Hallo zusammen,
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine Freude, also ein positives Gefühl. Aber aus sozial-ethischer Sicht eher ein „lumpiges“.
Wer weiss mehr darüber ?
Mit Dank und Gruss: hardy
Hallo Hardy
Ich denke, wenn man aggressiv auf jemanden ist, dann ist es erklärlich, dass man sich freut, wenn derjenige Schaden nimmt.
Unverständlich ist mir hingegen der Erfolg dieser sadistischen TV-Sendungen, wo es angeblich Freude machen soll, wenn kleine Kinder sich aufm Schlitten überschlagen, von der Schakel fallen oder sich sonst irgendwelche Verletzungen, Gehirnerschütterungen etc. zuziehen.
Gruß,
Branden
Hi Branden!
Diese Sendungen funktionieren auch nur, weil man die Folgen, die so ein kleiner Unfall hat, nicht mehr sieht.
Die Marx-Brothers haben sich ständig -verzeih die Wortwahl- gegenseitig auf die Fresse gehauen, und auch Bud Spencer und Terence Hill verprügeln sich stets gegenseitig, bzw. irgendwen anders. Und was machen wir? Wir lachen drüber…
Gruß, Dine
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Hi Dine
Diese Sendungen funktionieren auch nur, weil man die Folgen,
die so ein kleiner Unfall hat, nicht mehr sieht.
Das mag sein, sicherlich ein Aspekt!
Die Marx-Brothers haben sich ständig -verzeih die Wortwahl-
gegenseitig auf die Fresse gehauen, und auch Bud Spencer und
Terence Hill verprügeln sich stets gegenseitig, bzw. irgendwen
anders. Und was machen wir? Wir lachen drüber…
Naja, ich hab, glaub ich, noch nie darüber lachen können.
Ich kann beim besten Willen nichts Komisches daran erkennen, wenn Leute sich schlagen oder verletzen.
Gruß,
Branden
Hi Branden,
ich glaube da kann man beteuern soviel man will: Ureigens ist dem Menschen die Eigenschaft erleichtert zu sein, wenn eine unangenehme Situation nicht einem selbst sondern anderen passiert. Erst danach schalten soziale/ethische/kulturelle Synapsen zu, die diesen Freuden-trieb unterdrücken und fragen: „helfen/bemitleiden/fliehen“?
Jeder Mensch emfpindet Schadenfreude, nur werden bei jedem Individuum die Gegenmaßnahmen unterschiedlich schnell eingeleitet. Bei Dir halt schon abstrakt im voraus willentlich gesetzt…
Das es ein breites Spektrum im menschlichen Geist gibt zeigen Gladiatioren/Wrestler/PleitenPech&:stuck_out_tongue_winking_eye:annen bzw. Mutter Theresa/Rotes Kreuz/Amnesty. Wie immer bin ich versucht das Totschlagargument „Die Goldene Mitte ist der rechte Weg“ zu nennen: Ja man kann schadenfroh sein, aber in Grenzen. Kein Sadismus und kein Voyeurismus aber dennoch lachen über Missgeschicke.
gruß
jartul
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Hallo,
ich denke, Schadenfreude hat im ersten Moment etwas Befreiendes an sich. Wenn jemandem ein Missgeschick passiert, dem wir z.B. seinen Erfolg nicht gönnen, da wir meinen, er hat ihn sich mit ungerechten Mitteln verschafft, dann freuen wir uns natürlich. Schadenfreude kann also mit Neid zu tun haben. Wir sind neidisch, weil derjenige sich erfolgreich durchs Leben zu winden weiß. Je neidischer wir sind, desto mehr freuen wir uns dann auch, wenn demjenigen ein Missgeschick passiert.
Wir merken, dass es anderen Leuten schlechter geht, als uns selbst - zumindest für den Moment -, fühlen uns ihnen überlegen. Und ohne solche Gefühle würden wir wohl auf Dauer unseren Elan verlieren, oder gar in Depressivität hinübergleiten. Man kann einfach nicht ununterbrochen Mitgefühl empfinden bzw. Rücksicht nehmen. Schon gar nicht bezogen auf Personen, die es unserer Meinung nicht verdient haben.
Schadenfreude ist bis zu einem gewissen Punkt also nötig, um unsere geistige Gesundheit zu erhalten. Geht sie über diesen Punkt hinaus, zeugt das meiner Ansicht nach aber eher von einem schwach ausgeprägten Selbstwertgefühl.
Grüße,
Sharynn
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Hallo Jartul
Ureigens ist
dem Menschen die Eigenschaft erleichtert zu sein, wenn eine
unangenehme Situation nicht einem selbst sondern anderen
passiert.
Das ist etwas Abnderes. Natürlich entsteht eine Erleichterung, wenn es einen selbst nicht trifft, aber das ist noch lange keine Schadebnfreude a la „Lustig, wie sich das Kind da mit seinem Roller überschlagen hat“.
Ich konnte da noch nie was dran lustig finden, selbst als Kind nicht.
Bei Dir halt schon abstrakt im voraus willentlich
gesetzt…
Ganz und ganicht. Ich empfinde mich nicht als „Mutter Theresa“, nur weil ich Arzt bin. Frezud hat übrigens auch keine große „Menschenrettungsfreude“ in sich empfunden. Aber das allers erklärt noch lange nicht den Sadismus oder die Art von Schadenfreude, wie wir sie hier besprechen bzw. wie sie eben in diesen -für mich- überhaupt nicht lustigen TV-Pannen da gezeugt wird. Ich schalte angeödet weiter, wenn das im TV kommt.
Auch beim Wrestling, wenn die sich da gegenseitig auf die Fresse springen, -was soll ich da an Lust empfinden?
Kein
Sadismus und kein Voyeurismus aber dennoch lachen über
Missgeschicke.
Da finde ich diese beiden aber noch interessanter, wahrscheinlich, weil es sich da um eine Spielart der Erotik handelt.
Gruß,
Branden
Hallo du auch !
Ich habe 5 Jahre in Indien gelebt und war überhaupt die meiste Zeit meines Lebens in der Welt unterwegs, aber sowas an Schadenfreude, wie es die Inder haben gibts sonst nirgends!!! Wenn da irgendwem irgendwas passiert, dann lachen die sich tot, aber wie!! Das ist echt extrem.
Wogegen über sich selbst zu lachen kommt gar nicht in Frage, die sind echt ansonsten ziemlich humorlos…
Fröhliche Grüße,
Claudia
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Hallo Claudia,
Ich habe 5 Jahre in Indien gelebt und war überhaupt die meiste
Zeit meines Lebens in der Welt unterwegs, aber sowas an
Schadenfreude, wie es die Inder haben gibts sonst nirgends!!!
Wenn da irgendwem irgendwas passiert, dann lachen die sich
tot, aber wie!! Das ist echt extrem.
Wogegen über sich selbst zu lachen kommt gar nicht in Frage,
die sind echt ansonsten ziemlich humorlos…
wo du so gut dich auskennst, wie erklärst du das? Woran liegt es bei den Indern?
Sehr fröhliche Grüße
Aber es ist doch toll Kämpfe zu sehen,
mitfiebern wer wohl der Gewinner wird.
Vor einigen Stunden habe ich mit einen Freefight Clip angesehen,
iner der Fighter sprang anfangs sehr wichtig udn arroganz herum.
Richtig altmodisch klassisch wurde er recht schnell mit einen Hacken umgekockt. Da hatte ich richtige Schadenfreude das es ihn so noob sytle erwischt hat.
Die Faszination vom Wettkämpfen oder sie sehen lässt sich einfach nicht beschrieben. Sie ist irgendwie einfach da, vielleicht ein Naturinstinkt.
Sell dir irgendwo, egal wo, vor der Disco, am Strassenrand, in der Ubahn etc. 2 Streithansel vor. Alle Leute würden neugierig zusehen.
Dann gibt es noch das Phenomän meiner Exfreund, die war 10. SG im WT.
Die konnte selbst kmofen aber nicht zusehen, sie musst beim zusehen immer entstzt die Hand vor Augen halten. Dies kann aber auch daran liegen das beim Kampf der ggener nicht im einzelnen beobachtet wird, sondern man seine Siluette war nimmt.
Hoffe es ist vielleicht etwas Hilfreich.
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hallo zoomi,
ich kann nichts reizvolles am schmerz (egal welcher art) anderer wahrnehmen. weder bei mensch noch bei tier.
und wenn menschen zusehen wie sich z.b in der ubahn andere prügeln
hat das eher mit mangelnder zivilcourage zu tun denn mit anderen
faktoren.
das ist nichts anderes als wenn leute an einem schlafenden obdachlosen
vorbeilaufen von dem man nicht wissen kann ob er noch lebt.
ich mische mich in beiden fällen ein und fühle mich gut damit, nicht
so zu tun als ginge mich das nichts an.
wird z.b jemand angepöbelt und man spürt, die person wird demnächst
angegriffen werden die meisten wohl deshalb nicht einschreiten, weil
sie froh sind nicht selbst das opfer zu sein.
ich kann mir nicht vorstellen dass sie es spannend finden zuzusehen und
wissen wollen wer nun gewinnt…
ein wettkampf ist meiner interperation nach ein duell mit 2 gleichwertigen gegnern die sich messen - z.b beim boxen.
spätestens dann, wenn der eine offenkundig unterliegt kann ich
nicht mehr hinsehen und finde, der kampf gehört von aussen beendet.
ich halte es für unnatürlich wenn jemand auf ein wehrloses opfer
losgeht oder nicht aufhört - bei hunden z.b spricht man hier von
einer störung. hundbabys z.b haben welpenschutz und werden nicht
angegriffen, es sei denn der hund ist richtig bluna.
bei menschen ist das anders, doch ob das natürlich ist wage ich
in frage zu stellen. eher denke ich es ist wie bei den hunden die
die hemmschwelle nicht mehr spüren in sich…
schadenfreude kann ich persönlich dann entwickeln wenn sie niemand
verletzt - es also harmlose dinge sind. freut sich jemand am leid
anderer, stösst mich das nachhaltig ab.
gruss
nina
Hallo Peet,
tja, das ist die Frage… Die Leute im Brett haben ja schon verschiedene Gründe angegeben warum es Schadenfreude gibt. Ich denke mal, daß in Ländern, in denen große Armut herrscht und die Leute „nichts zu lachen haben“ (woher kommt wohl der Spruch?), eben durch Schadenfreude Druck ablassen können.Ich hab ja auch immer mit der Landbevölkerung zusammengelebt, die wirklich wenig haben und es ist mir extrem aufgefallen wie Schadenfroh die sind.
Ich muß natürlich auch manchmal tierisch lachen, wenn jemanden ein Mißgeschick passiert, aber das basiert auf der Situationskomik und ist nicht die Freude über den Schaden, den jemand erleidet. Ich hasse z.B. die Sendungen in denen Kinder von der Schaukel fallen… Wobei z.B. ein indischer Taxifahrer meiner Tochter eine Chilischote angeboten hatte und alle schon drumrum standen um sich köstlich zu amüsieren…
Mein Ex (Tibeter) hatte das von weiter weg schon beobachtet, sich von hinten angeschlichen und dem Typen `ne Kopfnuß verpaßt.Das fanden dann auch wieder alle lustig…
Naja, trotzdem wars schön und die Inder haben auch ihre unglaublich guten Seiten, sonst wär ich da nicht so lange geblieben.
Also, wie gehabt,
fröhliche Grüße,
Claudia
Ich habe 5 Jahre in Indien gelebt und war überhaupt die meiste
Zeit meines Lebens in der Welt unterwegs, aber sowas an
Schadenfreude, wie es die Inder haben gibts sonst nirgends!!!
Wenn da irgendwem irgendwas passiert, dann lachen die sich
tot, aber wie!! Das ist echt extrem.
Wogegen über sich selbst zu lachen kommt gar nicht in Frage,
die sind echt ansonsten ziemlich humorlos…wo du so gut dich auskennst, wie erklärst du das? Woran liegt
es bei den Indern?Sehr fröhliche Grüße
Hallo Hardy,
erste Assoziation: Spiegel-Artikel (siehe Link unten); kostet dich allerdings 50 Cent, daher eine kurze Zusammenfassung aus dem Gedächtnis:
Schadenfreude „säubert“ (zumindest laut Spiegel-zitierter Studienergebnisse) soziale Gefüge, indem eine Art latent ständig vorhandener Kontrollmechanismus greift: Unsoziales- oder Fehlverhalten verlangt demzufolge nach Strafe.
Besagten Studien zufolge bevorzugen männliche Probanden die körperliche Züchtigung des in die Versuchsgruppe eingeschleusten Fieslings, während das weibliche Gerechtigkeitsgefühl eher durch Abbitte bzw. Geldstrafen o.ä. bedient wird. Ich überlasse es dir an der Stelle, den Symbolgehalt dieses Umstands zu ergründen 
Schadenfreude ist also ein evolutionär gesehen probates Instrument der „inneren Polizei“, gruppenschädliche Querschläger abzustrafen und den eigenen Sinn für Recht, Unrecht, An-und Unangemessenheit, Moral und praktische Ethik stets neu zu reflektieren.
Außerdem stärkt es doch das Selbstwertgefühl ungemein, wenn man gaaaanz unabsichtlich an der Tür des Vorgesetzten entlangstreicht, hinter der gerade der intrigante und hinterhältige Schreibtischkollege seine fällige Abreibung bekommt, oder?
Ich sehe an Schadenfreude auch nichts Verwerfliches. Wer Wind sät, sollte immer Sturm ernten, dann wäre der Planet gerettet.
Gruß,
Aglajo