Sankt Petersburg

Hallo,
der Name „Sankt Petersburg“ bedeutet

  1. die heilige Burg (oder die Stadt) des Peters, oder
  2. die Burg des heiligen Peters?

Ich moechte „die Burg des heiligen Peters“ sagen, ohne ein Missverstaendnis zu erregen. Wie muss ich den Namen bilden, vielleicht etwa so „Sanktpetersburg“, ohne Sankt vom restlichen Wort zu trennen?

danke, CD

Hi,

Ich moechte „die Burg des heiligen Peters“ sagen,

das geht - meines Erachtens - nicht, weil Peter, der Zar,

a) nicht heilig war (gesprochen wurde) und
b) er die Stadt nicht nach sich selbst, sondern nach dem Heiligen (Apostel) Simon Petrus genannt hat.

Möglich wäre also: Petersburg, genannt nach dem Hl.Petrus…oder Burg des Hl. Apostels Petrus…oder Ähnliches.

mfg. a_f.

Danke fuer die Anwort. Gibt es vielleicht eine die Regel, womoeglich eine Ausnahme, die besagt, „Sankt“ gehoert zu „Peters-“ und nicht zu „-burg“? So koennte kein Missverstaendnis entstehen.

die besagt, „Sankt“ gehoert zu
„Peters-“ und nicht zu „-burg“? So koennte kein
Missverstaendnis entstehen.

Hi,

ich glaube, das mögliche Missverständnis, dass sich „Sankt“ auf den Zaren bezieht, ist im Deutschen nur durch eine Umschreibung zu vermeiden.
Oder habe ich deine Frage falsch verstanden?

mfg. a_f

Moin,

Hallo,
der Name „Sankt Petersburg“ bedeutet

  1. die heilige Burg (oder die Stadt) des Peters, oder
  2. die Burg des heiligen Peters?

Wahrscheinlich hast Du schon so lange über der Frage gegrübelt, dass Du den klaren Durchblick verloren hast :wink:
Für mich ist die zweite Bedeutung ganz eindeutig.
„Heilige Stadt des/der + Eigenname“ geht meines Erachtens nicht, wohl aber „Heilige Stadt der Hindus/Moslems/Katholiken“ etc.

Ich moechte „die Burg des heiligen Peter s“ sagen,

das solltest Du nicht sagen (oder zumindest nicht schreiben), weil es nicht regelkonform ist:
„Personennamen haben im Genitiv Singular ein s, wenn sie ohne Artikel stehen. Mit Artikel sind sie endungslos. Zum Beispiel:
Goethes Dramen
die Dramen des jungen Goethe“
http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Inflecti…

Wie muss ich den Namen bilden,
vielleicht etwa so „Sanktpetersburg“, ohne Sankt vom
restlichen Wort zu trennen?

Das verstehe ich nicht. Es gibt doch die Stadt Sankt Petersburg, wozu willst Du dann einen neuen Namen bilden?
Ich habe in einem Atlas nachgeschaut - bei allen Ortsnamen steht das „Sankt“ immer getrennt.

Grüße
Pit

  1. die heilige Burg (oder die Stadt) des Peters, oder
  2. die Burg des heiligen Peters?

Wahrscheinlich hast Du schon so lange über der Frage
gegrübelt, dass Du den klaren Durchblick verloren hast :wink:
Für mich ist die zweite Bedeutung ganz eindeutig.
„Heilige Stadt des/der + Eigenname“ geht meines Erachtens
nicht, wohl aber „Heilige Stadt der Hindus/Moslems/Katholiken“

Die Schreibweise „Sankt Petersburg“ legt aber genau das nahe, wahrscheinlich deshalb die Frage.

Meinem Verständnis nach müßte es der Bedeutung nach korrekt „Sankt-Peters-Burg“ heißen.
Die anerkannte Schreibweise „Sankt Petersburg“ heißt doch „Heiliges Petersburg“.

Man schreibt ja üblicherweise auch „St.-Katharinen-Gemeinde“ statt „St. Katharinengemeinde“.

Grüße,
R.H.

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Hallo cyberdust
Wenn man den russischen Namen hernimmt, wird es leicher.
Da heisst es nämlich „Sankt Peterburg“ (ohne s).
Mit dem Wissen, daß russischen Stadtgründungen mit Befestigung auch …burg genannt wurden, kommt ganz einfach die Stadt namens Sankt Peter heraus.
Der Kern dieser Stadt ist übrigens die Festung Sankt Peter und Paul, in unseren Breiten als Petrus und Paulus bekannt.
Gruß
Rochus

Hallo,
Ja, das ist richtig. Im Deutschen (das müsste eigentlich in allen Sprachen so sein) beziehen sich Attribute bei Komposita nämlich immer auf den Kopf. Man kann z.B. eine volle Kaffeetasse sagen, nicht aber *eine starke/schwarze/wohltuende Kaffeetasse (wenn man sich auf den Kaffee beziehen möchte).
Daher kann _heilige Petersburg nur bedeuten: „die heilige Burg des Peters“.

Sankt ist hier ja nun kein Adjektiv sondern Teil des Eigennamens. Ich bin da nicht sicher, wie man das deuten könnte… aber in der deutschen Übersetzung ist’s wie oben beschrieben.

Gruß,

  • André_
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