Scannerexperten gesucht!

Hallo Experten!

Ich brauche einen Scanner, um Fotos einzuscannen, die eine sehr gute Qualität
haben sollen.

Da ich aus der Druckbranche komme, sagen mir die Angaben 300 dpi schon was (z.B.
wird eine Hochglanzbroschüre im 60er Raster / 300 dpi gedruckt, blablabla).
dpi = dots per inch, also 1200 x 2400 dpi = 2880000 dpi oder wie?
Unvorstellbar!!!
Aber ich weiß nicht, was beim Scanner die Angabe 1200 x 2400 dpi ist.
Habe auch welche mit 600 x 1200 dpi gesehen.
Kann mir das jemand erklären, auf was sich die dpi beziehen
und welche Zahlenkombi :smile: ich mindestens haben solte.

Die Fotos sind dazu gedacht, sie an Bildagenturen zu verkaufen.
Qualität muß also stimmen!

Ich liebäugle übrigens mit dem hp 2410, ein All-in-one-Gerät.

Danke
und schöne Grüße
Angelina

Hi

dpi = dots per inch, also 1200 x 2400 dpi = 2880000 dpi oder
wie?

das sind horizontale und vertikale Auflösung

1.200 Punkte pro Zoll in die eine Richtung
2.400 Punkte pro Zoll in die andere Richtung

= 2.88 Millionen Punkte pro Quadratzoll (ca. 450.000 pro cm²)

Kann mir jemand erklären, …
welche Zahlenkombi :smile: ich mindestens haben solte.

Welche Qualität du brauchst, wenn du Fotos an Bildagenturen verkaufen willst kann ich dir leider nicht sagen, aber schon bei 600*600 dpi kommst du (unkomprimiert) auf ziemlich große Datenmengen und riesige Bilder.

Stell´ dir einfach vor, dass dann ein Quadratzoll ja 600*600 Pixel groß ist.

Bei einer Bildschirmauflösung von 1024*768 ist dann ein normales Foto aber einige Bildschirme groß :smile:

Warte da aber besser noch auf eine andere Meinung, vielleicht von jemandem vom Fach.

Gruß

DT

Hi Angelina,

sorry, bin zwar kein Experte, möchte aber trotzdem ein paar Anmerkungen loswerden:

Es kommt drauf an, was die Fotoagentur dann mit den Bildern anstellt.
Für ein Fotobuch wird eine Mindestauflösung von 300dpi dringend empfohlen, manche Druckereien nehmen aber auch Bilder unter 600dpi erst gar nicht an. (Ich wollte mal ein illustriertes Buch drucken lassen).

Sollen großformatige „Abzüge“ davon erstellt werden, sollte die Auflösung noch höher sein.

Deshalb würde ich einen Scanner mit 1200x2400dpi empfehlen. So ganz persönlich halt ich von Kombigeräten nich viel, je mehr Technik drinsteckt, umso mehr kann auch kaputt gehen. Kopierfunktion haben die meistens Scanner eh und faxen kann man auch mit Software erledigen. Also warum soviel Geld mehr ausgeben?

Gruß
Dirk

Hallo Angelina!

Ich brauche einen Scanner, um Fotos einzuscannen, die eine
sehr gute Qualität haben sollen…
Kann mir das jemand erklären, auf was sich die dpi beziehen
und welche Zahlenkombi :smile: ich mindestens haben solte.

Die Fotos sind dazu gedacht, sie an Bildagenturen zu
verkaufen.

Der spätere Verwendungszweck ist ausschlaggebend.

Ich liebäugle übrigens mit dem hp 2410, ein All-in-one-Gerät.

Vergiss jegliche Kombi-Geräte, selbst dann, wenn HP oder Epson drauf steht. Die sind allgemein schon viel zu anfällig. Auch kann es Treiberprobleme oder Konflikte mit anderen Geräten (insbes. unter Windows) geben…

Für die Auflösung ist die physikalische Auflösung ausschlaggebend, in der das Gerät scannen, also die Vorlage abtasten kann. So dann beim Kauf drauf achten, ob die DPI-Angaben sich auf die phys. Auflösung oder das „interpolierte Ergebnis“ beziehen.

IMHO sollte der Scanner für Deine Zwecke selbst schon min. 600x1200 dpi können, weil Du dabei die Qualität des Rohbildes max. auf 600x600 bringst. Entsprechendes gilt für höhere Auflösungen.

Wenn ich mich nicht irre, stellt Epson z.B. - synonym zu den Drucker-Modellen - Scanner her, die 720x1440 physikalisch scannen. Allerdings weiss ich das nicht sicher. Du hättest jedenfalls damit eine Reserve, wenn Du auf 600 DPI runter-sample-st.

AFAIK sind CDs für die Profi-Verwendung mit Bildern in 1200 DPI (EPS-File/TIFF unkomprimiert) am Markt. So’n Scheibchen mit vielleicht 500 Bildern kostet dann auch mal locker ab 150.- Euro oder noch viel mehr. Aber das ist kein Muss. Denn es gibt inzwischen viele Agenturen, die auch Bilder für’s Web (72 DPI) verticken.

Für Dich wird sicher viel mehr entscheidend sein, wie gross die digitalen Bilder _unkomprimiert_ nach dem Scan sein werden. Schliesslich musst Du sie aufbereiten/weiterverarbeiten. – Stecke Dein Geld statt in einen Super-Duper-Scanner mit Maximalauflösung lieber noch in 1-2 grosse und v.a. schnelle Festplatten _und_ viel, viel RAM (1 GByte?).

Hier noch ein Link-Tipp:
Grafikformate: http://www.lrz-muenchen.de/services/software/grafik/…
Scan-Tipps: http://www.lrz-muenchen.de/services/peripherie/scant…

Aber, wie gesagt: der Zweck, für den die Agenturen dann das Bildmaterial einsetzen, ist sehr wichtig. Hast Du denn schon 2, 3 Firmen an der Hand und mit denen darüber verhandelt, was machbar ist oder machbar sein „muss“?

Nun: *Däumchendrück*

CU DannyFox64

Hi
wenn du Fotos für Bildagenturen in einer ALLE denkbaren Ansprüche abdeckenden Quali produzieren und scannen willst, wirst du erstens aum Mittelformat 6x7 oä arbeiten müssen und auf DIA Material. Dann brauchst du einen MF-Fähigen Diascanner, und Diascanner die MF verarbeiten können sind per se Profimaterial.
Wenn du Abzüge scannen willst und auf KB Negativ Material arbeitest, und dieses dann mit nem Scanner aus nem Kombi-Fax/Scanner/drucker scannst wird dir keine Agentur den Kram je abnehmen.
jeder mittelmässige bis gute FB-Scanner (so von 300-600 €) macht vermutlich eine bessere Qualität als Maschinenabzüge bringen. Jedenfalls nichts für ne kommerzielle professionelle Bildagentur.
HH

Hallo!

wenn du Fotos für Bildagenturen in einer ALLE denkbaren
Ansprüche abdeckenden Quali produzieren und scannen willst,
wirst du erstens aum Mittelformat 6x7 oä arbeiten müssen und
auf DIA Material.

Grummelgrummel! Habe ja schon die fertigen KB-Filme und Abzüge da.
Wollte von den Abzügen scannen.

Dann brauchst du einen MF-Fähigen
Diascanner, und Diascanner die MF verarbeiten können sind per
se Profimaterial.

Das kostet!?!

Wenn du Abzüge scannen willst und auf KB Negativ Material
arbeitest, und dieses dann mit nem Scanner aus nem
Kombi-Fax/Scanner/drucker scannst wird dir keine Agentur den
Kram je abnehmen.

Grummel! Aber ich kann mir so einen KB-Scanner kaufen und dann doch die Negative
einscannen, oder wie? Oben haste was anderes geschrieben (nur DIAS). *verwirrt*

Gruß
Angelina

Hi

Dias sind das Endergebnis.
Negative ein Zwischenschritt in dem Entstehungsprozess eines Fotos. Zuviele unwägbarkeiten, negativ schlecht zu beurteilen. Daher ungeeignet. Beispiel: du hast entw. Farb-Neg. Film: kannst du mir sagen ob der film korrekt belichtet und entwickelt ist nach Augenschein? Ich glaube nicht. Du brauchst also erst abzüge. Gehst du ins Fachlabor oder in die Drogerie? die nächste Fehlerquelle, von der Belichtung nivellierte Abzüge, du wirst nie erfahren ob das Neg. unter oder überbelichtet war, die Leut merken nichtmal wenn ihre Kamera fehlbelichtet sagen wir bis 2-3 Blenden. Billiges Papier, dessen Fehler du mitscannst - oder zahlst du 79cent für das Gute Kodak blabla in Zeiten wo 9cent-Abzüge doch schon als teuer empfunden werden (auf mM nach Ausschusspapier geprinted). Du scannst die Abüge auf billig Papier (9x13?) abgezogen mit allen Macken und Fehlern.

Der Unterschied ist: Ich sehe ein Dia und kann sofort beurteilen ob es gut, scharf, richtig belichtet, sauber etc - also scannenswert - ist. Belichtungsreihen sind Belichtungsreihen. Kleinbild wird den meisten Profiagenturen Nicht reichen, für Doku und Reportage eventuell.

Preise? Erkundige dich. es gibt nicht so viele MF Scanner. KB Diascanner kosten in anehmbarer Quali ab 600€ bis gut und besser >1500€
Am besten wären MF Scans mit dem Trommelscanner, man glaubt nicht was für Nuancen in Schatten noch auftauchen können, die sonst absaufen.

HH

Hi

Dias sind das Endergebnis.

Jetzt verwirrst Du mich aber völlig!
Ich dachte, entweder nimmt man DIREKT einen KB-Film, da entstehen dann Neative
(in Form eines Streifens) oder eben einen DIA-Film, da entstehen dann DIAS (die
mit den Rähmchen).

Oder kann ich von den Filmstreifen, die ich ja schon habe, DIAS machen lassen?
Oder selbst erstellen? Oder wie? Oh je, wird irgendwie nicht einfacher.
Und ich dachte mal, ich hätte da a bissi Ahnung!?!

Beispiel: du hast entw. Farb-Neg. Film:
kannst du mir sagen ob der film korrekt belichtet und
entwickelt ist nach Augenschein? Ich glaube nicht.

Da gebe ich Dir natürlich Recht!

Du brauchst also erst abzüge. Gehst du ins Fachlabor oder in die
Drogerie? die nächste Fehlerquelle, von der Belichtung
nivellierte Abzüge, du wirst nie erfahren ob das Neg. unter
oder überbelichtet war, die Leut merken nichtmal wenn ihre
Kamera fehlbelichtet sagen wir bis 2-3 Blenden. Billiges
Papier, dessen Fehler du mitscannst - oder zahlst du 79cent
für das Gute Kodak blabla in Zeiten wo 9cent-Abzüge doch schon
als teuer empfunden werden (auf mM nach Ausschusspapier
geprinted). Du scannst die Abüge auf billig Papier (9x13?)
abgezogen mit allen Macken und Fehlern.

Jajaja! Alles klar und gebe Dir auch hier Recht. Aber…
Bei mir ist das so, dass ich auf die Idee kam, die Bilder zu verkaufen,
da ich und alle im Bekanntenkreis die „so toll“ finden.
Bin ja kein Profi, deshalb ja auch die KB-Negative und vorhandenen Abzüge, die
schon da sind!

Kleinbild wird den meisten Profiagenturen
Nicht reichen, für Doku und Reportage eventuell.

Schade! Dann brauche ich ja derzeit auch keinen Scanner!
Denn ich muß ja erst wieder neue Bilder machen! :smile:
Und davon dann wohl direkt DIAs machen lassen!!??!!

Preise? Erkundige dich. es gibt nicht so viele MF Scanner. KB
Diascanner kosten in anehmbarer Quali ab 600€ bis gut und
besser >1500€
Am besten wären MF Scans mit dem Trommelscanner, man glaubt
nicht was für Nuancen in Schatten noch auftauchen können, die
sonst absaufen.

Trommelscanner? So einen hatten wir in der vorletzten Firma,
in der ich war. Der hat 2.000.000 Euro gekostet!
Mein Sparguthaben reicht da nicht ganz! :smile:

Lieber Gruß´
Angi

Hi Angi, ruf mich mal an. Ich glaube, ich kann dir da helfen, weisst doch,
EBV bei H.R. in M.

Gruß
Horst

Hi Angi, ruf mich mal an. Ich glaube, ich kann dir da helfen,
weisst doch,
EBV bei H.R. in M.

Ohhh Mannnnnn, da hätte ich aber auch gleich drauf kommen können!
Doof bleibt doof! :smile:)

Ja, ich ruf Dich an!
Gruß Angi

Hi

Jetzt verwirrst Du mich aber völlig!

Das tut mir leid, das wolte ich nicht. aber warum eigentlich?

Ich dachte, entweder nimmt man DIREKT einen KB-Film, da
entstehen dann Neative (in Form eines Streifens)

Naja, KB Filme sind alle 35mm Filme, ob nun positiv oder negativ.

oder eben einen DIA-Film,da entstehen dann DIAS (die
mit den Rähmchen).

wie gesagt, KB Filme sind alle 35mm-Filme, es gibt sie als negativ- und als positiv-Film. Beim Positiv (Dia) Film ist der Film das Endergebnis, ob nun gerahmt oder ungerahmt ist völlig schnurz.
Beim negativ-Film ist der Endwickelte Film nur ein zwischenergebnis, von dem im Umkehrprozess dann auf Papier das Bild entsteht.

Oder kann ich von den Filmstreifen, die ich ja schon habe,
DIAS machen lassen?

Wozu? Das ändert doch nichts an der Problematik, das mehr zwischenschritte erforderlich sind. Sicher gibt es (vericolor slide) Filme mit denen man ne umkehrkontaktkopie machen kann. aber wozu? Du kannst an der Qualität der vorhandenen Negative nichts ändern ausser verschlechtern durch umkopieren.

Oder selbst erstellen? Oder wie? Oh je, wird irgendwie nicht
einfacher. Und ich dachte mal, ich hätte da a bissi Ahnung!?!

Naja, das Material was du hast musst du wohl oder übel so verwerten wie es ist, nur soltest du fotografieren UM an Bildagenturen zu verkaufen solltest du vorher nach deren Ansprüchen fragen und dann entsprechend arbeiten. Ich kenne nur welche die Grossbild oder mindestens MF-Dias und Trommelscan wollen :smile:.

Beispiel: du hast entw. Farb-Neg. Film:
kannst du mir sagen ob der film korrekt belichtet und
entwickelt ist nach Augenschein? Ich glaube nicht.

Da gebe ich Dir natürlich Recht!

Du brauchst also erst abzüge. Gehst du ins Fachlabor oder in die
Drogerie? die nächste Fehlerquelle, von der Belichtung
nivellierte Abzüge, du wirst nie erfahren ob das Neg. unter
oder überbelichtet war, die Leut merken nichtmal wenn ihre
Kamera fehlbelichtet sagen wir bis 2-3 Blenden. Billiges
Papier, dessen Fehler du mitscannst - oder zahlst du 79cent
für das Gute Kodak blabla in Zeiten wo 9cent-Abzüge doch schon
als teuer empfunden werden (auf mM nach Ausschusspapier
geprinted). Du scannst die Abüge auf billig Papier (9x13?)
abgezogen mit allen Macken und Fehlern.

Jajaja! Alles klar und gebe Dir auch hier Recht. Aber…
Bei mir ist das so, dass ich auf die Idee kam, die Bilder zu
verkaufen,
da ich und alle im Bekanntenkreis die „so toll“ finden.
Bin ja kein Profi, deshalb ja auch die KB-Negative und
vorhandenen Abzüge, die
schon da sind!

Ich hab 7 pralle Aktenordner voll KB Dias aus 15 Jahren und diversen Themenbereichen und es gibt noch viele andere denen es nicht anders geht… nur würde ich KB Dias nur selber verwerten, da sie eben den Ansprüchen der Agenturen nicht genügen.

Kleinbild wird den meisten Profiagenturen
Nicht reichen, für Doku und Reportage eventuell.

Schade! Dann brauche ich ja derzeit auch keinen Scanner!
Denn ich muß ja erst wieder neue Bilder machen! :smile:
Und davon dann wohl direkt DIAs machen lassen!!??!!

Dias brauchst du nicht machen lassen, direkt nach der Entwicklung ist der Film ein Diapositiv. Deswegen ist diafilm ja das bevorzugte material.

Preise? Erkundige dich. es gibt nicht so viele MF Scanner. KB
Diascanner kosten in anehmbarer Quali ab 600€ bis gut und
besser >1500€

Nikon bietet einige Filmscanner bis MF-Format

Am besten wären MF Scans mit dem Trommelscanner, man glaubt
nicht was für Nuancen in Schatten noch auftauchen können, die
sonst absaufen.

Trommelscanner? So einen hatten wir in der vorletzten Firma,
in der ich war. Der hat 2.000.000 Euro gekostet!
Mein Sparguthaben reicht da nicht ganz! :smile:

Gibts aber auch schon für 17.000 :smile:
aber es gibt auch scans als Dienstleistung.

HH

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Hallo!

Jetzt verwirrst Du mich aber völlig!

Das tut mir leid, das wolte ich nicht. aber warum eigentlich?

Naja, ich dachte immer, DIA-Filme sind DIA-Filme und KB-Filme sind Negativ-Filme.
Deshalb konnte ich Dir irgendwann nicht mehr folgen.

Aber dank Deiner ausführlichen Antworten ist nun alles klar!

Vielen lieben Dank dafür!
Angi, die sich diesen Traum wohl jetzt nicht erfüllen wird. *schief* :wink:

DANKE an alle!!!
Vielen Dank für die ausfühlichen Antworten!

Ihr habt mir sehr geholfen!

Lieber Gruß
Angelina

Hallo Angi,

für diesen Zweck gibt es heute Dienstleister, die das zu erträglichen
Kosten übernehmen. Ein KB-Film mit 36 Aufnahmen kostet z.B. im Format
13x18 cm mit 300dpi ca. 15,- Euro. Da sparst Du Dir schon einige
Stunden Scannen und viel Frust mit schlechten Ergebenissen bei
billigen Scannern. Ein bekannte Firma für Profi-Fotografen ist z.B.
die Digitale Print Union (dpu) in Berlin. Es gibt aber viele weitere
Anbieter, vor allem auch im semiprofessionellen Bereich - die sind
dann wahrscheinlich noch günstiger.

Also: Wenn du nicht wirklich Ahnung vom Scannen und der
Bildbearbeitung hast, gib die Negative besser weg.

Viel Erfolg

Jörg