Schädelpresse

Huhu!

Mich wundert ja fast nichts mehr, aber irgendwann in den letzten Tagen habe ich einen Bericht (zugegeben bei einer Boulevardsendung auf RTL) gesehen, der mich doch ein wenig fassungslos machte!

Da lassen Eltern ihren Kids einen Quetschhelm anpassen, damit die leicht verformten Köpfchen (es waren Säuglinge!) eine schöne runde Einheitsform bekommen!
Diese Helme müssen dann täglich (fast ganztäglich) getragen werden.
Die medizinische Notwendigkeit liegt wohl bei maximal 5% - wenn der Kiefer betroffen ist!

Und jetzt der Clou: Die Krankenkasse bezahlen die ca. 3000 DM auch noch!

Fassungslose Grüße
Guido

Huhu Guido!

Mich wundert ja fast nichts mehr, aber irgendwann in den
letzten Tagen habe ich einen Bericht (zugegeben bei einer
Boulevardsendung auf RTL) gesehen, der mich doch ein wenig
fassungslos machte!

Mich haben schonviele Berichte auf RTL in Explosiv fassungslos gemacht. Es gibt offensichtlich nur ein Mittel dagegen: Nicht mehr schauen…:wink:

Da lassen Eltern ihren Kids einen Quetschhelm anpassen, damit
die leicht verformten Köpfchen (es waren Säuglinge!) eine
schöne runde Einheitsform bekommen!

Ich behaupte mal, dass es in dem Moment, in dem sich die Kopfform des Kindes (Wasserkopf -Hydrocephalus - mal ausgenommen) wirklich medizinisch würdigen lässt, die Schädelpresse keine nachhaltige Wirkung mehr zeigt.

Die medizinische Notwendigkeit liegt wohl bei maximal 5% -
wenn der Kiefer betroffen ist!

auch die ach so viel betriebene Keferorthopadie halte ich nicht in dem Maße für notwendig, wie sie betrieben hat. Meine Tochter z.B. wurde von einer Kieferorthopädin mit: Schönes Gebiss, braucht keine Spange entlassen.

Die nächsten stürzten sich auf das Geschäft, den wirklich notwendig geradezurichtenden Zahn im Unterkiefer haben sie dann aber schief stehen lassen.

Gruß, Karin

Hi Guido!

Du kannst dir denken, wie diese Kinder es „lieben“ werden, wenn sie Mütze, Hut, Kappe etc. aufsetzten sollen…

Ich kenne jemanden, der vom 12. bis 15. Lebensjahr Tag und Nacht ein orthopädisches Korsett tragen musste – so ein starres Teil vom Hals bis zum Po und direkt auf der Haut; war logischerweise im Sommer besonders unangenehm… Das war medizinisch auf jeden Fall begründet (schwere Skoliose…)
Aber noch heute (vier Jahr danach) gibt es da so eine Abneigung gegen enge Kleidung…

Man kann sich dann erst recht vorstellen, wie es bei einem so kleinen Kind ist… Es versteht ja überhaupt nicht, was das helfen soll (und diese „Helme“ sind ja in den meisten Fällen ja, wie gesagt, gar nicht sinnvoll).
Ich kann mir gut vorstellen, wie diese Kinder später darunter leiden werden (auch unbewusst, psychisch…)
Wenn es (in den seltensten Fällen) medizinisch begründet ist, dann stellt man ja auch fest, dass sie psychisch später „anders“ sind – ist ja auch bei anderen Krankheiten mit auffälligen Behandlungsmethoden so.

Und man kann sich ja auch vorstellen, wie andere darauf reagieren. Auf dem Spielplatz, z.B.: die Mütter/Väter anderer Kinder, die so ein „Helmkind“ sehen, werden sicherlich ihren Kindern eindringlichst sagen, ganz vorsichtig mit ihm umzugehen (es sieht ja so aus, als ob es eine schwere Schädelverletzung hätte, als ob es behindert wäre…) und werden sicherlich auch die Eltern ansprechen.

Und außerdem: wer ist denn schon hundertprozentig nach Norm „geformt“? Die Kopfform eines jeden ist anders. Menschen haben übrigens auch Haare :wink: Ob nun der Kopf ein kleines bisschen eckiger oder platter ist oder nicht – das sieht man unter den Haaren nicht mehr.
Schon mal davon gehört, dass wegen der Kopfform ein Kind ausgelacht wurde (außer, es war wirklich etwas Schlimmes…)?! Höchstens wegen abstehender Ohren -> welche man, wie ich finde, unbedingt korrigieren lassen sollte.

Gruß,
Nina

Ich habe mal einen Artikel überflogen in dem dargestellt wurde,daß es Kulturkreise gibt,in denen eine bestimmte Kopfform als schick galt(oder gilt).Z.B.Richtung Osten wäre es angesgt gewesen einen flachen hohen Hinterkopf zu haben,zu erreichen durch ständiges auf-dem-Rücken-liegen der Säuglinge.
Oder denke doch mal an die abgebundenen Füße im asiatischen Raum,
oder andie ausgestopften Brüste,aufgespritzte Lippen,abgesaugten Bäuche etc. .

Schöne Grüße
Andreas

Asiatische Kinderpflege

Kopfform als schick galt(oder gilt).Z.B.Richtung Osten wäre es
angesgt gewesen einen flachen hohen Hinterkopf zu haben,zu
erreichen durch ständiges auf-dem-Rücken-liegen der Säuglinge.

Zum Kimono der Japanerin paßt ein schwach ausgeprägter Hinterkopf mit einem scharfen Haaransatz im Nacken. Ersteres ist offenbar ein Rassenmerkmal, letzteres nicht.
Säuglinge wurden und werden in Japan nicht anders gelegt als bei uns. In alter Zeit hat man hier wie dort gefatscht (sogar mit Aufhängen), vor hundert Jahren auf den Rücken gelegt, vor zehn Jahren hatte die Bauchlage ihren Beliebtheitshöhepunkt. Japanische Babys werden allerdings mehr getragen als unsere. Gefahren werden sie erst ab dem Buggy-Alter.

Oder denke doch mal an die abgebundenen Füße im asiatischen
Raum,

Das gehört in diese Kategorie. Es war ausschließlich im China der Kaiserzeit üblich und wurde in keinem anderen Land übernommen, insbesondere nicht in Japan, das doch über Jahrhunderte hinweg mit größtem Eifer chinesische Kultur importierte und nachmachte. Abgesehen von einigen kulinarischen Spezialitäten wüßte ich kaum einen weiteren Aspekt traditioneller chinesischer Kultur, zu dem Japan noch gesagt hätte: „Man muß nicht alles haben.“

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Andreas!

Dieser Schädelhelm bringt offenbar nur sehr wenig (leider habe ich im Netz nix gefunden, da ich mir den Fachausdruck nicht gemerkt habe).

oder andie ausgestopften Brüste,aufgespritzte
Lippen,abgesaugten Bäuche etc. .

Naja - jeder soll machen was er will! Nur: Die Entscheidung obliegt bei diese OPs bei der jeweiligen Person - das ist bei Säuglingen definitiv nicht der Fall! Ich fand es einfach nur geausam, was „verantwortungsvolle“ Eltern in einem „zivilisierten“ westlichen Industriestaat ihren Kinder antun…

Grüße
Guido