hallo, RASTA
zu diesem Thema würde ich mich näher mit der Festung „Hohentwiel“ bei Singen beschäftigen.
Der Festungshauptmann Widerholt hielt diese Festung während des ganzen 30-jährigen Krieges und hat durch einige Nacht- und Nebelaktionen oder durch Belagerungen sämtliche Burgen der Umgebung erobert und zerstört, damit nicht Feinde sich dort festsetzen konnten.
Man kann also hier beides kennen lernen: Das Halten und das Zerstören von Burgen.
Dazu:
http://www.schloesser-magazin.de/de/objekte/ht/htth.php
und als Kostprobe:
_Konrad Widerholt (1598 - 1667)
Konrad Widerholt spielt in der Geschichte der Festung Hohentwiel eine herausragende Rolle. Die Kommandantur für den Berg wurde ihm von Herzog Eberhard III. kurz vor dessen Flucht ins Exil im Jahr 1643 übergeben. Der Hohentwiel war die einzige württembergische Festung im von Kaiserlichen besetzten Württemberg. Unter dem Kommando Widerholts widerstand sie allen Belagerungen der kommenden sieben Jahre. Diese Zeit stellte höchste Anforderungen an Widerholt: Er hatte nicht nur militärische Probleme zu lösen, auch die Versorgung mit Lebensmitteln, gesundheitliche und kaufmännische Probleme und die Organisation des Lebens auf der Festung waren äußerst schwierig. Mit Unterstützung seiner nächsten Untergebenen und durch abenteuerliche Überfälle, Geiselnahmen, die Lösegeld einbrachten, und diplomatischem Geschick wurde der Hohentwiel gehalten.
Konrad Widerholts strenger Protestantismus gilt als Bedingung für seine Widerstandskraft. Auf dem Hohentwiel ließ er 1645 eine Kirche erbauen. Er starb 1667 in Kirchheim unter Teck, wo er nach dem Verlassen des Hohentwiel mit einer Obervogtei belehnt worden._
Der Hohentwiel, also die Festung, wurde erst an die französischen Truppen Napoleons kampflos übergeben.
Diese sprengten die Anlage trotz gegenteiliger Versprechen gegenüber den württembergischen Festungsinhabern.
Aus dem Text des angegebenen Netzseite:
Diese Befestigung nützte den letzten Kommandanten des Hohentwiel nichts mehr, als sie vom französischen General Vandamme, der im 2. Koalitionskrieg mit übermächtigen napoleonischen Truppen vor dem Hohentwiel stand, zur Übergabe gezwungen wurden.
Die Besatzung räumte die Festung, deren anschließende Schleifung von Napoleon angeordnet wurde. Anfang 1801 war nach 900 Jahren aus der stolzen Festung eine Ruine geworden.
Ich denke, davon ausgehend findest du noch weitere Literatur.
Gruß Fritz, der unzählige Male von der Festungsruine über das umliegende Land, besonders den Bodensee und bei guter Sicht auf die Alpen, schaute