Hallo Marko!
Für den Spiegel wurde mir ein spezieller Ziegel aufs Dach
gesetzt mit einem ca. 20 cm langen Rohr und einer sich
verjüngenden Gummikappe drauf.
Da soll jetzt ein senkrechtes Rohr rein, welches an Sparren
und Dachboden befestigt werden soll.
Du nimmst ein verzinktes Stahlrohr, das am oberen Ende mit einer aufgeschraubten Rohrkappe verschlossen wird. Das Stahlrohr wird am Dachsparren mit einer Schelle und auf dem Dachboden mit einem Mastfuß festgeschraubt. Wichtig ist, daß es nur diese beiden Befestigungspunkte gibt, nicht noch einen dritten Punkt dazwischen. Das Rohr würde sonst unter Windlast abknicken. Die beiden Befestigungspunkte sollen weit genug auseinander liegen. Was weit genug ist, hängt von der Masthöhe oberhalb des oberen Befestigungspunkts ab. Bei einer Länge von 1,5 m über Dach sollten die Befestigungspunkte > 0,75 m auseinander liegen. Als Rohr nimmst Du das, was Du im Fachhandel kaufen kannst, damit von Befestigungsschellen, über Kabelschellen bis zur Mastkappe alles paßt. Die Mastdurchführung an der Gummipfanne wird mit einer selbstverschweißenden Bandage stramm umwickelt und damit dauerelastisch abgedichtet.
- Um wieviel sollte das Rohr über den Dachstein gucken, damit
ich da vernünftig einen Spiegel (85cm) installieren kann
(Dachneigung ist übrigens 35 Grad/Walmdach). Zu hoch sieht
sicher nicht aus.
Ein hoher Mast gibt viel Hebel für Windkräfte ab. Die Schüssel darf sich auch bei Orkanstärken nicht selbständig machen.
- Wie habt ihr das mit den Kabeln gelöst, einfach ins Rohr
rein?
Das Kabel darf sich im Wind nicht bewegen, muß also in kurzen Abständen abgefangen werden, soll aber nirgends unter Zugspannung stehen, auch dann nicht, wenn sich der Mast im Wind biegt. Kabel werden nämlich bei Frost steif und neigen dann zum Brechen. Für die Kabeleinführung ins Haus gibt es 2 Möglichkeiten: Man kann das Kabel draußen am Mast entlang nach unten und im sanften Bogen unter das untere Ende der Gummipfanne nach innen führen. Oder man bohrt den Mast an und führt das Kabel innerhalb des Mastes ins Haus. Das Kabel kommt dann am Mastfuß wieder heraus. Bei allen Kabeleinführungen, egal ob in den Mast oder unter die Gummipfanne, muß man das Kabel so führen, daß sich eine Tropfnase ergibt, so daß Wasser nicht am Kabel entlang ins Haus läuft.
- Wohin mit dem Multischalter? Haben einen ausbaufähiges
Dachgeschoss, momentan aber ungedämmt. Strom wäre aber
vorhanden. Kann der Multischalter Temperaturschwankungen ab?
Das entnimmst Du der Betriebsanleitung des Gerätes.
- Zur Sat-Anlage: Bringt ein 100cm Spiegel im Vergleich zu
einem 85er was (haben freie Sicht, da Eckgrundstück).
Der Unterschied der Empfangsleistung ist knapp Faktor 1,4 und damit nur bei kritischen Empfangslagen von Bedeutung.
Wie sieht es mit einer 2. LNB aus. Da würde ich neben Astra auch
noch Hotbird bekommen.
Dazu kann ich nichts sagen. Ich hab zwar hunderte Außenantennen auf den abenteuerlichsten und höchsten Dächern und Masten eigenhändig als Lehrling im Radio- und Fernsehtechnikerhandwerk gebaut, aber das war zwischen 1966 und 1970 und damals gab es noch keine Sat-Schüsseln für den Fernsehempfang.
Dran denken: Ein Außenmast muß geerdet werden. Die Erdung führst Du mit einem dafür im Handel erhältlichen Kabel außen am Haus zu einem im Erdreich sitzenden Erder.
Gruß
Wolfgang