ich bin noch recht unbedarft was das Thema Pflanzen und so angeht. Wir sind dieses Jahr in eine Wohnung mit goßen Süd-/ Ostbalkon gezogen.
Ich habe in 3 Rankkästen jeweils eine großblättrige Clematis: Als Bodendecker habe ich in einem Kasten Efeu, in einem anderen Stiefmütterchen und in dem letzten diese Bellis.
Jetzt sehe ich schon seit einiger Zeit immer solche Spinnweben, die ich auch in den anderen Kübeln (in denen nur Stiefmütterchen gepflanzt sind/ bzw. in denen ich Dalienzwiebeln gesetzt habe) finde. Das sind sehr feine Netze und ich sehe keine dazugehörige Spinne. Die Blätter der Pflanzen sehen zwar etwas angegriffen aus, aber das schiebe ich noch auf den sehr starken Hagel von vor 3 Wochen, es scheint mir auch nicht, dass es stärker wird.
Mache ich mir umsonst Sorgen, oder nistet sich ein Schädling bei mir ein …
Nicht das es hinterher zu spät ist und nichts mehr zu retten ist. Welcher Schädling verursacht denn solche Spinnweben? Wie kann ich ihn bekämpfen (würde mich auch interessieren, wenn meine Pflanzen jetzt nicht betroffen sind, man weiß ja schließlich nie )
Sehr feine Gespinste macht die Spinnmilbe. Die ist schwer zu bekämpfen. Sie kommt, wenn sich die Pflanzen aus irgend einem Grunde nicht wohl fühlen. Nach Kälteschock,Staunässe etc. Mehrmals Einsprühen mit einem Spritzmittel kann helfen.
Udo Becker
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habe auch seit Jahren einen Südost Balkon und jedes Jahr ab spätestens Juli Spinnmilben in Hülle und Fülle - nicht, weil die Pflanzen irgendwelche Schocks erlebt haben (das würde ja nicht jedes Jahr zur selben Zeit alle Pflanzen betreffen), sondern m. E. weil die Südost Lage extrem heiß wird. Spinnmilben lieben trockene Hitze und bei dieser Lage wehen die feuchten Westwinde an den Pflanzen vorbei.
Im Schrebergarten habe ich das Viechzeug nicht oder nur sehr unwesentlich. Auf dem Balkon sieht es im August dagegen recht trostlos aus.
Eine Möglichkeit: im Juni nochmal einige Pflanzen nachsähen - die bleiben dann oft rel. wenig befallen.
Clematis ist übrigens ziemlich empfindlich gegen Spinnmilben, vor allem an einer sonnigen Wand.
Spritzen geht theoretisch - jede Blattunterseite vollständig benetzen und das nach zehn Tagen wiederholen - kein Problem bei ein paar Tausend Blattunterseiten.
Ich habe jetzt von der Balkonbrüstung in einem hohen Bogen ein breiteres Rankgerüst gebastelt und pflanze dort Glockenrebe an. Die mögen die Milben nicht gar so gerne und sie beschattet einen Teil des Balkons, so daß das Kleinklima ein wenig günstiger für die anderen Pflanzen ist.
Ansonsten: ordentlich gießen, möglichst viel mit Wasser sprühen und auf kühles Regenwetter hoffen.
Muss man wohl mit leben.
Also nachdem ich mir das Bild von Anne angeschaut habe, glaube ich, dass im Moment nur normale Spinnen in und um meine Pflanzen hausen. Allerdings werde ich zum Sommer hin stark darauf achten, ob sich die Blätter meiner Zöglinge verfärben und sich doch Spinnenmilben eingenistet haben. Ich hoffe, dass ich verschont bleibe, sonst muss ich mir für das nächste Jahr was anderes einfallen lassen. :-/
Hallo Trine.
Noch einen kleinen Tip am Rand.
Spinnmilbe befällt fast ausschließlich die jüngsten Triebe und das Laub verfärbt sich bei stärkerem Befall oliv-rötlich.
LG Anja