Hallo!
Mein Mann versucht grade mittels eines Kompressors (400 Volt) das Metallkreuz vom Grab meiner Eltern zu entrosten. Er hat es mit grobkörnigem Sand versucht und mit feinem, die Pistole hat Druck, alles okay, aber es gibt keinen Abtrag.
Das klingt grade fast so, als würde er mit der Hand Sand in den Luftstrahl streuen… Benutzt er denn richtiges Sandstrahl-Werkzeug dafür?
Zumal es auch auf das Material ankommt. Es heißt zwar „Sandstrahlen“, aber meistens kommt dabei nicht wirklich Sand zum Einsatz. Quarzsand ginge wohl, ist aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zugelassen. Kalksand vom Strand könnte etwas weich sein.
Schlacke wird häufig benutzt, weil sie recht gut und günstig ist.
Glasperlen haben den Vorteil, daß die Oberfläche nicht aufgerauht wird, im Gegenteil, sie wird verdichtet und wirkt fast schon poliert. (Das kenne ich allerdings nur von Aluminium, wie das bei Eisen wirkt, weiß ich nicht)
Vielleicht gibt es in der Nähe auch einen Sandstrahlbetrieb? Ich habe Felgen von meinem Roller mal „Glasperlstrahlen“ lassen, um es anschließend pulverbeschichten zu lassen, hat mich nen Zwanni gekostet.
Apropos: Speziell, wenn das Metall doch mit Schlacke oder Sand gestrahlt wurde, ist es so porös, daß du ihm beim Rosten zugucken kannst. Das Metall muß nach der Aktion dringend geschützt werden!
Doch, das Werkzeug ist geeignet, stammt aus einer aufgegebenen Autolackiererei, ebenfalls der „Sand“. Wir wollen das Kreuz natürlich anschließend mit Rostprimer behandeln, grundieren und neu lackieren, damit es zu Allerheiligen - nun ja - strahlt.
Haben aber - auch wegen Zeitmangel - eben einen Sandstrahlbetrieb am Ort kontaktiert und Foto gemailt. Bekommen wahrscheinlich in Kürze bescheid, was es ungefähr kostet.
Danke Dir! Ist notiert für später.
Das Kreuz haben wir jetzt bei einer Firma sandstrahlen lassen, auch aus Zeitgründen. Ist jetzt grundiert und hat den ersten Anstrich und rechtzeitig zu Allerheiligen können wir es wieder montieren
Gruß,
Eva