Schachtelhalm, mein Vorgarten ist ein Acker!

Hallo WWW’ler mit grüner Daumen,

Na ja, nur ca 40% meines Vorgartens sind mit diesem „Heil(Un)kraut“ befallen, und ich kämpfe bereits das zweite Jahr dagegen. Eingeschleppt hab ich es mir als ich unserer Hängekätzchenweide einen Standortwechsel verpasst hab, da sie ewig nur vor sich hin nückerte und die Triebe abstarben. Dem Baum gehts übrigens gut seit dieser Aktion und gedeiht prächtig.
Leider hab ich damals ungesiebten Mutterboden beim umsetzen verarbeitet und seit dem breitet sich der Schachtelhalm aus.

Ich bin, leider, keine fleißige Unkrautjägerin und so hab ich das Kraut anfangs auch nicht so recht wahrgenommen und es hatte sich auf gut 80% der Fläche ausgebreitet. Zwar hab ich es jetzt schon um die Hälfte reduziert, da ich aber dieses Jahr aus persönlichen Gründen noch weniger in meinen Vorgarten komm als sonst, such ich eine gangbare Lösung für das Problem.

In der Ackerwirtschaft wird Schachtelhalm mit Herbiziden bekämpft, aber da der Schachtelhalm auch unter der Hängekätzchenweide sich austobt ist das wohl keine gute Lösung. Und ich weiß nicht ob es gut wäre den Baum wieder umzusetzen, vor allen da sich im Ballen bestimmt auch Schachtelhalm finden läßt.

Hat da jemand 'ne Idee?

Hab übrigends überlegt die Fläche unter dem Baum mit schwarzer Folie abzudecken, weiß aber nicht so recht ob das was bringt…

Gruss Andrea

Hi, Schachtelhalm ist echt ein bösartiges Kraut, wenn es einmal Fuß gefasst hat. Da wird dir nichts anderes übrig bleiben, als zur fleissigen Unkautjägerin zu werden :wink:

Das Problem ist, dass der Schachtelhalm

  1. aus jedem Stückchen mit einem Knoten wieder austreibt
  2. in bis zu 1m Tiefe ein Netzwerk von Wurzeln bildet, von wo aus er lange immer wieder austreibt. Auch wird die Pflanze dadurch von grünen Pflanzenteilen am Leben erhalten, die irgendwo abseits in de Hecke oder so wachsen.
  3. dazu kommt, dass die Triebe und Wurzeln beim Rausreissen schnell abreißen, es bleibt immer was drin.
  4. ist Schachtelhalm auch gehen Herbizide ziemlich resistent

Die bewährteste Lösung ist, alles, aber auch alles Grün immer und immer wieder so tief wie möglich rausreißen oder besser auszustechen. Nach einigen Jahren gibt auch der Schachtelhalm auf. Ich hab nach ca. 15 Jahren auch imer noch mal eine Pflanze gefunden, weiss der Geier wo die immer wieder herkommen.

Am besten gräbt man 3 Spatenstiche mit einer Grabegabel um und liest alle Triebe sorgfältigst heraus. Aber das geht in Deinem Fall sicher nicht.
Kalken und Humus soll auch zur Unterdrüchung von Schachtelhalm mithelfen, da Schachtelhalm feuchte, verdichtete, saure Lehmböden besonders mag.

A.

Hi, Schachtelhalm ist echt ein bösartiges Kraut, wenn es
einmal Fuß gefasst hat. Da wird dir nichts anderes übrig
bleiben, als zur fleissigen Unkautjägerin zu werden :wink:

Hmm, bei der Zeit die mir zur Verfügung steht brauch ich dringend einen sensitiven Roboter der das für mich macht :wink:

Das Problem ist, dass der Schachtelhalm

  1. aus jedem Stückchen mit einem Knoten wieder austreibt

Das ist mir bekannt, leider…

  1. in bis zu 1m Tiefe ein Netzwerk von Wurzeln bildet, von wo
    aus er lange immer wieder austreibt. Auch wird die Pflanze
    dadurch von grünen Pflanzenteilen am Leben erhalten, die
    irgendwo abseits in de Hecke oder so wachsen.

Die Wurzeln werden bis zu 5! Meter lang und dürften sich somit unter dem Gehweg befinden :frowning:

  1. dazu kommt, dass die Triebe und Wurzeln beim Rausreissen
    schnell abreißen, es bleibt immer was drin.

Ja, wem sagst Du das…

  1. ist Schachtelhalm auch gehen Herbizide ziemlich resistent

Laut Wikipedia sind nur ein paar wenige der 40 Arten dagegen resistent, ich darf doch hoffen :wink:
Leider greifen Herbizide aber auch andere Pflanzen an :frowning:

Die bewährteste Lösung ist, alles, aber auch alles Grün immer
und immer wieder so tief wie möglich rausreißen oder besser
auszustechen. Nach einigen Jahren gibt auch der Schachtelhalm
auf. Ich hab nach ca. 15 Jahren auch imer noch mal eine
Pflanze gefunden, weiss der Geier wo die immer wieder
herkommen.

Na dann werde ich wohl auf mein Rentnerdasein warten müssen um hierfür genügend Zeit zu haben. Das dauert aber noch mindestens 25 Jahre :smile:

Am besten gräbt man 3 Spatenstiche mit einer Grabegabel um und
liest alle Triebe sorgfältigst heraus. Aber das geht in Deinem
Fall sicher nicht.

3 Spatenstiche tief … also gut 80 bis 90 cm. Würde Aussieben auch gehen, oder ist so ein Sieb zu grob?

Kalken und Humus soll auch zur Unterdrüchung von Schachtelhalm
mithelfen, da Schachtelhalm feuchte, verdichtete, saure
Lehmböden besonders mag.

Kalken hab ich versucht, das sind aber noch andere Pflanzen ganz gut bei abgegangen…

Gruss Andrea

Hi,
ich hatte Lehmboden, da ist mit Sieben nicht allzuviel zu machen. Ich habe die abgestochenen Erdbatzen einfach zertrümmert und alles schwärzliche längliche mit Knoten ausgelesen.

auch noch eine lästige eigenschaft von Schachtelhalm:
auch kleine Stückchen können sich um ein vielfaches ihrer Länge fortbewegen, indem sie vorn wachsen und hinten absterben.

A.-

Hallo zusammen,

ja ja der gute alte Ackerschachtelhalm.
Ein wirklich ätzendes Unkraut oder doch Wildkraut :smile:
Für mich ist er genau so schlimm wie die Quecke oder der Girsch oder der Löwenzahn - halt richtig hartnäckige Wurzelunkräuter.

In Deinem Fall ist es etwas schwieriger, da du ja auch noch ein paar andere Pflanzen im Beet stehen hast.
Da Du ja keine Zeit zum Zupfen, Ausstechen oder Jäten hast, würde ich es mal mit Round-up versuchen. Dabei musst Du aber gezielt vorgehen. Es sollte windstill sein, und Du solltest nur die Ackerschachtelhalme mit der Lösung treffen ! Am besten einen kleinen „Wasserhandsprüher“ benutzen.

Ansonsten schau doch mal auf
http://www.gartengestaltung-garten-landschaftsbau.de…
oder
http://www.gartendatenbank.de/unkraut.htm
oder
http://www.schlossarek.de/zite/garten/unkraut/chemie…
vorbei,
oder google eine Runde nach „Ackerschachtelhalm Bekämpfung“.

Schöne Grüße

ps:
Für Wurzelunkräuter in Rasenflächen findet Ihr auf
http://www.gartengestaltung-garten-landschaftsbau.de…
einen guten Tipp…

Hallo Andrea,

würde dir Essigessens empfehlen. Schadet nicht und zieht sich bis in die Wurzeln des Schachtelhalms und läßt diese verfaulen. In der Regel kommt das Halm nicht wieder. Bei mir habe ich damit gute Erfolge erzielt :smile:

Einfach gießen und einziehen lassen - fertig - und abwarten, dauert etwas bis der Essig in den Wurzelspitzen angelangt ist.

Mfg. BelRia

Danke an alle, hab erst mal die Küche geplündert…
Danke an alle.

Hallo BelRia,

tust du die 40%ige Lösung direkt gießen? Oder wird die Suppe vorher noch verdünnt? Allerdings glaube ich dann an einen nicht nur unkrautfreien, sondern auch leblosen Boden. Hat aber auch sein Gutes, betreffs Schädlinge :wink:

Gruß
Andrße

Hallo André,

tust du die 40%ige Lösung direkt gießen? Oder wird die Suppe
vorher noch verdünnt?

Nein, ich gieße sie pur in die Pflanze. Nicht davor, nicht daneben, in die Mitte der Pflanze, damit die Wurzeln die Lösung aufnehmen können.

Allerdings glaube ich dann an einen
nicht nur unkrautfreien, sondern auch leblosen Boden.

Wieso sollte der Boden leblos sein ? Bei mir ist kein Boden leblos. Im Gegenteil, dass Unkraut ist vernichtet und es ist keine Leblosigkeit festzustellen.

Meinst du wirklich nur deine Hammerchemie kann Unkraut beseitigen ?? Zudem möchte ich nicht die Langzeitschäden wissen, die hervortreten, wenn keiner mehr dran denkt, womit der Boden einst getränkt wurde.

Ich benutze Essigessenz schon länger und kann nicht sagen, dass es dem Boden schadet - nein auch keine bis jetzt festgestellte Langzeitschäden.

Was hindert dich daran, den Essig zu verdünnen und es auszuprobieren. Selbst die Randsteine die ums Haus herum liegen und wo sich gerne Unkraut ansiedelt haben keinen Schaden genommen, noch die Bepflanzung. Nur das Unkraut wurde nachhaltig, da der Essig bis in die Wurzeln gezogen wird, vernichtet.

Mfg. BelRia

Hallo BelRia,

tust du die 40%ige Lösung direkt gießen? Oder wird die Suppe
vorher noch verdünnt?

Nein, ich gieße sie pur in die Pflanze. Nicht davor, nicht
daneben, in die Mitte der Pflanze, damit die Wurzeln die
Lösung aufnehmen können.

Ok.

Meinst du wirklich nur deine Hammerchemie kann Unkraut
beseitigen ?? Zudem möchte ich nicht die Langzeitschäden
wissen, die hervortreten, wenn keiner mehr dran denkt, womit
der Boden einst getränkt wurde.

Ich dachte mir nur, wenn Essenz auf den Boden und dort hinein kommt, so stirbt auch tierisches Leben. Gut, sehr begrenzt und die lieben Tierchen werden das schnell wieder korrigieren. Aber ich probiere das mal. Wenns auch Schachtelhalm killt, so wird anderes Unkraut schon auch vergehen.

Übrigens, nur zur Beruhigung: Roundup gibts nur auf Pflasterwege, dieses Mittel wird geprüht und nur direkt auf die Pflanze, nicht flächendeckend. Außerdem nehme ich nur ein Viertel der empfohlenen Dosierung, reicht vollkommen. Bei fassbaren Pflanzen tue ich mich sogar bücken :wink: Auf Flächen, wo ich was kultivieren will, gibts keine Unkrautchemie, pflücken und Bodenbearbeitung oder auch Mulchen reicht vollkommen aus. Und gegen Viecher wirkt phantastisch die gute alte und stinkende Brennesselbrühe. Wie du siehst, deine Ermahnungen haben Erfolg :wink:)

Liebe Grüße
André

Hallo André,

Ich dachte mir nur, wenn Essenz auf den Boden und dort hinein
kommt, so stirbt auch tierisches Leben.
die lieben Tierchen werden das schnell wieder korrigieren.

Trotzdem ich Essigessens einsetze und so hartnäckiges Unkraut verteibe, dasss sich immer mal wieder einnistet, da der Garten in der Nähe eines Feldes liegt, kreucht und fleucht es bei mir im ganzen Garten.

Ich setzen bewusst umweltfreundliche Mittel ein, schon alleine wegen Hund und Katzen die sich im Garten aufhalten.

Aber ich probiere das mal. Wenns auch Schachtelhalm killt, so
wird anderes Unkraut schon auch vergehen.

Essigessenz vernichtet fast alle Unkräuter, auch die Hartnäckigen, die nicht beim 1. Mal weichen wollen *gg*

Übrigens, nur zur Beruhigung: Roundup gibts nur auf
Pflasterwege,

Wie du weißt, halte ich von dem Zeug nichts, da die Langzeitschäden nicht abzusehen sind. Firmen versprechen einem viel wenn der Tag lang ist. Alte Hausmittel und Muskelkraft ersetzen vieles dieser Gifte.

Das Problem ist, dass heute jeder einen pflegeleichten Garten haben will, sattes Grün, gut wachsende Pflanzen und das mit möglichst wenig Muskelkraft Einsatz *gg*

Nur vergessen die meisten, dass vieles in den Boden zieht und Jahre braucht bis es abgebaut ist, aber solange es schmeckt, macht sich keiner wirklich Gedanken. Allergien, Ausschläge, Atemnot sind die Folgen. Auf den Garten und seine eingesetzten Gifte kommen die wenigsten, als Ursache.

phantastisch die gute
alte und stinkende Brennesselbrühe.

Lach, die ist echt zu empfehlen :smile:)

Wie du siehst, deine
Ermahnungen haben Erfolg :wink:)

Hach ja :smile:

Viele Grüße
BelRia