Liebe/-r Experte/-in,
im Dezember 2009 wurde mit dem Bau unseres Einfamilienhauses in Holzständerbauweise begonnen.
Seit diesem Zeitpunkt haben sich folgende Mängel zugetragen:
Von Dezember 2009 bis März 2010 trat insgesamt viermal Wasser über den unterbauten Balkon (Weststeite) ein und es tropfte aus der Deckenschalung in unser Wohnzimmer (zum damaligen Zeitpunkt noch in der Bauphase, also unebwohnt). Der Hersteller hat jedes Mal versucht, den Balkon dicht zu bekommen, letzte Maßnahme war dann das Einlegen einer sogenannten Elefantenhaut.
Der Wassereintritt wiederholte sich dann nochmals im Dezember 2011 (Einzug ins Gebäude war im Oktober 2010) was der Hersteller auf konstruktionsbedingte Dichtungsmängel zwischen Holzständern und Außenschalung (zurückgesetzte Blockbohlen) zurückführte und hier Holzleisten anbringen ließ.
Im Juni 2010 (sehr trockene Periode) stellten wir dann fest, dass sich die Außenschalung (Blockbohlen) an einigen Stellen von Hand derart verschieben ließ, dass dazwischen ein Spalt von 2-3 cm entstand und man die Zellulosedämmung sehen konnte. Die Firma reagierte auf diesen Mangel damit, dass sie die „reduzierten“ Bohlen ersetzte und mit den Holzständern verschraubte. Optisch blieben jedoch an den nicht so gravierenden Stellen Mängel dahingehend zurück, dass man die ungestrichenen Nut- und Federteile der Blockbohlen sehen kann.
Aktuell (04.02.2012) haben wir nun einen Wassereintritt (Tropfen aus einem Astloch der Deckenschalung) in unserem Schlafzimmer im OG, und zwar mitten auf unser Bett, zu verzeichnen. Merkwürdigerweise tritt dieser Mangel nun gerade bei eisigen Außentemperaturen (-13 Grad Celsius) auf.
Bin ja grundsätzlich ein gutmütiger Typ, aber jetzt habe ich die Fachsen dicke: Begründen die o.a. Mängel einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Hersteller?
Wenn ja, in welcher Höhe könnte ich diesen einfordern?
Welche weiteren Schritte wären hierzu nun erforderlich (Baugutachter, Rechtsanwalt…)?
Der Hersteller hat sich bisher ja immer, wenn auch offensichtlich in diletantischer Weise, um Behebung der Mängel bemüht. Aber was zu vielist ist zu viel. Muss mal überlegen, wo und wie wir die nächsten Nächte schlafen sollen.
Vielen Dank und Grüße,
Steffen Rempp