Hallo Forum,
wie würde denn in der Praxis eine Sanierung von vollflächig verklebten Fußböden mit Asbesthaltigem Rücken aussehen, die wohl entfernt werden müssten?
jaja…weiss schon-Fachunternehmen.
Würde mich aber interessieren was da auf einen zukommen kann.
Danke!!!
Hallo Fragesteller,
zunächst einmal: Asbestfasern wurden früher als preiswerter Füllstoff u.a. in sogenannten Flex-Fliesen eingesetzt. Und die hatten keine Rückenausrüstung. Wenn also Asbestfasern beinhaltet waren, dann über den gesamten Belagquerschnitt!
Werden derartige Oberbeläge entfernt, sollte darauf geachtet werden, dass die Platten nicht unnötig brechen. Man kann die Fläche zuvor mit einem Wasserfilm versehen und dann mit einem Stoßschaber entfernen.
Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, bei denen große Fasermengen freigesetzt werden, sind im Regelfall nicht notwendig.
Allerdings ist der Abbruch dann als entsprechender Sondermüll zu kennzeichnen und auch zu entsorgen!!
-.-.-.-.-.-.-
Mfg Klaus
Hallo,
wie Klaus schon beschrieben hat, Flexplatten ca. 25cm x 25 cm, homogener Belag ohne Rückenausstattung enthalten einen Asbestanteil von ca. 5% stark gebundene Asbestfasern.
Aber: Beim entfernen sollten die Platten von oben und unten (beim Anheben) mit Wasser benetzt werden, das Wasser sollte zuvor entspannt werden. Auch hier sollte Schutzkleidung in Form von Staubmaske und Einmalanzug verwendet werden, das ganze gehört danach sofort ordentlich verpackt und als Sondermüll entsorgt.
Natürlich gab es aber auch bis Anfang der 1980 Jahre asbesthaltige CV Beläge. Die Rückseiten dieser Beläge sind aus schwach gebundenem Asbest hergestellt.
Typisch für diese Beläge ist die Hoch-Tiefmusterung und ein heller, papierartiger Rücken.
Im eingebautem Zustand ist von keiner Gesundheitsgefährdung auszugehen, versucht man jedoch die Beläge zu entfernen, spaltet sich der Belag und es werden erhebliche Fasermengen an die Umgebungsluft freigegeben. Der Asbestanteil in der Rückenausstattung beträgt bis zu 90% SCHWACHGEBUNDE Asbestfasern – das ist absolut Gesundheitsschädlich und darf nur von einer Fachfirma entfernt werden.
Eine zugelassene Fachfirma kann diese Beläge allerdings ohne großen Aufwand wie Schleusen oder arbeiten unter Unterdruck ausführen. Hiebei werden die Beläge perforiert gewässert und mit Folie für einige Tage abgedeckt, das Wasser zieht in die Unterschicht und so kann der Belag ohne große Staubentwicklung entfernt werden – über die Kosten kann ich allerdings nichts sagen.
Diese Empfehlungen sind auch auf den Seiten der Bau BG nachzulesen!
Gruß
Michael