Hallo,
ich besitzt einen ca. 300 m2 großen See. Dieser ist seit längerer Zeit „umgekippt“. Die Faktoren: 1.)Bäume um den See, kein Licht und Sauerstoffeintrag, können nicht gefällt werden, da unter Naturschutz. 2.) Entengrütze auf dem See(kleine zweiblättrige Wasserpflanzen, kein Licht- und Sauerstoffeintrag (sollen aber abgefiltert werden). 3.) dicke Schlammschicht in dem 2,5 Meter tiefen See, kann aus Volumengründen nicht herausgebaggert werden, da auch kein Bagger an den See kommt. Wenn man mit einem langen Stock in die Schlammschicht sticht, so kommen sofort Fäulnissgase an die Oberfläche.
Nun haben wir vor einem halben Jahr einen Brunnen gebohrt, der einen Sauerstoffgehalt von 8 mg/l hat. Die Grundwasserhöhe in dem 30 Meter entfernten Brunnen ist 10 cm höher als der Teich, so dass wir mit einer Art Heberprinzip ständig Sauerstoffreiches und Nährstoffarmes Wasser in den See leiten können. Nun weiss ich nicht wo ich den Sauerstoff einleiten soll. Ich habe gehört, dass man Sauerstoff nur in die Oberschicht eines Sees einleiten soll, da in dem aneroben unteren Teil des Sees die Zwischenprodukte der Nährstoffe besser mineralisiert und abgebaut werden. Der See besitzt auch einen Überlauf in einen 10 Meter entfernten und 80 cm tiefer liegenden Bach. Ich möchte damit eine Art fließendes Gewässer des Sees realisieren. Der Schlamm auf dem Boden soll aufgewirbelt werden, und nach und nach in den Bach eingeleitet werden, um so eine Überlastung des Baches zu verhindern. Nachdem der Schlamm teils aus dem See entfernt wurde, wird der Überlauf wieder geschlossen. Nun soll sich wieder durch Umwälzung des Sees (mit einer kleinen Pumpe zwecks Sauerstoffeintrag oder des sauersoffreichen Brunnenwassers ein Gleichgewicht einstellen. Was haltet ihr von dem Vorschlag? Wie soll ich das sauerstoffreiche Brunnenwasser einleiten (Oben - Unten oder Durchmischung?) Ich bin auch für andere hilfreiche Tips dankbar (außer Plocher System).
Rainer