im Dezember sind wir für einige wenige Tage wieder in Saverne. Habt Ihr Hinweise auf Besuchens- & Lohnenswertes, das nicht unbedingt im Reiseführer steht, schöne Ecken, gute winstubs, evtl. Bezugsquellen für Gourmets usw.?
Weitere Frage: Lohnt sich ein kurzer (1-Tages-Tour) Abstecher nach Lothringen? Falls ja, wohin sollte der Weg führen?
Hinweise auf Besuchens- & Lohnenswertes, das nicht
unbedingt im Reiseführer steht
leider ist es schon zu lange her, dass ich dort war, aber in meiner Erinnerung ist Saverne eher still bis tot.
Weitere Frage: Lohnt sich ein kurzer (1-Tages-Tour) Abstecher
nach Lothringen? Falls ja, wohin sollte der Weg führen?
Nun, da kommen doch vor allem Metz oder Nancy in Frage, wobei Metz im Grunde nur den Dom hat, Nancy hingegen viele kleine wunderschöne Ecken und Restaurants. Wenn man vom Bahnhof direkt in Richtung Platz Stanislaus (den muss man gesehen haben) geht, dann erinnere ich eine der rechten Parallelstraßen als besonders umtriebig und empfehlenswert.
Nancy hat vor etlicher Zeit den dortigen, ziemlich abgefahrenen Jugendstil „Ecole de Nancy“ wieder entdeckt. Die Baudenkmale aus dieser Epoche (fast alles Wohnhäuser) sind allesamt fein herausgeputzt, es gibt ein Museum dazu und ein Broschürchen, in dem steht, wo die einzelnen Gebäude in der Stadt zu finden sind (am besten zu Fuß). Das letzte schöne Jugendstilcafé von Nancy ist direkt am Bahnhof.
In den nördlichen Vogesen, bereits zu Lorraine gehörig, ist die früher bedeutende Kristallglashütte Meisenthal mit einer Sammlung zum Thema „Ecole de Nancy“ und Emile Gallé und einer - heute kleinen, aber instruktiven - Schaubläserei, wo man von einer Empore aus von oben schauen kann, wie eine Christbaumkugel entsteht.
Direkt daneben in Soucht ist eine Holzschuhmacherwerkstatt zu besichtigen, die mit zwei sinnreichen Maschinen bis in die 1960er Jahre Holzschuhe halbmechanisch gefertigt hat. Heute Museum, die Maschinen können in Arbeit betrachtet werden, und die Sabots zum Mitnehmen sind wohlfeil.
mir fällt noch ein, dass es in Nancy ein „Fnac“ gab. Das ist eine Buchhandlung, die damals (und vermutlich heute auch noch) sieben (!!) Tage in der Woche geöffnet hat.
Achja: Den Weg vom Bahnhof ausgehend habe ich nicht besonders hübsch in Erinnerung, aber das kann sich ja durchaus geändert haben. Auf jeden Fall: Dadurch nicht abschrecken lassen!