Sat-Signal wie Kabel empfangen

Wie geht´s und was kostet´s?
Schönen guten Abend, ich habe den Wunsch in unserem Haus die ganzen Sat-Receiver los zu werden. Heißt, unser Signal von der Sat-Schüssel so zu ändern als hat man Kabelanschluss. TV, Radio, HDD-Rec. aus einer Dose, nicht wie bisher vier Kabeleingänge, vier Receiver, vier Geräte.
Soll wohl seeeehr teuer sein… vielen Dank im Voraus mira2

Hallo mira2,
im Grundsatz kein Problem. Die Frage nach einer Satellitenaufbereitung ist, ob in Pal ( analog ) oder QAM ( digital ). Ersteres macht eigentlich nur für Wohnheime und Altersheime sinn, zweiteres macht wieder einen Digitalreceiver notwendig. Die Kosten sind je nach Hersteller unterschiedlich, aber für kleine Wohneinheiten bzw.Einfamilienhäuser nicht tragbar ( Außer ist liegt zuviel Geld herum ). Die Kosten belaufen sich bei der Aufbereitung in Pal bei ca. 300 - 500 €/pro Programm und bei QAM bei ca. selbiger Höhe pro Transponder. Um alle Dienste, Vorteile, Qualität zu nutzen ist aber nur digital zu empfehlen. Da hier sowieso Digitalreceiver zu nutzen sind kann man gleich bei Sat bleiben.
mfg
Hahnawackel

Hallo Hahnawankel

Da muss ich Einspruch erheben. Es ist auch möglich digitale Programme in Pal umzusetzen. Der Weg über QAM muss nicht gegangen werden.

Die Kosten jedoch sind in jedem Fall enorm und mehr als 101 Programme geht nicht. Aber wer brauch schon so viele…

30Programme in Kopfstellentechnik kosten so etwa 12000€ ohne Installationskosten! Auch vom Energieverbrauch für Otto-Normalverbraucher zu teuer. (so ca.50W/Sender)

…Auf der anderen Seite könnte man dadurch wiederum Heizkosten einsparen…

Da kommt man billiger wenn TV-Geräte mit DVB-S Tuner angeschafft werden… (Wenn man denn unbedingt auf externe Receiver verzichtet werden muss)

Auch ist nicht unbedingt eine Kopfstation nötig. Man kann auch eine größere Anzahl von Receiver dazu benutzen. Müssen halt einen Modulatorausgang haben dessen Ausgangskanal einstellbar ist. Das ist sicherlich keine schöne Lösung und ich würde mir an den Kopf greifen wenn ich einen Turm von 10-20 Receiver im dunklen Kämmerlein sehen würde aber es ist machbar und günstiger als Kopfstationstechnik.

Gruß Meph

Vielen Dank für die schnelle Antwort von Ihnen.
Kurz noch ein paar Erklärungen meiner Seits, da ich in diesem Metier nicht so bewandert bin.
-Bei uns ist z.B. DVB-T Empfang nicht möglich, geht dann DVB-S?
-Wir empfangen (nutzten) digital, was sind Kopfstellen, -stationen? (das „dunkle Kämmerlein“ währe vorhanden um die Receiver mit einstellbaren Modulatorausgang??? zu stellen)
-Sollte es tatsächlich 12000Euronen kosten für den Ersatz von 5 Receivern bei dem normalen TV-Proggamm von ca. 30 Sendern?

Da fragt man sich, wie wird das in einem Mietshaus bewerkstelligt, was ist daran so teuer (hatte keine S-Klasse stehen sehn)

Vielen Dank an Euch mira2

Hallo Meph01,

Hallo Hahnawankel

Da muss ich Einspruch erheben. Es ist auch möglich digitale
Programme in Pal umzusetzen. Der Weg über QAM muss nicht
gegangen werden.

Tja, wo Du recht hast hast du recht. Aber wer bereitet denn noch Sat Analog auf. Das macht in Richtung Abschaltung keinen Sinn mehr. Daher meine Antwort Aufbereitung in Pal. Kein Fachmann wird dies tun.

Die Kosten jedoch sind in jedem Fall enorm und mehr als 101
Programme geht nicht. Aber wer brauch schon so viele…

101 PAL Programme in ein Kabelnetz bis 860MHz rein zu bringen ist schlicht unmöglich. Selbst bei einer Nachbarkanalbelegung nicht. Man geht von max. 50 Programme aus, und das nur, wenn das Netz in Ordnung ist.

30Programme in Kopfstellentechnik kosten so etwa 12000€ ohne
Installationskosten! Auch vom Energieverbrauch für
Otto-Normalverbraucher zu teuer. (so ca.50W/Sender)

16 Transponder in QAM Digital entsprechen alle wichtigen Programmen mit ca. 210 TV und 90 Radioprogramme. Und ich belege nur 16 Kanäle. Das aber nur in Wohnanlagen, bei 5 Familienhaus viel zu teuer.

…Auf der anderen Seite könnte man dadurch wiederum
Heizkosten einsparen…

Da kommt man billiger wenn TV-Geräte mit DVB-S Tuner
angeschafft werden… (Wenn man denn unbedingt auf externe
Receiver verzichtet werden muss)

Das ist auch richtig. Die Industrie verstärkt hier ihre Aktivitäten in Richtung Multituner bei TV-Geräte.

Auch ist nicht unbedingt eine Kopfstation nötig. Man kann auch
eine größere Anzahl von Receiver dazu benutzen. Müssen halt
einen Modulatorausgang haben dessen Ausgangskanal einstellbar
ist. Das ist sicherlich keine schöne Lösung und ich würde mir
an den Kopf greifen wenn ich einen Turm von 10-20 Receiver im
dunklen Kämmerlein sehen würde aber es ist machbar und
günstiger als Kopfstationstechnik.

Jetzt ziehen wir aber alte Schinken aus der Kammer. Das hat man früher mit Premiere gemacht, und der Stromverbrauch ist auch nicht viel geringer, also doch Zusatzheizung.

Gruß Meph

Gruß
Hahnawackel

Hallo Mira2,

Vielen Dank für die schnelle Antwort von Ihnen.
Kurz noch ein paar Erklärungen meiner Seits, da ich in diesem
Metier nicht so bewandert bin.
-Bei uns ist z.B. DVB-T Empfang nicht möglich, geht dann
DVB-S?

DVB-S ist Digitaler Satellitenempfang. Wenn Richtung Satellit frei Sicht ist ist dies immer möglich.

-Wir empfangen (nutzten) digital, was sind Kopfstellen,

Jetzt erkläre mal, was Du hast. Einen Kabelanschluss oder eine Satellitenanlage. Und wenn Sat und Du nutzt Digital dann hast Du doch alles ?

-stationen? (das „dunkle Kämmerlein“ währe vorhanden um die
Receiver mit einstellbaren Modulatorausgang??? zu stellen)
-Sollte es tatsächlich 12000Euronen kosten für den Ersatz von
5 Receivern bei dem normalen TV-Proggamm von ca. 30 Sendern?

Nur, wenn Du ohne Digitalreceiver auskommen möchtest. Dann verzichtest Du aber auf viele Möglichkeiten.

Da fragt man sich, wie wird das in einem Mietshaus
bewerkstelligt, was ist daran so teuer (hatte keine S-Klasse
stehen sehn)

z.B. per Multischalter, SCR Einkabellösung oder Direkt vom Reflektor.

Vielen Dank an Euch mira2

Gruß
Hahnawackel

Hallo Mira

Du ist angemessen :smile:

DVB-S ist ja der Empfang über SAT. Das sollte mit einer entsprechenden Antenne (Spiegel) möglich sein. Voraussetzung ist natürlich ein nutzbarer Aufstellungsort der nach Süden ausgerichtet ist und bei dem 11Uhr vormittags (ist so eine Faustformel) freie Sicht auf die Sonne besteht. Also kein Gebäude oder Wald/Bäume die Sicht versperren. Wolken stellen kein Problem dar.

Kopfstationen nennt man professionelle Empfangsgeräte die in der Regel Modular aufgebaut sind und den gleichzeitigen Empfang vieler Programme direkt mit dem TV ermöglichen. Also wenn man so will viele Receiver vereint in einem Gerät.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kabelkopfstation
z.B. http://kopfstationen.de/deutsch/produktframe.htm

Da es immer problematisch ist mehrere TV Kanäle auf einer Leitung zu übertragen (weger der gegenseitigen Beeinflussung und der daraus entstehenden Verschlechterung der Bild- und Tonqualität) müssen diese Geräte hochwertige und damit teure Technik in sich vereinen. Das hat natürlich alles seinen Preis.

Mein ehemaliger Arbeitgeber Hirschmann Multimedia hat solche Technik für den Semi - Professionellen Einsatz hergestellt. Die Kosten alleine für die Umsetzung der Premiere Programmpakete beliefen sich auf 8000€ natürlich machen derartige Investitionen nur Sinn wenn diese enormen Kosten auf möglichst viele Teilnehmer verteilt werden können.

Oder Mann/Frau hat das Geld. Wir haben unter andrem für die Herren in Dubai Anlagen konzipiert die im Bereich von >30k€ lagen und nur für eine Familie/Haus/Anwesen (wie viele das auch immer bei den Arabern sein mögen)angeschafft wurden. (etwa 40 Sender waren damit frei empfangbar)

Für „Normalsterbliche“ ist der Empfang über SAT mittels eines Satreceiver pro TV Gerät die deutlich kostengünstigere alternative.
Dabei rede ich von einem Invest von wenigen 100€ für 4-8 TV Geräte.

Die bevorzugte TV-Signalversorgung in kleineren bis mittleren Mietshäusern ist nach wie vor der Kabelanschluss von, in meinem Fall, Kabel BW. Wobei ich mit Erstaunen festgestellt habe das es Hierzulande eine große Anzahl von Wohnsiedlungen gibt die Zentral von einer Kopfstation mit TV versorgt sind. Auch hier ist der Empfang über SAT möglich. Eine ausreichend große Antenne (Spiegel) kann durchaus mit der entsprechenden Verteilung 100 Anschlüsse versorgen.

Ich hoffe das meine Ausführungen (die ich in der Regel nicht so ausführlich verfasse) für dich erhellend waren.

Gruß Meph

Nur zur Richtigstellung
Hallo Hahnawackel

Da du vom Fach bist muss ich dir ja nicht erklären dass das Kanalraster BG mit oberen und unteren Sonderbereichen in Summe 101 Kanäle hat. Es also (zumindest theoretisch) möglich ist so viele Kanäle gleichzeitig zu übertragen. Wahrscheinlich hat das noch keiner gemacht… in einem Häuschen mit 100m Kabellänge und 6 Teilnehmern sehe ich da vorerst keine Probleme. Nachbarkanalbelegung war zu Zeiten als die Modulatoren noch mit Trimmer und Spulen händisch abgeglichen wurden kein unüberwindbares Problem.

Umsetzung von DVB-S in Pal macht kein Mensch mehr… Das ist so eine Geschichte… die wohl nie enden wird… und das weist du selbst auch gut. Nach wie vor werden diese Geräte angeboten, verkauft und weiter entwickelt. Zumindest bei Grundig, Hischmann-Triax und Fuba.

Multituner (wenn man das so nennen möchte) sind aus Sicht der HF unproblematisch. Frequenzen von 47-2400MHz) herunter zu setzen auf die ZF ist möglich. Entscheidend ist die Frage wann es Demodulatoren gibt die sowohl COFDM, QPSK und QAM mit all seinen Varianten z.B. ISDB-T, DTMB… können. Stichwort Welttuner…

Der Vorschlag mit dem Receiverturm ist nicht wirklich ernst gemein gewesen. Obwohl es durchaus noch solche Anhäufungen in dem ein oder anderen Hotel geben soll.

PS: Für einen anregenden Wissensaustausch bin ich jederzeit offen da auch ich nicht die Weisheit mit Löffeln zu mir genommen habe und in Sachen Home-Multimedia derzeit etwa auf dem Stand von vor 3Jahren bin. Zwischenzeitlich hat sich mein auch berufliches Arbeitssfeld in Richtung CAR-Multimedia entwickelt.

Gruß Meph

hiho,

Umsetzung von DVB-S in Pal macht kein Mensch mehr… Das ist
so eine Geschichte… die wohl nie enden wird… und das weist
du selbst auch gut. Nach wie vor werden diese Geräte
angeboten, verkauft und weiter entwickelt. Zumindest bei
Grundig, Hischmann-Triax und Fuba.

macht auch durchaus noch sinn.
man stelle sich bei installationen mal das gejaule der mieter in einem wohnkoplex vor, wo fast alle plötzlich eine stb in betrieb nehmen müssten…
oder in hotelanlagen, wo mit spitzem bleistift gerechnet wird…

Der Vorschlag mit dem Receiverturm ist nicht wirklich ernst
gemein gewesen. Obwohl es durchaus noch solche Anhäufungen in
dem ein oder anderen Hotel geben soll.

jepp, und sowas wurde häufig auch von profis installiert - man gut das ich kein profi bin, sondern fernsehfritze…*g*.
wenn man den hotelies allerdings den preis für eine ordentliche, der teilnehmeranzahl angepassten aufbereitung mitteilt, muss man denen häufig wieder auf die beine helfen…*g*

PS: Für einen anregenden Wissensaustausch bin ich jederzeit
offen da auch ich nicht die Weisheit mit Löffeln zu mir
genommen habe und in Sachen Home-Multimedia derzeit etwa auf
dem Stand von vor 3Jahren bin.

das ist heutzutage immernoch nicht anders. die möglichkeiten haben sich zwar erweitert, aber solange noch analoge geräte vorhanden, bzw dvb-c empfänger aufpreis kosten, wird sich die analoge pal-verteilung noch einige jahre halten - umsetzung auf dvb-c bleibt solange eine zusatzoption (ähnlich wie beim „normalen“ kabelanschluss auch).

gruss wgn (der mindestens 20 pal-programme bei aufbereitungen einspeist)