der Speicherkarte verwechselt. :innocent:ramses90

Ich hatte auf dem Gerät Avira Antivir und Malwarebytes drauf gehabt, und trotzdem besteht die Möglichkeit einer Schadsoftware?

Hat nicht funktioniert.


Danke für eure Antworten

Sicher kann das passieren wenn´s was ganz Neues oder was ganz gechickt Getarntes ist. ramses90

Virenscanner schützen nicht.

Und ich kenne keinen einzigen Virus, der Handys kaputtmacht. Weil das für den Hersteller/Verbreiter des Virus überhaupt keinen Sinn macht. Von einem toten Gerät kann man weder Daten stehlen noch Spam verteilen. Man kann den Besitzer des Handys auch nicht erpressen. Und der Virus stirbt mit dem Gerät.

Zudem ist dein Gerät nicht in die Grätsche gegangen, als du die Nachricht empfangen hast. Sondern erst NACH deiner Antwort. Es kann also gar nichts miteinander zu tun haben.

Obligatorische Ergänzung zu meiner Aussage zu Virenscannern oben:

Warum Virenscanner böse sind

Du denkst bestimmt „Ich gebe jedes Jahr soviel Geld für Sicherheitssoftware aus, also bin ich bestimmt super geschützt.“ So funktioniert es nicht. Derlei „Sicherheitssoftware“ hat im besten Fall eine Wirkung bei allem, was sich ausschließlich lokal bei dir abspielt. Sie schützt nicht vor Datendiebstahl durch Hakerangriffe bei Adobe, Dropbox, Kickstarter oder sonstwem.

Aber selbst der lokale Schutz durch Virenscanner ist extrem begrenzt, denn die Virensignaturen hängen den eigentlichen Bedrohungen immer hinterher. Also bist du in den ersten Stunden einer Bedrohung durch deinen Virenschutz überhaupt nicht ein bisschen geschützt. Im Gegenteil sind Virenscanner selbst Einfallstor für Schädlinge. Der Grund liegt darin, dass Virenscanner tief ins System eingreifen, um sämtliche Datei- und Netzwerkzugriffe über den Scanner umzuleiten. Sämtlicher Dreck kommt also - prinzipbedingt - an einer Software vorbei, die höchste Rechte auf dem betroffenen System hat. Es lohnt sich also durchaus, das als Angriffsvektor auszunutzen.

Glaubst du nicht? Hier mal ein paar Lücken in Antivirenscannern der näheren Vergangenheit, die als Einfallstor für Schädlinge verwendet werden konnten:

Aber das ist leider noch nicht alles. Da die Scanner mit höchsten Rechten laufen, dürfen die auch Systemdateien löschen und damit das System mutwillig kaputt machen. Warum sie das tun sollten fragst du? Schau selbst.

Und dann gibt es noch die Virenscanner, die schon Schadsoftware mitbringen oder selbst welche sind:

Jetzt sagst du bestimmt, dass du den Virenschutz für unverzichtbar hältst und dir die Meinung von Hinz und Kunz egal ist, weil du ja Erfahrung hast und so. Fragen wir also die klugen Köpfe:

Jetzt sagst du bestimmt: "Wie soll das nur gehen ohne Virenscanner? Was, wenn ich einen Verdacht auf Virenbefall habe? Dann brauche ich doch einen on-demand Scanner!"

  1. Wenn du den Verdacht auf eine Schadsoftware hast, dann mach als allererstes alle Netzwerkkabel raus, wLAN am Router aus. Sonst kann es nämlich sein, dass in der Zeit deines Virenscans dein Rechner Teil eines Botnets wird und irgendwen angreift, etwa per denial of service. Oder dein Rechner verbreitet die Schadsoftware im internen Netz weiter. Lass das!
  2. Ein Scan, der von einem mutmaßlich infizierten System durchgeführt wird ist sinnlos, denn die Schadsoftware könnte den Scanner beenden oder die eigene Prüfung unterbinden. Du musst davon ausgehen, dass du deinem Rechner nicht mehr trauen kannst. Wenn schon scannen, dann mit einem anderen und vor allem sauberen Betriebssystem.
  3. Was willst du tun, wenn bei dem Scan was gefunden wird? Automatisch säubern/desinfizieren und wieder gut? Woher weißt du, dass deine Schadsoftware nicht irgendwelche Hintertüren in deinen Rechner eingebaut hat, über die er in 2 Tagen wiederkommt?
  4. Was willst du tun, wenn bei dem Scan nichts gefunden wird? Vertraust du deinem Rechner dann wieder? Woher weißt du, dass der eingesetzte Virenscanner deinen Virus schon kennt?

Fakt ist: Alleine der Verdacht eines Befalls mit Schadsoftware zerstört unwiederbringlich das Vertrauen, was du in den Rechner haben solltest. Scannen und Säubern nutzt diesbezüglich nichts. Die einzige Möglichkeit, wirklich Sicher zu gehen ist das vollständige neuaufsetzen und Rückspielen des letzten Backups, was VOR der vermuteten Infektion gemacht wurde. Ich wüsste nicht, wozu du dabei noch den Virenscanner brauchst.

Fazit: Virenscanner sind böse und gehören deinstalliert.

Aber wie kannst du dich nun schützen?

  1. Viren sind nichts anderes als Programme, die was böses wollen. Wenn wir es also schaffen, alle Programme zu verbieten, die wir nicht ausdrücklich wollen, hätten wir kein Problem. Das gibt es. Das nennt sich software restriction policies. Damit definierst du mit wenigen Klicks eine Liste erlaubter Software, alles andere darf einfach nicht starten. Um das zu bedienen empfehle ich den Restric’tor aus dem Hause Heise. Ist wirklich schnell gemacht und du hast das Problem Viren endgültig vom Hals.
  2. Das nutzt aber nichts, wenn du als Administrator unterwegs bist. Schränke deine eigenen Rechte soweit wie möglich ein. Wenn du nur surfst und Bürokram machst, reicht ein einfacher eingeschränkter Benutzer.
  3. Verwende immer sichere Passwörter zur Anmeldung an deinem Rechner. Verwende dabei unterschiedliche Passwörter für deinen eingeschränkten Benutzer und deinen Benutzer mit Administratorrechten.
  4. Schalte die Benutzerkontensteuerung auf höchste Stufe. Somit wirst du bei jeglichen Änderungen am System durch irgendwelche Programme vorher um Erlaubnis gefragt. Wenn dann also die Nachfrage nach dem Administratorpasswort kommt, drücke niemals unbedacht auf ja. Prüfe, ob du das gerade selbst verursacht hast und ob du verstehst, was der Computer vorhat. Wenn nicht, dann drücke nein.
  5. Mache immer alle Updates. Immer. Für Betriebssystem, für die Programme.
  6. Mache regelmäßig Backups deiner Daten. Regelmäßig ist nicht einmal im Jahr. Das ist eher einmal in der Woche oder einmal alle 2 Stunden. Das musst du selbst entscheiden, je nachdem wie wertvoll dir deine Daten sind. Stell dir immer vor, jemand klaut deinen Computer und dir bleibt nur das Backup. Wieviele Tage Datenverlust würdest du verkraften?
  7. Trenne die Backups von den richtigen Daten. Also wenn du auf eine externe Festplatte sicherst, dann stecke die nur zur Sicherung an und danach gleich wieder ab. Wenn der böse Virus kommt oder ein Blitzschlag deinen Computer grillt, dann wären die Backups sonst auch wieder in Gefahr. Was nicht am Computer steckt, kann so auch nicht kaputt gehen.
  8. Aber am wichtigsten ist und bleibt: Erst denken, dann klicken!

Mein Tipp: Mach alles runter, Windows schaltet automatisch seinen Defender ein. Der läuft wenigstens in einer Sandbox und hat zumindest eine kleinere Angriffsfläche. Schützen tut der dich natürlich genauso wenig wie alle anderen genannten Produkte.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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