Schachtelhalm im Rhododendronbeet

Hallo, Experten,

zwischen meinen 5-jährigen Rhododendren wächst jede Menge Schachtelhalm. Jetzt könnte ich diesen mit einem Unkrautvertilger behandeln, das möchte ich aber nicht. Ausreißen bringt auch keinen wirklichen Erfolg, die Wurzeln sind stark verbreitet, außerdem möchte ich die flach wachsenden Wurzeln der Rhodos nicht stören.

Schaden die Wurzeln des Schachtelhalms den Rhododendren?

Was kann ich tun?

LG, Karin

Hallo, Experten,

zwischen meinen 5-jährigen Rhododendren wächst jede Menge
Schachtelhalm. Jetzt könnte ich diesen mit einem
Unkrautvertilger behandeln, das möchte ich aber nicht.
Ausreißen bringt auch keinen wirklichen Erfolg, die Wurzeln
sind stark verbreitet, außerdem möchte ich die flach
wachsenden Wurzeln der Rhodos nicht stören.

Schaden die Wurzeln des Schachtelhalms den Rhododendren?

Was kann ich tun?

Hallo Karin,
Ackerschachtelhalm weist als Zeigerpflanze entweder auf zu wenig Humus, zu starker Verdichtung des Bodens oder sogar auf Staunässe hin…

Hier ein Tipp, der schonend angewendet, hilft:

klick hier --> http://www.gartengestaltung24.de/pflanzen/unkrautbek…

Gruß Jukaido

Hallo, Jukaido,

danke für deinen Tipp. Allerdings werde ich mich nicht trauen, den Schachtelhalm mit Kochsalz zu behandeln. Vermutlich mischen sich seine Wurzeln mit denen der Rhododendren und dann leiden diese auch, oder?

Ansonsten (off topic), haben wir zwei einige Gemeinsamkeiten: Ich bin in DO geboren, lebe jetzt aber in Hessen, ich bin auch Bau-Ing (Hochbau), aber ich hinke 20 Jahre altersmäßig hinter dir her und mein Fußballclub (ich habe keine Ahnung von Fußball) ist auch der BVB.
Und ich liebe Gartenarbeit, vorzugsweise auf dem Friedhof.

LG, Karin

Hallo, Jukaido,

danke für deinen Tipp. Allerdings werde ich mich nicht trauen,
den Schachtelhalm mit Kochsalz zu behandeln. Vermutlich
mischen sich seine Wurzeln mit denen der Rhododendren und dann
leiden diese auch, oder?

Ansonsten (off topic), haben wir zwei einige Gemeinsamkeiten:
Ich bin in DO geboren, lebe jetzt aber in Hessen, ich bin auch
Bau-Ing (Hochbau), aber ich hinke 20 Jahre altersmäßig hinter
dir her und mein Fußballclub (ich habe keine Ahnung von
Fußball) ist auch der BVB.

Tja, Karin dann haben wir noch eine Gemeinsamkeit denn ich bin ebenfalls in DO geboren und wohne aber seit ca. 40 Jahren in DO…rsten also am Ruhrpottrand.
nun der Tipp ist nicht von mir und angeblich werden nur die oberirdischen Pflanzenteile des Schachtelhalms
geschädigt und kann so den Rest der Pflanze nicht mehr versorgen.
Aber ich erwähnte ja noch, dass evtl. der Boden zu sehr verdichtet ist oder nicht ausreichend humos ist.
Vielleicht kannst du in der Richtung Abhilfe schaffen.
Gruß Jukaido

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Hallo, Jukaido und Karin,

danke für deinen Tipp. Allerdings werde ich mich nicht trauen,
den Schachtelhalm mit Kochsalz zu behandeln. Vermutlich
mischen sich seine Wurzeln mit denen der Rhododendren und dann
leiden diese auch, oder?

zum Thema Bodenversichtung und Abhilfe derselben ohne Chemie:
meineeine hat im Garten schweren Lehmboden; bedonders dort, wo ursprünglich, als der Garten noch Feld war, „die Flur“ lief = der Weg zwischen den beackerten Feldern.
Dort kam Schachtelhalm in Massen.
Also habe ich Lupinen gepflanzt, denen der Lehmboden wohl prächtig gefiel, denn sie samten aus und bekamen viele Nachfolger.
Außerdem bekam die ganze Ecke wie alle Beete im Garten regelmäßig Rindenmulch.
Seitdem ist der Schachtelhalm verschwunden.

viele Grüße
Geli

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Hallo, Geli,

das Beet, in dem die Rhododendren stehen, wurde eigens dafür vorbereitet. Wir haben den vorhandenen steinigen Boden gegen sandige Erde ausgetauscht und mindestens eins zu eins mit Torf vermischt. Beim Setzen der Pflanzen kamen diese nochmals in Mulden, ausgepolstert und anschließend verschlossen mit Torf. Nach dem Pflanzen haben wir alles mit Rindenmulch abgedeckt.

Staunässe kann es eigentlich auch nicht sein, aber da werde ich noch einmal genauer hinschauen.

Ich ärgerte mich auch nicht über den Schachtelhalm, solange ich wüßte, dass er den Rhododendren nicht schadet. Ich nehme sogar an, dass die Büsche durch ihr Wachstum dem Schachtelhalm das Licht nehmen und ihn überwachsen. Oder?

LG, Karin

Hallo Karin,

das Beet, in dem die Rhododendren stehen, wurde eigens dafür
vorbereitet. Wir haben den vorhandenen steinigen Boden gegen
sandige Erde ausgetauscht

wie tief?
wenn es nur 1-2 Spaten war, ist damit nichts gewonnen = ihr habt noch immer steinigen (verdichteten)Boden mit einer kleinen Auflage lockeren Materials

und mindestens eins zu eins mit Torf
vermischt.

Torf hilft nur für eines: dass der Boden Feuchtigkeit hält. Wenn darunter noch der alte steinige Boden ist, hättet ihr den aufbrechen müssen, dass das Wasser versickern kann. Schachtelhalm liebt Staunässe.

http://www.vng.ch/naturwaerts/artDetail.cfm?id=2

… da steht übrigens auch, dass seine Wurzeln bis zu 2Meter tief gehen

Beim Setzen der Pflanzen kamen diese nochmals in
Mulden, ausgepolstert und anschließend verschlossen mit Torf.

hier wird genau erklärt, warum Torf bei Pflanzung von Rhodo’s gar nicht nötig ist:
http://www.am.rlp.de/Internet/global/startpage.nsf/s…

Anmerkung: die heute in Gärten verwendeten Arten stammen vielfach aus dem Himalaya.
Das ist ein Gebirge, das in großen Teilen aus Kalk besteht und Kalkverwitterungsboden „liefert“
Was schließt Du daraus?

Nach dem Pflanzen haben wir alles mit Rindenmulch abgedeckt.

das wiederum war eine sinnvolle Maßnahme

Staunässe kann es eigentlich auch nicht sein, aber da werde
ich noch einmal genauer hinschauen.

Staunässe heißt nicht, dass Dir oberflächlich das Wasser entgegenquillt.
Das Problem liegt in der Tiefe.

Ich ärgerte mich auch nicht über den Schachtelhalm, solange
ich wüßte, dass er den Rhododendren nicht schadet.

eher im Gegenteil. Mit Glück säuft der Schachtelhalm die Staunässe weg

Ich nehme
sogar an, dass die Büsche durch ihr Wachstum dem Schachtelhalm
das Licht nehmen und ihn überwachsen. Oder?

kann sein, kann aber auch nicht sein.
Das hängt davon ab, wie gut die Büsche langfristig mit den Bodenverhältnissen klar kommen. Unabhängig davon, was Du ihnen zubereitet hast, entwickelt sich jeder Gartenboden so, wie er will und kann.
Das kann zu einem prächtigen Rhododendronwachstum führen, mit viel Laubentwicklung und viel Schatten unter den Büschen.
Es kann aber auch nicht. Das musst Du abwarten.
Natürlich kann man Schachelhalm auch die Existenz mechanisch verekeln, durch Rupfen.
Natürlich kann man den Rhodo’s Farne oder Funkien vor die Füße setzen und dem Schachtelhalm so Licht und Luft nehmen.
Das putzige an Gärten ist, dass sie ihre Lebensgemeinschaften mit der Zeit selbst bilden.
Meist tut sich von allem im Lauf der Jahre das beste.

viele grüße
Geli

LG, Karin

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Hallo, Geli,

du machst dir wirklich immer viel Arbeit mit deinen Antworten. Danke dafür.

Der Bodenaustausch war ca. 80 cm tief, wir ließen den neuen Boden mit dem LKW anfahren.

Die Rhododendron - Pflanzen stammen aus einer Baumschule in Norddeutschland. Es sind noch nicht die kalkresistenten Pflanzen, die Pflanzung führten wir nach Vorschrift der Baumschule aus.

Vermutlich waren Wurzeln oder deren Überreste in dem neuen Sandboden enthalten, da wir sonst in unserem 3000 m² großen Garten keinerlei Schachtelhalm haben. Vermutlich, so meine Mutmaßung, haben sich die Wurzeln durch das regelmäßige Wässern der Rhodos gut entwickelt. Wenn dann der Schachtelhalm bis zu 2 m tiefe Wurzeln hat, dann reicht er mit Sicherheit an bei uns tief liegendes Schichtwasser.

Mir reicht die Gewissheit, dass die Pflanzenwurzeln nicht schaden.

Danke.

LG, Karin

Hallo Karin,
Gelis Ausführungen zur Staunässe kann ich nur beipflichten,
Ich lebe z.B. auf einer wasserundurchlässigen Schicht ( geologisch dem sogenannten Bottroper Mergel,) diese Schicht beginnt mal in einer Tiefe von 3,00 m oder auch in einer Tiefe von 0,75 m und wenn ich die durchstosse ist meiner Oberflächensandboden, schwupps die wupp pulvertrocken…
Fazit: Ich denke dein Schachtelhalm wird den Rhododendronwurzeln nicht schaden…
Ein Tipp: Gebrauche den Schachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, zum Säubern deiner alten „hessischen Zinnkrüge“ oder setze daraus eine Düngebrühe an, denn sie enthält sehr viel Kieselsäure die den Pflanzen Festigkeit verleiht.
Nun darf’s du noch raten woher der Ackerschachtelhalm diese Kieselsäure bezieht ?? :smile:)

Gruß Jukaido

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