Hallo Wer.Weiss.Was-Experten!
Meine Frau und ich haben uns im letzten Jahr einen eigenen Gemüsegarten angelegt. Ein wirklicher Traum von uns, doch leider müssen wir mehr und mehr feststellen, daß immer mehr Schädlinge unser Gemüse befallen. Was können wir gegen die Schädlinge unternehmen? Danke für ihre Hilfe.
Hallo,
leider sind wir nicht die Gartenexperten. Wir sind mehr der Spezialist im Haus (bei Schädlingen). Aber wenden Sie sich einmal an Herrn Stamsen der Firma Snoek GmbH, T.: 04268 400. Der berät Sie kostenlos und unverbindlich. Bitte Grüße von mir bestellen.
Alles Gute
Dieter Szczesny
hallo,
zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zur Verwirklichung Eures Traumes; ich selber träume immer noch davon.
Jetzt die viell. ungewohnte frage:
sind es tatsächlich schädlinge, die Ihr dort auffindet??
Oder sind auch nützliche, natürliche Schädlings-bekämpfer darunter?
Ich möchte euch raten, zu einem oder zwei Raiffeisen-Märkten zu gehen; am besten mit Proben der Tierchen.
Bitte nur biologische Gegenmittel, am besten Tierchen, Pflanzen, die die wirklichen Schädlinge vernichten bzw. vertreiben.
Die Raiffeisen-Leute sind meisens echt gut ausgebildet in dieser Hinsicht. Auch Kleingarten- oder Gartenbau-vereine wissen sehr gute Tipps und helfen meistens wirklich gerne aus ihrer Trickkiste langjähriger Erfahrungen!
Laßt euch immer eine Ecke, wo Brennnesseln wachsen können; die werdet Ihr sehr gut gebrauchen!
Ich hoffe Euch helfen zu können; zumindest in die richtige und gesunde Richtung mit Einklang der Natur.
Viel Spaß und viel Genuß Eurer Erzeugnisse wünscht
Monika
Hallo,
die Frage ist sehr allgemein. Deshalb gebe ich eine allgemeine Antwort. Schädlinge an Gemüsepflanzen sind erst einmal ganz normal, also keine Panik. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sie in Schach zu halten, entweder soviel anbauen, dass für beide Seiten genug übrig bleibt, oder teure Chemiekeulen aus dem Baumarkt, die ich ablehne, weil nur den Produzenten nützt. Es gibt ja auch ganz verschiedene Schädlinge, gegen Läuse können die Pflanzen mit verschiedenen Brühen gestärkt werden, z.B. Brennnessel-Brühe. Einfach viele Brennesselstrünke mit Blättern in kaltem Wasser (ein Eimer voll) ca. 3 Wochen stehen lassen. Dann die Brühe, sie stinkt bestialisch, abgießen und stark verdünnt auf die Pflanzen gießen. Es gibt aber auch andere Kaltwasser-Auszüge, die nützlich sind. Hilfe bietet auch Saatgut beizen. Einfach mal googlen. Andere Schädlinge kann man einfach absammeln.
Viel Freude beim Gärtnern, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, es gibt nichts Besseres. Bei uns hat die Spargelsaison im Garten begonnen. Grüner Spargel mit Wildkräutersalat aus dem Garten, toll.
Weitere Fragen beantwortet
Malvenblüte
Hallo,
danke für Ihre Anfrage.
Schön, daß Sie Freude in Ihrem Gemüsegarten haben; leider auch Ihre ‚Untermieter‘, die Schädlinge!
Welches Gemüse haben Sie angepflanzt bzw. welches Gemüse ist betroffen und wie sehen die Schädlinge, bzw. die Schadbilder aus? Sehen Sie die Schädlinge, gibt es Fraßspuren? Gibt es Spuren, wie z.B. Schleimspuren nach einem Schneckenbefall?
Ich benötige ein paar mehr Infos, um Ihnen mitteilen zu können, was hilft.
Viele Grüße erstmal,
Corina Schütz
Es gibt Schädlinge der verschiedensten Art und dement-sprechend auch verschiedenste Wege, sich ihrer mög- lichst zu erwehren. Wichtig wäre vom allem auch zu wissen, wer was zerstört (wichtig auch das Schadbild!)
Sind es pflanzliche oder tierische Schädlinge, viel- leicht auch sonstige negative Umwelteinflüsse?
Die Anfrage lautet recht pauschal und kann daher auch nur pauschal beantwortet werden.
Gruß
Silberhorn
Liebe Gartenfreunde, tut leid wegen der späten Antwort. zu eurer frage wegen Schädlinge im Garten, es wäre gut zu wissen um was es sich dabei handelt, sind es Läuse, raupen, auch Wühlmäuse, Maulwurfsgrillen oder Schnecken sind Schädlinge. Generell kann ich nur sagen, dass es nie schnell geht, wenn man Schädlinge loswerden will. Die chemische Keule werdet ihr wohl nicht einsetzten wollen, das würde ich nur im äussersten Notfall und das nur bei nicht essbren Pflanzen tun. wie Kakteen oder Zimmerpflanzen. Gegen Schnecken ist so gut wie kein Kraut gewachsen, alle Hausmittel wie Eierschalen rund ums Beet oder Kalk, versagen.Auch die Mondexperten geben dementsprechend vage Tipps ab. Einzig Laufenten bringen was.
Bei Raupen, meist auf Kohlgewächsen kann man händisch abnehmen, ebenso bei Läusen, Marienkäfer fressen gern die Larven, Wobei wir schon bei den Nützlingen wären.Ein Nützlingshotel probier ich erst selber aus das erste Jahr. Ohrwürmer sind auch ganz scharf auf Schädlinge. die nisten sich gern in Holzwolle ein und gehen in der Nacht auf Beutefang. Dazu einen Tonblumentopf gefüllt mit Holzwolle und mit Hasengitter drüber, damit sie nicht wieder rausfällt, umgedreht auf einen Baum hängen.
Ich geh immer ganz unaufgeregt an diese Sachen heran. Wenn mir z. B. die Rehe meine Erdbeerblätter fressen, dann sag ich mir, ich hab soviele da fällt für alle was ab. Meine Kohlsrossen haben die auch geliebt, aber wir hatten alle was davon, weil mir die Samentüte ausgekommen ist und ich derart viele hatte. Bei Schnecken muss ich ehrlich sagen, dass ich sie mit Salz vernichte, ist unschön, aber die nehmen derart überhand, dass man sich nicht anders helfen kann.wurden übrigens vom Ausland eingeführt (Spanische Wegschnecke) und so angewiesen bin ich auch nicht auf das Gartengemüse, dass ich hysterisch werde und im Kreis deswegen renne. Schaut einfach dass es mit Läusen und Raupen nicht überhand nimmt, wenn doch, dann ist es oft am besten, die ganze Pflanze zu opfern, aber dann so ,dass diese Biester sich nicht am Komposthaufen vermehren. Liebe Grüsse, hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben, Janny
Hallo,
Wenn ich Eure Anfrage richtig verstehe, ist das ein generelles Problem?
Da hilft nur fleissig sein. Dem Garten droht so einiges Ungemach von allerlei Getier und Pilz:
Der Kohlweissling mag den Blumenkohl und das Kraut, Die Schnecke, möchte man fast meinen, den Rest.
Dazu kommt noch die Rebenpockenmilbe an Weinreben und Johannisbeeren, Die (schöne) Raupe vom Schwalbenschwanz Schmetterling an Karotte und Dill,
der Kartoffelkäfer, Heere von Blattläusen, Würmer, die sich in den Rettich bohren.
Zu allem Verdruss kommt dann noch der Falsche und richtige Mehltau auf Stachelbeeren und Weinreben.
Das sind so die generellen Gefahren, die dem Garten drohen. Für jedes Tierchen und Pilzchen gibts dann auch noch allerhand Chemisches, dass schon am Namen verrät, wie giftig das Zeug ist.
Bei Früchten und Gemüse im fortgeschrittenen Wachstum Bitte nicht mehr Chemisch behandeln, da die Mittel oft auch im Boden von den Pflanzen verarbeitet werden.
Schlimmes Gesundheitsrisiko.
Für Beissende und stechende Insekten kann alternativ ein Neem (Neembaum Samen oder Öl) Präparat Abhilfe schaffen. (in Wasser aufgelöst und über einen Sprüher an die Pflanzen von oben und unten aufgebracht)
Den Kartoffelkäfern muß man schon ab Handbreiter Größe der Pflanzen die Unterseite der Blätter nach Eiern (gelb/orange gesellschaften von hunderten, zwei millimeter kleinen Eiern) absuchen, entfernen und alle Käfer entfernen. (Oranges Gesicht, Schwarzweiss/gelb gestreifter hinterleib, doppelt so groß wie ein Marienkäfer)
Bei Kraut und Blumenkohl eines der äusseren Blätter abreisen, leicht trocken werden lassen und oben auf das Kraut/den Blumenkohl legen. Das verhindert größtenteils den Befall von Kohlweisslingen.
Rebenpockenmilbe an Wein und Johannisbeeren auch mit Neembaumextrakt einsprühen. Im Knospenstadium im Frühjahr hilft auch das Einsprühen mit Kupferkalk
Mehltau/Falscher Mehltau: vor der Blüte oder nur bei noch andauernder Reifezeit: Kupferkalk Sprühung am gesamten Gehölz. (nicht bei Regen oder anstehender schlechter Witterung)
Gegen die Würmer im Rettich weiß ich auch keinen Rat.
Bei Blattlausbefall auch Neembaumsamenextrakt sprühen (nicht Bienen- und Ameisengefährlich) ooooder nach Marienkäfern suchen und die auf der befallenen Pflanze absetzen. Die Larven haben einen Großen Hunger.
Schnecken haben ausser der Laufente und dem Igel im Herbst so gut wie keinen Feind. Deshalb kommen sie bei feuchter Witterung und des Nachts auch gerne mal Gemüse essen. Hier hilft nur Schneckenkorn. Wer seinen Boden vor den giftigen Rückständen schützen will, kann das Schneckenkorn in alten Konservendosen zwischen die Pflanze legen. Öffnung Hangabwärts zeigend, damit kein Regenwasser rein läuft.
Wenn an Karotten oder Dill eine bis kleinfingerlange Raupe das Kraut abfrisst und noch dazu schwarzgrün gebändert ist, mit orangenen Flecken im schwarzen Band,
Wenn man darauf verzichten kann, bitte nicht entfernen.
Das ist die Raupe des Schwalbenschwanzes, einem selten gewordenen, wunderschönen Schmetterling, der fast 6-7cm Spannweite hat. Meist tauchen die Raupen eh erst auf, wenn die Möhren schon ihr Reifestadium erreicht haben.
Was noch so alles lauert?
Zu viel.
Vielem kann mit Absammeln abgeholfen werden.
Manchmal lohnt im nächsten Jahr ein anderer Standort im Garten.
Die Flächen jedes Jahr anders organisieren.
Nie zwei Jahre hintereinander die gleiche Frucht am gleichen Boden-Ort anbauen. Durchwechseln.
Dort wo die Radieschen waren im nächsten Jahr die Kartoffeln anbauen usw. Sonst laugt der Boden aus.
Beim Einebnen im Frühjahr (vor Bepflanzung im April/Mai) darf auch mit Blaukorn oder, wenn vorhanden, ein paar Eimer fertiger Komposterde (beim Einebnen verteilen), Hornmehl und gekörntem Mist gedüngt werden. Das hält die Bodeninsekten ein wenig in Schach. Während der Wachstumsphase sollte man nicht mehr düngen.
Tomaten sind Nachtschattengewächse und wachsen nachts. Deshalb abends gießen. Ausserdem mag sie ein trockenes Dach, aber nasse Füsse. Zu feuchte Witterung ohne Abdeckung erzeugt Krautfäule.
Ich kann nicht alles erschlagen, ohne Euren Feind zu kennen. Ich wünsche mir natürlich, dass ich Euer Problem angeschnitten hab.
Gruß und sorry fürs Warten
Andy