Satzspiegel

typographen vor!

ich schreibe gerade meine diplomarbeit und möchte ich sie auch optisch einigermaßen ansprechend gestalten. dazu gehören natürlich auch dinge wie satzspiegel. daher habe ich mir den aufsatz „satzspiegelkonstruktionen im vergleich“ (http://www.dante.de/tex/typographie/satzspiegel/) durchgelesen, bin aber leider nicht in allen punkten schlauer geworden.

das hauptproblem ist, daß bei uns diplomarbeiten üblicherweise einseitig gedruckt werden, sodaß in der gebundenen arbeit jeweils die linke seite leer ist. der aufsatz bezieht sich aber ausschließlich auf doppelseiten.

aus der einseitigkeit ergibt sich, daß das verhältnis bunsteg-außensteg mit 1:2 nicht haltbar ist, sonst pickt der satzspiegel in der mitte. besser wäre ein wohl verhältnis von 1:1, bzw. der bundsteg könnte vielleicht noch ein bißchen größer sein, da ja durch die bindung und die krümmung optisch einiges verlorengeht. lieg ich damit noch richtig?

andererseits sollte aber das verhältnis kopf- und fußsteg wohl zumindest annähernd 1:2 bleiben, und auch die seitenverhältnisse des papiers sollten denen des satzspiegels entsprechen… des weiteren sollten die zeilen nicht zu lang und die ränder weder zu breit noch zu schmal sein…

der langen rede kurzer sinn: ich verwende CMR bei schriftgröße 12 auf A4 papier. kann mir jemand mit erfahrung konkrete werte oder eine kosntruktionsanleitung empfehlen, die zumindest die wichtigsten proportionen berücksichtigen?

Hallo,

das hauptproblem ist, daß bei uns diplomarbeiten üblicherweise
einseitig gedruckt werden, sodaß in der gebundenen arbeit
jeweils die linke seite leer ist. der aufsatz bezieht sich
aber ausschließlich auf doppelseiten.

aus der einseitigkeit ergibt sich, daß das verhältnis
bunsteg-außensteg mit 1:2 nicht haltbar ist, sonst pickt der
satzspiegel in der mitte. besser wäre ein wohl verhältnis von
1:1, bzw. der bundsteg könnte vielleicht noch ein bißchen
größer sein, da ja durch die bindung und die krümmung optisch
einiges verlorengeht. lieg ich damit noch richtig?

Bei Diplom- oder sonstigen Arbeiten sollte man bedenken, daß üblicherweise ein überbreiter Rand zur Korrektur gelassen wird.

Der Satzspiegel ist damit üblicherweise nicht mit einem „normalen“ vergleichbar.

Gerhard

Bei Diplom- oder sonstigen Arbeiten sollte man bedenken, daß
üblicherweise ein überbreiter Rand zur Korrektur gelassen
wird.

Der Satzspiegel ist damit üblicherweise nicht mit einem
„normalen“ vergleichbar.

hmm, danke, aber das hilft mir jetzt auch nicht viel weiter…
ich glaube aber nicht, daß ein korrekturrand bei den exemplaren, die für die universitäts- und die nationalbibliothek gedacht sind, notwendig ist… also lassen wir das erstmal beiseite.

Hallo,

ich schreibe gerade meine diplomarbeit und möchte ich sie auch
optisch einigermaßen ansprechend gestalten. dazu gehören
natürlich auch dinge wie satzspiegel. daher habe ich mir den
aufsatz „satzspiegelkonstruktionen im vergleich“
(http://www.dante.de/tex/typographie/satzspiegel/)
durchgelesen, bin aber leider nicht in allen punkten schlauer
geworden.

Ohne das jetzt gelesen zu haben: Den enstprechenden Abschnitt im scrguide (KOMA-Script) kennst Du?

HTH,

Sebastian

Hallo,

hmm, danke, aber das hilft mir jetzt auch nicht viel weiter…

Ich hatte seinerzeit auch keinen extra Korrekturrand gelassen. Das ist nur bei den Juristen und anderen Fakultäten üblich, die ohnehin wenig bis gar kein ästhetisches Empfinden haben :smile:

ich glaube aber nicht, daß ein korrekturrand bei den
exemplaren, die für die universitäts- und die
nationalbibliothek gedacht sind, notwendig ist… also lassen
wir das erstmal beiseite.

Unibibliothek ja (meistens nur die des eigenen Seminars/der eigenen Fakultät), Nationalbibliothek sicher nicht :smile:

Wie auch immer, ich habe mich damals ganz auf Komaskript verlassen. Es gibt dort eine gute Einführung und die Voreinstellungen sind für deutsche Verhältnisse sehr gut gewählt.

Also (falls Du es nicht ohnehin schon nutzt) bei \documentclass „scrreprt“ anstelle „report“ und alles wird gut.

Doku findest Du beim Paket selbst und unter http://www.komascript.de

Gruß

Fritze

Ohne das jetzt gelesen zu haben: Den enstprechenden Abschnitt
im scrguide (KOMA-Script) kennst Du?

nein, aber in dem artikel geht es auch um KOMA-script bzw. die historisch-ästhetischen grundlagen.

Unibibliothek ja (meistens nur die des eigenen Seminars/der
eigenen Fakultät), Nationalbibliothek sicher nicht :smile:

in österreich doch. man gibt 3 exemplare ab, eins kommt definitiv in die nationalbibliothek, von jeder diplomarbeit. ob die dort auch zugänglich sind, weiß ich nicht, aber immerhin liegen sie dort…

Wie auch immer, ich habe mich damals ganz auf Komaskript
verlassen. Es gibt dort eine gute Einführung und die
Voreinstellungen sind für deutsche Verhältnisse sehr gut
gewählt.

gut, werd ich mal auschecken, danke. hoffentlich wird dort auch die einseitigkeit (nur satztechnisch, nicht inhaltlich) meiner arbeit berücksichtigt :wink: