Hallo an alle…
vielleicht weiß ja jemand, wie das ist, wenn man baut, immer diverse Handwerker im Haus hat, die parallel ihre Gewerke fertigstellen (gerade gegen Ende der Bauphase) und beim Einzug dann Schäden an Türen, Scheiben, Boden vorliegen. Bauleiter hat die einzelnen Einbauten abgenommen, die waren laut ihm in Ordnung, aber beim Einzug sieht man gleich, dass eine große Scheibe einen Kratzer hat, 2 hochwertige Türen verkratzt sind und Schäden auf dem Bodenbelag sind. Ist das wirklich Pech und Schaden des Bauherren, wenn keiner der Handwerker zugibt, dass er den Schaden verursacht hat?
Danke schon mal an alle, die irgendwelche Infos dazu haben. 
Liebe Grüße!
Hallo!
Ich kenne das nur so das wenn alles fertig ist und der Bauträger mit dem Bauherr das Objekt durch geht um die Abnahme zu machen diese Sachen Reklamiert werden und der Bauträger dafür Sorge zu tragen hat das diese Reklamationen beseitigt werden sonst keine Abnahme.
Gruß Sepp.
Hallo,
wurde vor Einzug keine Bauabnahme durch Bauherrn und Bauleiter gemacht?
Gruß
Samira
Es wurde mit Architekt und Bauleiter gebaut, kein Bauträger. Bauleiter hat jeweils die einzelnen Gewerke abgenommen.
Es gab keine „offizielle“ Bauabnahme. Bauleiter hat jeweils die einzelnen Gewerke abgenommen, laut ihm war immer alles ok und die Schäden müssen während der Weiterarbeit durch die Handwerker passiert sein. Z.B. Kratzer an der Scheibe, die schon Monate vor dem Einzug eingebaut wurden. Bei der Abnahme war alles ok, während des Weiterbaus wurden die Scheiben natürlich SEHR schmutzig und erst bei der Bauendreinigung wurden die Kratzer sichtbar.
Ein paar Tage vor dem Einzug wurden die Türen eingebaut, als wir dann einzogen, war ein fetter Kratzer auf einer der Türen. War natürlich niemand… Solche Sachen eben.
Gebaut wurde nicht mit Bauträger!
Hmm, ich kenne das so, dass es vor Einzug eine endgültige Bauabnahme gibt. Eben um noch vorhandene Mängel direkt beim Bauleiter anzuzeigen.
Bei unserem Hausbau stellte sich während der Bauabnahme heraus, dass einige Fenster zerkratzt sind. Wie sich heraus stellte waren die Verputzer schuld. Der Bauleiter hat sich um alles gekümmert wird mussten uns damit nicht rumärgern. Dafür ist ein Bauleiter meiner Meinung nach auch da.
Gruß
Samira
Tja, wir haben so einiges selbst übernehmen müssen, was eigentlich Aufgabe des Bauleiters wäre, aber das ist ein anderes Thema.
Hattet Ihr dann einen richtigen offiziellen Übergabetermin mit Protokoll usw.? Gabs bei uns nicht. Wir sind einfach eingezogen, haben gesagt, dies und das ist mangelhaft, seine Aussage war: War bei Übernahme ok, ist leider keinem Handwerker zuzuordnen. Dann kommen Kostenvoranschläge für die Reparaturarbeiten. ??? Frage mich halt so langsam, ob das wirklich alles „normal“ und „rechtens“ ist…
Ja, wir hatten einen offiziellen Übergabetermin, sprich einen Termin zur Bauabnahme. Dort wurden in einem Protokoll alle offenen Mängel festgehalten, die dem Bauleiter von uns genannt wurden. Erst als alle Mängel aus diesem Protokoll beseitigt waren haben wir den Rest der Summe bezahlt, die das Bauunternehmen noch von uns zu bekommen hatte. Das ist aber eigentlich so Praxis. Wir haben allerdings mit einem Bauträger gebaut, wie sich das beim Bauen mit Architekt in eurem speziellen Fall verhält, weiß ich nicht.
Gruß
Samira
Es wurde mit Architekt und Bauleiter gebaut, kein Bauträger.
Bauleiter hat jeweils die einzelnen Gewerke abgenommen.
Das ist eine nicht gerade optimale Konstellation, da ein Bauleiter im Gegensatz zum Architekten in der Regel nur einen Dienstvertrag und keinen Werkvertrag erfüllt. Aber: Was steht denn in den jeweiligen Bauverträgen zwischen Bauherrn und Handwerkern über den Zeitpunkt des Gefahrübergangs und speziell über die Abnahmemodalitäten? Wann wurden Schlusszahlungen geleistet? Wann wurde faktisch eingezogen? Wann wurden wem gegenüber auf welche Art welche Mängel gerügt? Vielleicht ist rechtlich überhaupt nicht relevant, was der Bauleiter zum Handwerker gesagt hat.
Die Welt des Bauens ist eine Welt voller Wunder, allerdings für technische und juristische Laien, die glauben, es allein mit den Profis aufnehmen zu können, eine voller blauer Wunder. Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln, wenn ich davon höre, wie private Bauherren die größte Investition ihres Lebens tätigen. Bei jedem Kleinwagenkauf wird mehr Beratung in Anspruch genommen. Und das ist - anders als ein Haus - noch nicht mal ein Prototyp, sondern Fließbandware. Sorry, aber es musste mal wieder gesagt werden.
smalbop