Theravada
Moin Thomas,
das hat nichts mit meinen Gefühlen zutun, wieso auch ? Solche eine Diskussion ist mir einfach zu albern und zu abwegig um sie überhaupt ernsthaft führen zu können. Sicher, im Prinzip kann man alles Diskutieren, auch ob das Ei nicht in eigentlich ein Fahrad ist und Erwin heisst, aber auch meine Zeit ist begrenzt.
Das Argument (und auch nicht mein Argument, weil ich es ja aus
diesem
dtv-Bändchen wohl unkritisch übernommen hatte)
nein, das: „Ich bin mir im Moment allerdings nicht ganz im Klaren darüber, welche Bedeutung diese Unterscheidung genau hätte. Denn im Grunde genommen wären ja - nach dem, was ich vorhin schrieb - beide Schulen nicht authentisch im Sinne der urbuddhistischen Lehre, oder?“
Ist deine ureigenste Aussage und ich sehe nichts im Text von Mylius, was solch eine Folgerung rechtfertigen würde.
war ja nicht,
dass die Schulen der Lehre widersprechen würden, wohl aber,
dass sie mit ihren beiden Deutungen über die urbuddhistische
Lehre hinausgehen,
Diese Aussage ist ja auch soweit in Ordnung auch wenn der Begriff „Deutung“ hier fehl am Platze ist. Es handelt sich um „Erläuterungen“ nicht um „Deutungen“. Wenn man ein Beispiel anführt, um etwas zu erläutern, geht das auch über den urprüngliches Sachverhalt hinaus. Dennoch kann es manchmal hilfreich sein, um den ursprünglichen Sachverhalt zu verstehen und es ist auch kein Problem, wenn jemand anders diesem Beispiel nicht folgen will/kann.
dass sich also die Lehren von „Selbst“ und
„Leere“ im Pali-Kanon (ich hoffe, ich sage jetzt nichts
Falsches, denn - so wie ich es verstanden habe - ist das doch
die früheste Quelle, oder?) noch nicht finden,
ähm…Thomas…also bitte, du hast selbst Textstellen aus der Einleitung dieses Buches zitiert, wo vom Nicht-Selbst als Teil der Urbuddhistischen Quellen die Rede ist. Dies wird im Mahayana weiter vertieft (erläutert) und führt eben zum Begriff von Sunyata (Leerheit). Nicht-Selbst (Antman) ist aber nicht das gleiche wie Lehrheit (Sunyata)!! Nicht-Selbst (Anatman) gehört zur Urbuddhistischen Leehre, der Begiff Sunyata (Lehrheit) wurde erst später durch das Mahayana (da insbesondere Nagaryuna) geprägt, um das Konzept vom Nicht-Selbst weiter zu erläutern. Es mag Theravada-Buddhisten geben, die dieser Erläuterung nicht folgen mögen. Das ist aber völlig ok, es ist ja nur eine Erläuterung.
mithin als
spätere Zusätze anzusehen sind - ausgehend von der
zugrundegelegten Behauptung, dass Buddha selbst darüber keine
Angaben gemacht habe.
Wie kommst du darauf ? Natürlich hat Buddha dazu Aussagen gemacht, dazu kannst nahezu in jedem belieben Buch über die Grundlehre des Buddhismus nachlesen und ganz sicher auch in dem dir vorliegenden Buch von Mylius.
Weil ich ja die Schriften nicht auswendig kenne, müsste ich
also danach suchen, wo sich etwas derartiges findet, also ob
das stimmt. Für mich ist das ziemlich schwer, weil mir die
Unkenntnis der Begrifflichkeiten zu schaffen macht.
Kein Problem, les einfach das dir vorliegende Buch von Mylius über die Einleitung hinaus. 
Da Mylius Anatman in seiner Einleitung als Bestandteil der Urbuddhistischen Lehre erwähnt bin ich mir sicher, dass er es auch im Weiteren Teil seines Buches erwähnt.
Gruss
Marion