Satanismus

hallo
was ist der wahre satanismus?
m.

Hallo,

ich weiß, das du was anderes hören bzw. lesen wolltest:

http://www.rpi.at/wien/Geschichte.htm

http://www.satanismus.org ist auch kalter Kaffee.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

hallo
was ist der wahre satanismus?
m.

Eine Religion wie viele andere. Mit so unterschiedlichen Erscheinungsformen und Glaubensrichtungen, dass man bei der Beantwortung der Frage nur auf die historischen Wurzeln verweisen kann.
Ein guter Aufsatz, der insbesondere den Satanismus in England untersucht ist hier zu finden
http://private.addcom.de/s/sequiem/satan.htm#Was ist Satanismus

Es wird aber bei der Lektüre dieser und anderer Quellen deutlich, dass es nur sehr wenige Satanisten gibt (bis auf „Jugendsatanisten“, die sicherlich nicht „wahre“ Satanisten sind, sondern nur aus den allgemein bekannten Fakten über Satanismus informiert sind). Ausserdem ist es für Aussenstehende sehr schwierig bis gefährlich, Informationen zu sammeln. Das Geheimwissen wird gut gehütet.

Peace,
Kevin.

hallo
was ist der wahre satanismus?
m.

Eine Religion wie viele andere.

Das ist ja wohl eine Frechheit. Mitnichten ist der Satanismus eine Religion wie viele andere. Diese Behauptung ist Blasphemie. Wahrscheinlich schreibt hier selbst ein Satanist, der seine Geistesverirrung verherrlichen moechte und uns damit infizieren… Ich hoffe, falls sie ein glaeubiger Christ sind, dass sie diese Aussage bereuen.

Aufrichtigst
Angelica

Liebe angelica

Das ist ja wohl eine Frechheit. Mitnichten ist der Satanismus
eine Religion wie viele andere. Diese Behauptung ist
Blasphemie.

Religion heißt nicht, daß man dann zwangsläufig an deinen gott glauben muss. außerdem glaubt dein gott ja selbst an den satan, er hat ihn schließlich geschaffen. Also kann auch von blasphemie nicht die rede sein, wenn man an etwas glaubt, mit dem gott sich nun ja auch auseinandersetzt.

off Topic: Der Papst soll ja nach neuesten Berichten schon 4 mal den Teufel ausgetrieben haben. ergo: auch der papst glaubt an den teufel!!!

wie heißt es bei faust so schön: von zeit zu zeit seh ich den alten gern!

Wahrscheinlich schreibt hier selbst ein Satanist,

der seine Geistesverirrung verherrlichen moechte und uns damit
infizieren…

Daß Aufklärung gerade bei den Katholiken nicht gern gesehen ist, bestätigt wohl dieses statement von dir.

Ich hoffe, falls sie ein glaeubiger Christ sind,

dass sie diese Aussage bereuen.

Dasselbe hoffe ich von dir, denn:

eine der obersten glaubenslehren deiner Religion heißt doch demut; gipfelnd im Satze: richte nicht, denn du wirst selbst gerichtet werden.

winkel

was ist der wahre satanismus?

Eine Religion wie viele andere.

Das ist ja wohl eine Frechheit.

Hallo Angelica,

Dein Posting erinnert mich an „Sektenbeauftragte“, die schon bei der Frage nach dem grundsätzlichen Unterschied herkömmlich organisierter Kirchen und Sekten passen müssen. Ob nun Satanisten, Mitglieder christlicher Kirchen und Anhänger beliebiger Religionen - sie alle befriedigen ihr Bedürfnis nach Spiritualität. Daß dabei jede Gruppe fest überzeugt ist, den einzig richtigen und seelig machenden Weg zu gehen, ist eine weitere Gemeinsamkeit. Das Ganze ist ein Markt mit reger Konkurrenz und Marktanteile werden mit Zähnen und Klauen und oft genug mit unlauteren Methoden oder sogar gewaltsam verteidigt.

Nach diesen Kriterien arbeiten Satanisten und z. B. Christen nur in unterschiedlichen Firmen der gleichen Branche.

Weshalb also die Aufregung?

Gruß
Wolfgang

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Satanismus

Eine Religion wie viele andere.

Das ist ja wohl eine Frechheit. Mitnichten ist der Satanismus
eine Religion wie viele andere.

Es wird an ein höheres Wesen geglaubt, spirituelle Rituale werden zelebriert, um dieses höhere Wesen zu invozieren.

Das Christentum sieht den Satanismus negativ, weil im Satanismus dasjenige Wesen Zentrum des Glaubens ist, das in der Bibel als der Widersacher ihres eigenen höheren Wesens beschrieben wird.

Die Rituale des Satanismus sind auch nicht esoterischer als diejenigen der „großen“ Kirchen.
Wenn die Grenze zum Mord allerdings überschritten werden sollte, so verwehre ich mich aus ethischen Gründen dagegen.

zum Vergleich:
Wenn ich das zentrale Ritual des Christlichen Glaubens (das Abendmahl = Messe) mal von einem neutralen Standpunkt aus betrachte, wird dabei geglaubt, Menschenfleisch und Menschenblut zu konsumieren.

Diese Behauptung ist
Blasphemie.

Blasphemie wird durch die eigene Weltanschauung definiert, die nicht notwendigerweise die aller Menschen ist.

Wahrscheinlich schreibt hier selbst ein Satanist,

Nein, nur einer, der zu Toleranz aufrufen möchte. Man sollte erstmal verstehen, was man „verteufelt“.

der seine Geistesverirrung verherrlichen moechte

(kein Kommentar.)

Angelica

Dein Name bedeutet „die Engelsgleiche“.
Luzifer war auch ein Engel. :wink: (bitte nicht als Beleidigung misverstehen, ist wirklich nicht böse gemeint!)

Peace, Kevin

3 „Gefällt mir“

Na ja, ihr habt vielleicht recht. So habe ich das noch nie gesehen. Ausserdem bin ich nicht katholisch, das waere ja noch schoener… Wenn ihr mich fragt, ist der Katholizismus der wahre Satanismus. Den Papst finde ich ohnedies unaesthetisch.

satanismus
Eine gute Haltung (außer die Andeutung mit der kath. Kirche) - ich empfehle zusätzlich die von Th. Miller genannten URL-Hinweise, damit solche Missverständnisse einer Religion nicht mehr auftreten.

Der Captain

Hallo.

Eine Seite, die über die im deutschsprachigen Raum vorkommenden Religionen informiert ist:

http://www.relinfo.ch/index/start.html

Sie ist bemüht, recht neutral zu bleiben, vollständig zu sein und stellt einen guten Einstieg dar, wenn man sich über andere Religionsgemeinschaften informieren will.

Peace,
Kevin.

hallo
was ist der wahre satanismus?
m.

Den „wahren Satanismus“ gibt es nicht.

Der moderne Satanismus nach A.S. LaVey und A. Crowley ist, philosophisch betrachtet, ein „egoistischer, atheistischer Realismus mit Hang zur Dunkelheit“.

Soweit die Kurzform. Weiter will ich auch nicht ausholen. Es gibt genug Bücher darüber. Zum Beispiel „Satan - Portrait des Leibhaftigen“ von C.F. von Steegen. Ist zwar etwas „polarisiert“ aber gibt dennoch eine guten Einblick in die Entwicklung „des Bösen“ über die Zeit.

Der teilweise von „extremistischen“ Jugendlichen betriebene Neo-Satanismus ist nur eine Zusammenmischung aus versch. Religionen und „Humbuk“.

Zu dem Satz „…also glaubt auch der Papst an den Teufel…“ i einem Vorposting: Der Papst hat 1979 per Dekret festgelegt, dass „der Teufel“ kein umschreibender Begriff für „das Böse“ im allgemeinen ist, sonder dass er „das personifizierte Böse ist“. Also der direkte Gegenspieler Gottes.
Ich meine, wer an Gott glaubt muss auch an den Teufel glauben. Und nätürlich oder vor allem umgekehrt.

Ich persönlich glaube nicht an Gott und den Teufel. Bin dennoch Satanist. Es ist eben dieser „egoistische, atheistische Realismus mit Hang zur Dunkelheit“.

Im übrigen haben LaVey und Crowley ihre Ideologie zum großen Teil von Philosophen wie Nietzsche „geklaut“. Die Parallelen sind einfach unverkennbar.

Hallo H.,

Der moderne Satanismus nach A.S. LaVey und A. Crowley ist,
philosophisch betrachtet, ein „egoistischer, atheistischer
Realismus mit Hang zur Dunkelheit“.

Ist das deine eigene Beschreibung des Satanismus, oder welcher Philosoph hat das gesagt?

Ich würde nicht ‚atheistisch‘ bei der Beschreibung von Satanismus verwenden, da ich Atheismus als den Nichtglauben an ein höheres Wesen definiere. Dies trifft auf Satanismus nicht zu.
Wenn Du ‚atheistisch‘ als ‚gottlos‘ oder ‚nicht Gott verehrend‘ verstehst, wobei ‚Gott‘ der übliche monotheistische (christliche, muslimische, jüdische, …) Gott ist, verstehst, meinst Du wahrscheinlich dennoch das Richtige.

Mit Realismus kann ich mich auch nicht ganz anfreunden, denn Glauben ist weniger eine epistemologische, sondern eher eine metaphysische Kategorie.

Ich meine, wer an Gott glaubt muss auch an den Teufel glauben.
Und nätürlich oder vor allem umgekehrt.

Ich kann mir auch ein konsistentes theistisches Glaubenssystem vorstellen, in dem kein Teufel existiert. Eine Personifikation einiger Attribute Gottes (Schöpfer, Gut, Allmächtiger, Allwissender, …) erzwingt nicht eine Personifikation des Gegenteils.

Peace,
Kevin.

Hallo Kev,

Ist das deine eigene Beschreibung des Satanismus, oder welcher
Philosoph hat das gesagt?

Der Philosoph, der das gesagt hat, bin ich :wink:.

Ich würde nicht ‚atheistisch‘ bei der Beschreibung von
Satanismus verwenden, da ich Atheismus als den Nichtglauben an
ein höheres Wesen definiere. Dies trifft auf Satanismus nicht
zu.
Wenn Du ‚atheistisch‘ als ‚gottlos‘ oder ‚nicht Gott
verehrend‘ verstehst, wobei ‚Gott‘ der übliche monotheistische
(christliche, muslimische, jüdische, …) Gott ist, verstehst,
meinst Du wahrscheinlich dennoch das Richtige.

Nein, der von mir beschriebene Stanismus glaubt nicht an ein oder mehrere höhere Wesen. Es dreht sich einzig und allein um das ICH. Daher das Egostische. Und es wird nicht von „ich glaube“ geredet, sondern von „ich weiss“ oder „ich weiss nicht“.

Mit Realismus kann ich mich auch nicht ganz anfreunden, denn
Glauben ist weniger eine epistemologische, sondern eher eine
metaphysische Kategorie.

Es geht ja eben nicht um „Glauben“, sondern um „Wissen“, darum die Welt so zu betrachten wie sie (momentan) ist. Das erfordert eine gewissen Weitblick, der einem durch „Glauben“ relativ verwehrt ist, denn dann kommt man schnell an die Grenzen des Glaubens.

Die von LaVey und Crowley installierten mystischen Komponenten (schwarzmagische Rituale, Sexualmagie, etc.) sind, meiner Ansicht nach, nur dazu da um der Basis auch den „Glauben an den Satanismus“ zu ermöglichen. LaVey sagt dazu: „Jeder Mensch sehnt sich nach Ritualen“. Er hat in so fern recht, dass sich jeder Mensch nach Kontinuität sehnt. Und Rituale sind etwas sehr kontinuierliches.
Dieser Bereich ist schon sehr Metaphysisch und wiederspricht der Philosophie seiner Lehre extrem.

Ich persönlich halte nichts davon (lt. im Vorposting genannte Def. von Satanismus).

Ich kann mir auch ein konsistentes theistisches Glaubenssystem
vorstellen, in dem kein Teufel existiert. Eine Personifikation
einiger Attribute Gottes (Schöpfer, Gut, Allmächtiger,
Allwissender, …) erzwingt nicht eine Personifikation des
Gegenteils.

Ja, das ist ja auch bei vielen polytheistischen Religionen so. Meine Aussag war auf das christliche System gemünzt. Ich vergaß das zu erwähnen. Im Monotheismus wäre es eine Ignoraz der anderen Seite. Jede Münze hat zwei Seiten. Wenn der Mensch schon eine Definition für Gut und Böse schafft, dann kann er nicht sagen „ich glaube nur an das Gute und das Böse existiert nicht“.

Abgesehen davon , dass ich die Kategorisierung in Gut und Böse persönlch sowieso für falsch halte, aber das ist eine andere Geschichte.

Peace

War :wink:

Hilbert

Hallo Hilbert,

Hallo Kev,

‚Kevin‘, bitte.

Nein, der von mir beschriebene Stanismus glaubt nicht an ein
oder mehrere höhere Wesen. Es dreht sich einzig und allein um
das ICH. Daher das Egostische.

Dann verwirrt mich das Wort ‚Satanismus‘, denn auch Satan ist ein Wesen ausserhalb naturwissenschaftlich beweisbarer Existenz.
Bist Du selbst der Satan deines -ismus?

Weitblick, der einem durch „Glauben“
relativ verwehrt ist, denn dann kommt man schnell an die
Grenzen des Glaubens.

Die von LaVey und Crowley installierten mystischen Komponenten
(schwarzmagische Rituale, Sexualmagie, etc.) sind, meiner
Ansicht nach, nur dazu da um der Basis auch den „Glauben an
den Satanismus“ zu ermöglichen. LaVey sagt dazu: „Jeder Mensch
sehnt sich nach Ritualen“. Er hat in so fern recht, dass sich
jeder Mensch nach Kontinuität sehnt. Und Rituale sind etwas
sehr kontinuierliches.
Dieser Bereich ist schon sehr Metaphysisch und wiederspricht
der Philosophie seiner Lehre extrem.

Das wusste ich noch nicht. Danke.

Jede Münze hat zwei Seiten. Wenn der Mensch
schon eine Definition für Gut und Böse schafft, dann kann er
nicht sagen „ich glaube nur an das Gute und das Böse existiert
nicht“.

Ein konsistentes Weltbild mit Gut aber ohne Böse kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber ein Weltbild mit einer Personifikation des Guten ohne eine Personifikation des Bösen ist denkbar. ‚Glauben an etwas‘ und ‚Glauben an die Existenz von etwas‘ sind zwei Paar Schuhe.

War :wink:

so weit liegen wir gar nicht auseinander. Ich bin Realist, Atheist, Egoist und mag auch ‚dunkle‘ Musik.

Peace,
Kevin.