Schädigt PV-Anlage Dach/Dachplatten? Schimmel? Feuchtigkeit?

Hallo.
Wir interessieren uns für ein Haus, welches bereits seit 4 Jahren eine große
Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat.
Das ganze Dach ist so gut wie ausgefüllt.
Es ist kein Steildach, sondern eher eines mit geringerer Neigung.
Aber kein Flachdach!

Nun interessiert uns, ob eine PV-Anlage das Dach dauerhaft schädigt.
z.B. entsteht dadurch vermehrt Schimmelgefahr?
Beeinflusst diese die Statik des Hauses (Baujahr 1990).

Wer hat hier Erfahrung?

Danke

Hallo mrymen99,

die Statik des Hauses wird definitiv beeinflusst. Daher muss vor Montage einer PV Anlage geprüft werden ob das Dach das zusätzliche Gewicht trägt, besonders bei Sturm und Schnee.
Schimmelprobleme auf dem Dach verursacht durch PV Module kenne ich nicht, jedoch habe ich das Gefühl, dass vermehrter Mooswuchs unter den Modulen stattfindet.

Gruß,
Andreas

Hallo Elektrotechnik,

wenn die Anlage seit 4 Jahren auf dem Dach ist und die Statik nicht gewährleistet wäre, würden langsam Risse oder ander Setzungszeichen im Gebäude sichtbar werden.
Risse? Fenster und Türen die klemmen? Wände, Träger u.ä. die aus der Waage sind.

Der Fakt das die Dachfläche nicht mehr von der Sonne aufgeheizt wird und so evtl. vorhandenes Kondenswasser weniger abtrocknen kann, kann nur so wie so vorhandene Schäden früher sichtbar machen. Ursächlich wären Löcher in der Dampfbremse oder ein falscher Dachaufbau. Die Beschattung des Daches wirkt dann wie ein Beschleuniger. Auf der positiven Seite gibt diese Beschattung auch einen verbesserten Sommerlichen Wärmeschutz. Die Räume darunter bleiben kühler.

Gruß

Hallo, ich empfehle eine Vor-Ort-Energieberatung. Denn der Photovoltaikstrom ist speicherfähig und bringt bis zu 70% weniger Fremdstrombezug. Zur Unterstützung von anderen Heizungssystemen wie Wärmepumpe, Solarthermie, Mini-BHKW oder Wärmewellenheizungen kann bei vernünftiger Planung eine Gesamtenergieersparnis von bis zu 85% erreicht werden, und zwar Strom und Wärme zusammen. In diesem Zusammenhang gibt es gleich eine Bestandsaufnahme des Hausobjektes. Erfahrene Energieberater erkennen Schimmelgefahr im Innenraum, bewerten die bestehenden Energieanlagen, die Gebäudehülle und Einzelbereiche, wie Türen, Fenster, Dach und Außenwand. Dadurch ergeben sich entsprechende Sanierungsmaßnahmen mit technisch ausgereiften und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen, unter anderem, um neuen Schimmelbefall zu verhindern. Die Investitionskosten sind weitaus geringer für eine energetische Gesamtsanierung weitaus geringer als oft befürchtet. Diese wird aber durch die besonders hohe Gesamtenergieeinsparung innerhalb kurzer Zeit amortisiert. Neue Finanzierungssysteme und Fördermöglichkeiten (beispielsweise bis zu 660 Euro je kWp Photovoltaikstromspeicher) ermöglichen hoch effektive, aber trotzdem finanzierbare Energiesparmaßnahmen. Siehe auch entsprechende Fachliteratur zum Optimalen Energiesparen beim Bauen, Sanieren und Wohnen. Viele energiereiche Grüße. Jürgen

Hallo Jürgen!

Denn der

Photovoltaikstrom ist speicherfähig und bringt bis zu 70%
weniger Fremdstrombezug. … eine
Gesamtenergieersparnis von bis zu 85% erreicht werden…

Woher nimmst du ohne Kenntnis des Gebäudes, ohne Details der Nutzung und ohne Daten zur PV-Anlage die Prozentangaben?

Erfahrene
Energieberater erkennen Schimmelgefahr im Innenraum, bewerten
die bestehenden Energieanlagen, die Gebäudehülle und
Einzelbereiche, wie Türen, Fenster, Dach und Außenwand.

„Energieberater“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Jedermann - dubiose Gestalten, Verkäufer und sonstige Ahnungslose inbegriffen - darf sich als solcher bezeichnen. Davon wird Gebrauch gemacht, wie man auch bei we-we-wa gelegentlich beobachten kann.

Gruß
Wolfgang

Moin,

Das ganze Dach ist so gut wie ausgefüllt.

ist die Anlage bündig auf der bestehenden Dachfläche aufgelegt, oder ist darunter ein Ständerwerk, auf das die Anlage montiert ist?

Es ist kein Steildach, sondern eher eines mit geringerer
Neigung.
Aber kein Flachdach!

Eine grobe dachneigung zu kennen wäre schon nicht schlecht.
Bei geringer Neigung werden Solaranlagen normalerweise angeschrägt montiert.

Nun interessiert uns, ob eine PV-Anlage das Dach dauerhaft
schädigt.

Bei sachgerechter Montage sollte das nicht passieren.

z.B. entsteht dadurch vermehrt Schimmelgefahr?

Schimmel eher nicht.
Ev. Mos und Flechten.
Aber da beide zum Wachsen Licht brauchen, ist eher von einer geringen Wuchsrate auszugehen.

Beeinflusst diese die Statik des Hauses (Baujahr 1990).

Auch hier sollte, bei sachgerechter Montage, vor derselben eine Prüfung statgefunden haben.
So war es zumindest bei mir und ein Dach (einer alten Scheune allerdings, dessen Dach in keiner Weiese für solche Belastung ausgelegt war) musste erneuert werden.

Gandalf

Hallo,

Beeinflusst diese die Statik des Hauses (Baujahr 1990).

Nein, da brauchst du dir keine Gedanken zu machen.
Oder gehst du gleich zum Statiker wenn es in einem Winter 10cm mehr schneit als üblich?

Grüße
Markus

Hallo Markus,

Beeinflusst diese die Statik des Hauses (Baujahr 1990).

Nein, da brauchst du dir keine Gedanken zu machen.
Oder gehst du gleich zum Statiker wenn es in einem Winter
10cm mehr schneit als üblich?

Naja, es schneit auch auf die PV-Kollektoren!

Zudem ist da vor etwa 15 Jahren in den USA ein Einkaufcenter zusammengebrochen.
Da hatten die Statiker mit der Schneelast für Chicago gerechnet, gebaut wurde aber irgendwo, wo es wesentlich mehr schneit!

MfG Peter(TOO)

Moin,

gebaut wurde aber irgendwo, wo es wesentlich mehr
schneit!

nun ja, dann würden die paar kg PV-Anlage auch nicht mehr viel ausmachen :wink:

Gandalf

Hi Peter,

Zudem ist da vor etwa 15 Jahren in den USA ein Einkaufcenter
zusammengebrochen.
Da hatten die Statiker mit der Schneelast für Chicago
gerechnet, gebaut wurde aber irgendwo, wo es wesentlich mehr
schneit!

Wie Du schon andeutest, in diesem Fall war es wohl menschliches Versagen, da die Schneelast für die betr. Region nicht berücksichtig wurde.

Auch in Deutschland sind schon Schneebelastete Dächer eingestürzt.
Ebenfalls aber durch bauliche Mängel, die nicht erkannt wurden.
Ein Einsturz durch eine Solaranlage allerdings, ist bei uns sofern es sich nicht um einen maroden Altbau handelt, nahezu unmöglich.

Grüße
Markus