Sansevieria trifasciata

hallo miteinander,
ich habe eine Sansevieria trifasciata (auch schiegermutterzunge genannt:smile: geschenkt bekommen (nein nicht von meiner schwiegertochter:wink:)

habe dann über google nachgeschaut wegen der pflege dieser mir unbekannten pflanze.

nebst den immer wieder gefundenen hinweisen, dass es eine der anspruchslosesten pflanzen sei, fand ich auch die aussage, dass gerade diese trifasciata keine temperaturen unter 15° verträgt.

meine frage: ist das wirklich so ernst zu nehmen?
das wäre nämlich ein grosses problem, da in meinem (alten) hause über nacht die temperaturen auch jetzt noch bis auf 10° sinken, im winter bis 3°.
da ich das haus (seit dem auszug aller kinder) nun alleine bewohne, heize ich in der übergangszeit (wo ich keine eingefrorene wasserleitungen mehr befürchten muss) nur noch da wo ich mich jeweils gerade aufhalte, mit einem petrolofen.

da ich mich am häufigsten in meinem atelier befinde, habe ich die pflanze nun sicherheitshalber provisorisch da hingestellt, möchte sie aber schon sehr gerne im wohnzimmer aufstellen.

hier noch ein bild der pflanze (das bild stellt zwar nicht meine eigene dar, sondern eine wirklich identische aus google- bilder)
http://www.evertype.com/misc/sansevieria.jpg

Hallo,

es stimmt schon, dass alle Sansevierien sehr kälteempfindlich sind,
allerdings hauptsächlich in Zusammenhang mit nassem Substrat. Sie stammen
ja ursprünglich aus dem südlichen Afrika, wo die Nachttemperaturen gerne
unter 0° absinken, sie wachsen aber auch in trockenster „Erde“.

Wenn du sie im Winter fast trocken hältst, sollte sie überleben. Im Sommer
stehen sie übrigens gerne in der prallen Sonne, vorausgesetzt, das
Substrat ist sehr durchlässig und es bestehen keine weiteren
Voraussetzungen für Staunässe (Übertopf usw.). Staunässe ist der einzige
sichere Feind dieser Überlebenskünstler, die auch einige Wochen ohne
Wasser auskommen - jedenfalls meine Sansevieria cylindrica ist in dieser
Hinsicht mehr als genügsam. Diese hat allerdings auch ein besseres
Wasserreservoir als die blattförmigen S.

Gruß
Horst

PS: Wie hältst du es Winter bei diesen Temperaturen aus?

hallo lieber lantanos

herzlichen dank für deine schnelle und kompetente antwort!

Im Sommer

stehen sie übrigens gerne in der prallen Sonne, vorausgesetzt,
das
Substrat ist sehr durchlässig und es bestehen keine weiteren
Voraussetzungen für Staunässe (Übertopf usw.).

ja, das ist es gerade, was mich sofort störte, dieser (zwar modisch schöner) übertopf, welcher aber eigentlich gar kein ÜBERtopf zu sein scheint, da ich (auch wenn ich in der erde grüble:smile:)keinen innentopf finden kann:frowning:
was mach ich da bloss?
es ist ebne so, dass ich diese pflanze von einem meiner (noch ledigen) söhne bekommen habe z. muttertag und dieser sohn hat lange, lange nicht mehr mit mir gesprochen (und ich weiss noch immer nicht warum:frowning:
nun stand er am letzten sonntag plötzlich vor der türe und dann noch mit dieser pflanze.
das hat mich so gefreut und sehr berührt, darum darf ihr gar nichts passieren und eben auch der topf - ich weiss nicht …, ich möchte nicht, dass er deknt, er gefalle mir nicht.
hier das originalbild mit topf:
http://www.imagehop.com/show.php?id=ac81f0767f84e
or
http://www.imagehop.com/show.php?id=ac81f0767f84e&n=…
zu deiner frage
>>>Wie hältst du es Winter bei diesen Temperaturen aus?

also, erstens ist dies ja (im winter) nur in der nacht so, weil ich da nicht heize, da ich sonst schlecht schlafe,
dann kommt es oft vor, dass z.b. in der küche nur noch 3° „warm“ ist:smile: aber das ist dann eher in bodennähe gemessen. aber 15°wärme das gibt es NIE im winter, bevor ich am morgen meine holzzentralheizung gefüttert habe:smile:
letzten winter sind mir, trotz tag und nacht heizen (wir hatte temperaturen bis zu 28° minus) einmal die wasserrohre eingefroren.

das waren die zuleitungen welche draussen im korridor (im zugang zum keller) sind und dieser korridor und haustüre (noch) sehr schlecht isoliert sind.
in den letzten tagen herrschten aber auch tagsüber nur temperaturen von ca 12° in den räumen die ich nicht heize

aber frieren muss ich nicht, neben mir steht, wie ich schon sagte, ein (zibro) petrolofen, welcher herrliche wärme spendet.
ich habe 2 davon im erdgeschoss und 2.stock. es sind automatische, die man auch auf eine bestimmte startzeit programmieren kann.

ausserdem, bin ich sehr abgehärtet, da ich ja ganzjahrs täglich in meinem pool bade, dazu muss ich im winter immer zuerst das eis rausschlagen.
dies musste ich letzten winter täglich tun, sonst wäre der pool in 2 -, spätestens in 3 tagen bis zum boden durchgefroeren. (90cm)

liebe grüsse
beresina

Plastiktopf
Hallo !

Ich habe vor Jahren mal eine Trifasciata geschenkt bekommen und sie seitdem fleißig vermehrt.
Dazu ist es hilfreich, Plastiktöpfe zu verwenden und zwar ausnahmsweise die der billigsten Sorte, die dünnwandigen.
So merkt man nämlich an einer Auswölbung der Topfwand, dass die Pflanze an dieser Stelle einen neuen (dicken) Austrieb machen möchte. In Tontöpfen müssen sich die Triebe bis an die Oberfläche durchquälen und wenn das Wurzelwerk allzu dicht ist, kann sogar der Topf gesprengt werden.
Bei mir wölben sich zur Zeit alle Sanseverientöpfe, d.h., ich habe demnächst statt vier Töpfe vielleicht sechs oder sieben. Die Pflanzen blühen z.Zt. auch und sondern süße Nektartröpfchen ab.
Den Wasserbedarf kann man im Sommer auch fühlen, wenn die Blätter schön prall sind, darf nicht gegossen werden, bei Wasserbedarf werden sie etwas weich. Als Substrat nehme ich Blumenerde mit viel Sand und reichlich Hydrokulturkugeln, vor allem am Topfboden, damit Staunässe ablaufen kann.

Jochen

Hallo Beresina,

wenn der "Über"topf ein Abzugsloch hat, ist alles ok. Wenn nicht - ja,
dann ist umtopfen angesagt.

Ich muss mich übrigens korrigieren: Die Sorten mit den panachierten
(weiß-bunten) Blättern sollten im Sommer nur in den Halbschatten, da das
volle Sonnenlicht die Zeichnung verblassen lässt.

Nach deiner Schilderung immer noch fröstelnde Grüße
Horst

hallo lieber horst

wenn der "Über"topf ein Abzugsloch hat, ist alles ok. Wenn
nicht - ja,
dann ist umtopfen angesagt.

hatte er nicht, ist aber schon korrigiert! :smile:
bohrmaschine (mit bohrer nach oben) in den schraubstock gespannt, anlasser mit kleber fixiert, topf in beide hände genommen und einigemale über den laufenden bohrer gestült/gedrückt. so hat der topf nun 4 löcher. der topf ist übrigens aus plastic, dabei sieht er doch so vornehm metallig aus:smile::

Ich muss mich übrigens korrigieren: Die Sorten mit den
panachierten
(weiß-bunten) Blättern sollten im Sommer nur in den
Halbschatten, da das
volle Sonnenlicht die Zeichnung verblassen lässt.

danke auch für diesen guten tip!!

Nach deiner Schilderung immer noch fröstelnde Grüße

heute ist es aber (zumindest draussen) sehr warm! :smile:
da ich aber krank geschrieben bin, halte ich mcih besser drinnen auf:wink:
leibe grüsse
beresina

hallo lieber jochen,
auch dir herzliche dank für diesen tollen tip!
ich hätte ja keine ahnung gehabt, was da geschieht, wenn sich der topf plötzlich so aufbläht wie der bauch einer kobra, wenn sie ein schweinchen gefressen hat! :smile:)

meine pfalnze hat schon 2 kleine triebe die oben herausgucken, siehe (original)bild in meinem 2. posting. was mach ich nun mit denen? darf ich die, wenn sie etwas grösser sind, einfach ausgraben? aber wie? geht da nichts kaputt?
und blüten gibt diese schwigermutterzunge auch noch? wow, das ist ja toll!
liebe grüsse
beresina.

Ich habe vor Jahren mal eine Trifasciata geschenkt bekommen
und sie seitdem fleißig vermehrt.
Dazu ist es hilfreich, Plastiktöpfe zu verwenden und zwar
ausnahmsweise die der billigsten Sorte, die dünnwandigen.
So merkt man nämlich an einer Auswölbung der Topfwand, dass
die Pflanze an dieser Stelle einen neuen (dicken) Austrieb
machen möchte. In Tontöpfen müssen sich die Triebe bis an die
Oberfläche durchquälen und wenn das Wurzelwerk allzu dicht
ist, kann sogar der Topf gesprengt werden.
Bei mir wölben sich zur Zeit alle Sanseverientöpfe, d.h., ich
habe demnächst statt vier Töpfe vielleicht sechs oder sieben.
Die Pflanzen blühen z.Zt. auch und sondern süße
Nektartröpfchen ab.
Den Wasserbedarf kann man im Sommer auch fühlen, wenn die
Blätter schön prall sind, darf nicht gegossen werden, bei
Wasserbedarf werden sie etwas weich. Als Substrat nehme ich
Blumenerde mit viel Sand und reichlich Hydrokulturkugeln, vor
allem am Topfboden, damit Staunässe ablaufen kann.

Jochen

Moin Beresina,

auch wenn ich nicht Jochen bin… Lass die neuen Triebe doch, wo sie sind.
Warum denn entfernen? Dies musst du nur, wenn dir die Pflanze über den
Kopf wächst, du absolut keinen größeren Topf mehr findest oder du sie
vermehren willst. Grundsätzlich gewinnt deine Sans. doch nur durch den
Zuwachs von neuen Trieben, auch wenn sie durchaus mal den Rahmen sprengt.

Gruß
Horst