Schadensersatz ohne Absprache

Hallo, liebe Wissenden!
Leider ist mir kein passenderer Betreff eingefallen.
Stellen wir uns folgendes Szenario vor:
Hier gehts um eine rein private Angelegenheit, es sind keinerlei geschäftlichen Interessen betroffen. Person A u Person B, im Folgenden Paar A genannt, ziehen um. Der Schwager („Person C“) von Person B baut alles ab u lädt es in sein Fahrzeug u auf seinen Hänger u fährt den gesamten Hausrat OHNE Aufforderung durch Paar A in die ca 300 km entfernete neue Wohnung. Es wurde absolut nichts genaues abgesprochen, der Umzug war nur „mal so nebenher“ im Gespräch. Als Person B nach hause zur Mutter kam („alte Wohnung“), war alles bereits fertig gepackt. Nun kommt Person C auf Paar A zu u fordert Spritgeld u Schadensersatz, da das Fahrzeug durch den Umzug überladen war u einen nicht unterheblichen Schaden am Fahrwerk erlitten hat. Desweiteren werden die Quittungen fürs Benzin in Form einer Rechnung persönlich an Paar A übergeben. Wie würde es da rechtlich aussehen? Zu welchen Zahlungen kann Paar A „verdonnert“ werden? Es wurde nie genau abgesprochen, wer wann was wohin fährt, Person C hat es einfach ohne Aufforderung gemacht. Nehmen wir weiterhin an, dass Person C dafür bekannt ist, vieles „auf eigene Faust“ zu machen u dann dafür kräftig abzukassieren, was würdet ihr jetzt machen?

fragt

Mutschy

Hallo Mutschy,

zweierlei:
1.) Wie kam Person C denn an den Hausrat von Paar A?
2.) Person C ist der Schwager. Um wieviel Geld geht es denn? Lohnt es sich dafür wirklich einen Streit in der Familie anzuzetteln? Der Streit würde ewig gehen!

Grüße von
Tinchen

Hallo Mutschy,

Hallo, Tinchen!

zweierlei:
1.) Wie kam Person C denn an den Hausrat von Paar A?

Ganz einfach: Die Mutter von Person B hat die Wohnungstür geöffnet, da es sich beim hier gemeinten Hausrat um die Sachen handelt, welche sich noch im (Jugend-)Zimmer von Person B befanden, die wiederum mit Person A zusammengezogen ist.

2.) Person C ist der Schwager. Um wieviel Geld geht es denn?

Och, das Spritgeld ist nicht viel (so 100 €), aber an der Reparatur soll sich Paar A mit 75 % (von 3000, also ca 2000 €) beteiligen. Wohlgemerkt: Es war bereits alles erledigt, als Person B vor Ort kam. Für die falsche Beladung kann doch Paar A nicht haftbar gemacht werden, zumal mehrfach gesagt wurde, dass das Auto überladen ist (war erkennbar).

Lohnt es sich dafür wirklich einen Streit in der Familie
anzuzetteln?

Denke schon.

Der Streit würde ewig gehen!

Das ist zweitrangig. Is eh alles nur fiktiv (s. Brettbeschreibung):o)

Grüße von
Tinchen

LG

Mutschy

Hallo,

also erstens rein rechtlich in diesem theoretischen Fall:

für die korrekte Beladung eines Fahrzeugs ist in erster Linie der Fahrer und in zweiter höchtens noch der Halter verantwortlich. Selbst wenn ein Auftrag zum Transport existieren würde, wäre der Auftraggeber nicht zu belangen, da er keine Weisung zu der Art und Weise der Ausführung gegeben hat.

zweitens rein persönlich:
ein Schwager, der sein Geld für Kfz-Reparaturen mit derartigen Vorgehensweisen bei der Verwandschaft zusammenkratzt, könnte mir mal den Buckel runterrutschen. Wenn ich nicht auf seine Methodik eingehe, wir er es beim nächste mal vielleicht (hoffentlich!) gleich bleiben lassen.

All das setzt natürlich voraus, dass der Schwager nicht doch durch irgendwelche missverständlichen Hinweise zum Transport aufgefordert wurde.

Gruß, Niels

Hallo Mutschy,

Och, das Spritgeld ist nicht viel (so 100 €),

Das würde ich ohne weiteres zahlen. Die Teuros wurden ja auch wirklich für den Transport ausgegeben.

aber an der
Reparatur soll sich Paar A mit 75 % (von 3000, also ca 2000 €)
beteiligen.

UUUUPPPPPSSSSSSS!
Das ist wirklich heftig! Da würde ich mir den Schwager dann doch auch zur Brust nehmen.

Viele Grüße,
Tinchen