Hallo Kai!
Zu allererst mal danke für die ausführliche und schnelle Antwort.
Servus Gregg,
das ist eine ganz schöne Menge auf einmal, die Du wissen
möchtetst.
Damit Dein erster Wissensdurst gestillt werden kann, schau mal
bitte da hin:
http://www.zahnwissen.de/
und schau’ unter ‚Kopfbiß‘ und unter
‚Mittellinienverschiebung‘ nach. Nachdem Du im Studentenalter
Das hört sich ja alles weiter nicht schlimm an, oder? Das Bild bei ‚Mittellinienverschiebung‘ triffts übrigens schon recht gut, wenn man sich die ganzen anderen Problemchen mit dazudenkt.
bist, haben Deine Eltern während Deiner Jugend und Kindheit
doch sicher für regelmäßige Zahnarztbesuche gesorgt. Das
Ja, das kennen wir ja alle, ob man auch schön geputzt hat und sonst noch alles da ist, was da hin gehört. Obwohl ich nie zu gern und deswegen auch nicht wirklich oft da war…
bedeutet für mich, daß wahrscheinlich irgendwann ein
Fachmensch eine kieferorthopädische Behandlung bei Dir für
nicht erforderlich gehalten hat, sonst wärest Du wohl
überwiesen und behandelt worden.
… ja, das hat er wohl…
Jetzt ist es wahrscheinlich so, daß der Stress Deines Lebens
als Jungwissenschaftler Dich öfter mal hat auf die Zähne
beißen lassen (Stichworte: ‚Parafunktion‘, ‚Leermastikation‘).
Daran glaub ich jetzt, ohne einem Fachmann wiedersprechen zu wollen, wieder weniger, weil so hübsche Zähne hab ich eigentlich schon vor der Zeit, als es stressig wurde gehabt.
Das ist auch damals schon aufgefallen, nur hat’s da immer geheißen, das gibt sich mit der Zeit (bewahrheitet hat sich dann aber eher Gegenteiliges). Was ich allerdings auch noch erwähnen sollte ist, daß mir damals nach dem herausfallen der Milzähne mein rechter oberer Eckzahn und der, der eigentlich dahinter kommt in vertauschter Reihenfolge gewachsen sind. Das sah so richtig doof aus, zumal das auch noch ewig gedauert hat, bis sich die beiden haben blicken lassen.
Als sie dann endlich da waren - das war die Zeit, in der ich mit Abstand am häufigsten beim Zahnarzt war - hat der Zahnarzt beschlossen, daß da auf beide ein Venier (oder wie das heißt) drauf kommt und hat mich zu einer Kieferorthopädin geschickt. Die Frau war damals schon recht lange in Ihrem Beruf tätig und von meinem Phänomen total begeistert - sie meinte, sowas kommt unter einer Million Menschen ungefähr einmal vor. Sie und mein Zahnarzt ham’ das dann damals irgendwie telefonisch oder sonstwie ausgemacht, wie weiter verfahren wird, weil sie auch noch die Möglichkeit, die Zähne irgendwie zu vertauchen, ins Gespräch gebracht hat, doch es blieb bei dem Venier, weils es scheinbar die einfachere Lösung war, jedenfalls hab ich von der Verhandlung nix mitgekriegt. Allerdings hat sie mir damals dazu geraten nochmal bei ihr zu erscheinen.
Als aber die Veniers drauf waren - und es sieht bis zum heutigen Tag hundertmal beschissener aus, als vorher - war nach Meinung meines Zahnarztes kein Besuch bei der Frau mehr nötig (und wenn der das meint, wird’s wohl so sein, hab ich gedacht).
Warum ich das jetzt alles erzähl:
Er schaut bis zum heutigen Tag nicht nur richtig beschissen aus, der aufgebaute Eckzahn, sondern ich bleib auch bis heute beim Kauen oft dran hängen (mit dem unteren Eckzahn). Ganz am Anfang war’s sogar richtig schwierig damit was zu kauen (seitdem weiß ich auch wieviel Kraft man mit so einem Kiefer ausüben kann…) und hab manchmal sogar befürchtet, ich würde irgendwann mal so heftig hängen bleiben, daß ich den Zahn rausreise oder abbreche. Ein ‚tolles‘ Gefühl war das übrigens auch, aber weil der Zahnarzt gesagt hat, daß das normal ist und man sich eben dran zu gewöhnen hätte, hab ich’s dann auch dabei belassen.
Heute, nach einigen Jahren haben sich die Eckzähne ein Stück weit abgearbeitet und scheinbar auch ein stückweit verschoben und gedreht und ganz offenbar hab ich mich auch einigermaßen dran gewöhnt.
Frage: Kann die ‚Mittellienienverschiebung‘ auch davon kommen?
Bei den hohen Flächendrücken, die dabei entstehen, ist bei den
Schneidezähnen ein wenig Schmelz abgeplatzt. Das macht
meistens nicht viel aus - laß es Dir u.U. bei der nächsten
Prophylaxesitzung etwas auspolieren, wenn Du dazu neigen
Jo, das werd ich mal machen lassen.
solltest, immer mit der Zunge darauf herumzutasten.
Ansonsten sollte Dein Vater nicht nur bei der Versicherung,
sondern auch bei der Beihilfe nach der Kostenübernahme für die
KfO-Bahandlung fragen - WENN sie den nötig sein sollte.
Mein Rat: nimm Kontakt mit Deinem früheren Zahnarzt auf, oder
gehe zu einem anderen und stell’ ihm das augenblickliche
Problem vor. Christian, der hier meistens mitliest ist KfO’te
und kann eher sagem, was die Therapie einer
Mittellinenverschiebung dieses Ausmaßes für Dich bedeuten
kann. Hausaufgabe: achte schon mal in den nächsten Tagen
darauf, ob Du morgens mit ‚Muskelkater‘ in den Kaumuskeln
aufwachst und/oder ob Du Verspannungen im Nacken-Schultern
Bereich hast.
Das kann ich auch heute schon beantworten:
Ich ‚verliege‘ mich manchmal und dann bin ich krumm und lahm, aber das ist recht selten und Verspannungen hab ich eingentlich keine. Auch der ‚Kaumuskelkater‘ ist mir glücklicherweise fremd. Und daß ich in der Nacht mit den Zähnen knirsche, scheint mir recht unwahrscheinlich, weil ich sehr oft mit schmerzenden und total ausgetrockneten Hals aufwache, was davon kommt, daß meine Nase fast ganzjährig dicht ist und ich deshalb scheinbar mit offenen Mund schlafe (schäm), das sagt mein Hausarzt. Das geht mir schon so, solang ich denken kann und ich habs leider nie in den Griff bekommen.
Danach mach’ wieder einen Termin hier aus 
Jo, bis bald!
Kai
Nochmal ganz ganz herzlichen Dank für die Mühe!
MfG
gregg20