Schäferhund!

Also nochmal hier:

Hallo,

ich möchte einen reinrassigen Schäferhund kaufen.
Ich denke mal, ein Züchter wäre die beste Adresse.
Kann mir jemand Tipps zum Kauf geben? Worauf sollte ich unbedingt achten? Was kann man falsch machen?

Der Hund ist übrigens nicht für mich, sondern soll für einen Hundeliebhaber in Bulgarien sein, dessen Liebling vor kurzem das Weite gesegnet hat.

Danke

Typowski

Wie anfällig sind Rassehunde?
Gesunde Rassehunde gibt es nur in der Freien Natur.
Die in unseren Breitengraden angebotenen Tiere kommen aus einer Inzucht und sind in aller Regel krankheitsanfällig.

Sind Mischlinge robuster?
Ich habe mal gehört, dass Mischlinge wesentlich langlebiger
und intelligenter sind als Rassehunde.
So ist es. Eine Hündin sucht sich immer den stärksten und gesündesten Rüden für ihre Nachkommen aus. Und das kann sie nur in der freien Natur, niemals aber bei einem Züchter.

Hallo,

suche Dir einen verantwortungsvollen Züchter. Ein Zeichen ist die Mitgliedschaft im Zuchtverband. Ich will nicht sagen, dass Nichtmitglieder nicht seriös sein können, aber für Laien ist das schwer zu beurteilen.

http://www.vdh.de/welpenvermittlung/hundekauf.php

Gruß,

Myriam

Hallo,

wo bitte, findest du denn Mischlingshundrudel in der freien Natur? Das ist ja wohl, mit Verlaub gesagt Kinderk…ke.

Ich möchte nicht bestreiten, dass in gesunden, frei lebenden Wildhundpopulationen die Hündinnen sich ihre Rüden bzw. den Leitrüden (denn nach Wolfsprinzip ist es ja eher dieser der sich fortpflanzt und kein anderer) nach den von dir beschriebenen Kriterien aussucht, aber diese Populationen gibt es in Deutschland meines Wissen höchstens zu Studienzwecken in großen Gehegen und sie haben aber auch rein gar nix mit der Fortpflanzung von Mischlingshunden im menschlichen Umfeld zu tun.

Also wird aller Wahrscheinlichkeit nach die durchschnittliche Hündin in DE sich ihren Rüden nach dem Zufallsprinzip aussuchen, nämlich auf dem Spaziergang, während sie ausgebüchst ist, in ihrem Garten wo ein Rüde sich „Zutritt“ verschafft, oder sonstwo im Wald und auf dem Felde. Und da kommt dann wahrscheinlich der zum Zuge der gerade vorbeikommt und nicht als Ausschuss ausgesondert wird.

Außerdem: Es gibt unter den Züchtern von Rassehunden sonne und sonne. Die verantwortungsvollen Hobbyzüchter verwenden viel Zeit und Geld darauf möglichst gesunde Hunde zu züchten, die ohne Prädispositionen auskommen. Gelingt vielleicht nie zu 100%, aber es wird weiter versucht.

Ein Mischlingshund kann natürlich solche stereotypen Aussagen wie: der hat immer HD o.ä. nicht auf sich ziehen, da die Vergleichsmasse und vor allen Dingen die Statistik fehlt. Die Rassehundverbände sammeln nämlich solche Daten bzw. müssen diese sammeln. Wer stellt schon Statistiken darüber auf, ob bei Mischlingshunden HD oft vorkommt? Wie auch, da immer neue Mischungen zustande kommen und so ein Mischling nicht mit dem anderen verglichen werden kann.

Das sie insgesamt gesünder, klüger oder so sind kann daher m.E. genauso wenig bewiesen werden, wie es vom Tisch gewischt werden kann. Wer will das nachhalten und auf welcher Basis soll die Aussage fußen?

Das ist eine Legende die sich immer weiter aus sich selbst nährt. Nix gegen Mischlingshunde - wir hatten selbst einen - aber das stereotype Verdammen von Rassehunden zugunsten der Mischlingshunde aus den von dir genannten Gründen ist m.E. komplett falsch.

Gruß
Nita

3 Like

Hallo typowski,

Dein Ansinnen in allen Ehren, einem Freund über den Verlust seines Vierbeiners hinwegzuhelfen - er sollte sich dennoch seinen zukünftigen Hund selbst aussuchen. Jeder Hund (natürlich auch jeder Welpe) hat seine ganz eigene Persönlichkeit, die im besten Fall mit der seines Besitzers harmoniert, das ist aber in meinen Augen nur live herauszufinden und zu erspüren, ob genau dieses Paar Mensch-Hund „passt“.

was für mich einen guten Züchter ausmacht (in wirrer Reihenfolge):

  • um diesen Punkt vorwegzunehmen: ein meiner Ansicht nach guter Züchter gibt niemals einen Welpen ab, der einem dritten, dem Züchter unbekannten Menschen, weitergegeben werden soll. Auch ein seriöser Kaufvertrag schließt dies aus.
  • Zuchtziele sind Gesundheit, Charakterfestigkeit, je nach Rasse Arbeitsveranlagung
  • keine Inzucht
  • seltene Würfe
  • artgerechte Ernährung der Welpen und der Mutter
  • Haltung mit engem Familienanschluss
  • keine Qualzucht, dazu gehört für mich auch die oft anzutreffende extrem abfallende Kruppe bei Schäferhunden
  • im besten Fall wird die Hündin nur belegt, wenn genügend Vorbestellungen vorhanden sind
  • Sauberkeit (z.B. keine in Massen herumliegenden Kothaufen, alles schon erlebt)
  • welchen Eindruck machen die Elterntiere (Gesundheit, Charakter)
  • ist mit den Eltern gearbeitet worden, wenn ja, wie
  • wie haben sich die Welpen früherer Würfe entwickelt
  • Welpen werden nur an gewissenhaft ausgesuchte Plätze abgegeben, die den Bedürfnissen der Hunde gerecht werden können
  • Nachkontrollen halte ich für sehr wünschenswert, soweit möglich

Bestimmt gibt es noch einige zusätzliche Punkte, dies erstmal auf die Schnelle. A propos auf die Schnelle: bei einem guten Züchter ist bisweilen mit einer langen Wartezeit zu rechnen.

Dazu kommt für mich noch, dass die Wahl eines neuen vierbeinigen Partners, ob jung oder älter, für mich so urpersönlich ist, dass ich es mir absolut verbitten würde, diese Wahl nicht selbst treffen zu dürfen.

Gruß,
Anna

Hallo,

hallo

ich möchte einen reinrassigen Schäferhund kaufen.

muß das sein? es gibt dort soooooooo viele hunde ohne herrchen.

Der Hund ist übrigens nicht für mich, sondern soll für einen
Hundeliebhaber in Bulgarien sein, dessen Liebling vor kurzem
das Weite gesegnet hat.

und jetzt muß ein ersatz her? fahr zu deinem freund und such mit ihm zusammen einen netten kerl im tierheim aus.
der hundegott wirds euch danken
ich auch

Danke

bitte
seute

Hallo,

besonders bei Schäferhunden ist auf den Körperbau zu achten. Die Züchter haben viele Jahre lang einen Schäferhund gezüchtet, dessen Rücken von vorne nach hinten abfallend verläuft, dadurch stehen die Hinterläufe nicht mehr senkrecht sondern verlaufen eher schräg nach hinten. Das ist eines der Merkmale für Hunde, die später an Hüftdysplasie leiden, weil der Rücken für das Hüftgelenk eine anormale Stellung vorgibt.

Der normale Stand eines Hundes ist grob gesagt rechteckig, die Beine stehen senkrecht! Der Rücken fällt nach hinten nicht ab.

http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?j…
Hier hat jemand ein Bild eingestellt, der Hund beim Photographen, diesseits des Zaunes, zeigt deutlich, was ich meine. Das ist ein gesunder Hund.

Du solltest dir also den Vater und die Mutter beim Züchter zeigen lassen, nur dann kannst du beurteilen, wie der Welpe später als ausgewachsener Hund stehen wird…

Noch ein Tipp: der einzige mir bekannte Hund, der nicht auf Schönheit sondern ausschl. nach gesundheitlichen, charakterlichen Maßstäben, mit Familienanschluß, gezüchtet wird, ist der Eurasier. Du kannst deinem Bekannten ja mal ein Bild von einem Eurasier schicken… Er müßte sich den aber selbst besorgen, da diese Hunde nur gegen Vorbestellung gezüchtet werden und nur an den künftigen Besitzer selbst abgegeben werden.

Gruß,
Cantate

von hier nach Bulgarien einen Hund, egal welche Rasse oder Nichtrasse, zu exportieren?
Hi, aus Ost- u. Südeuropäischen Ländern werden nahezu massenhaft aufgelesene u. total verwahrloste Hunde in deutsche Tierheime gebracht u. von da an deutsche Halter vermittelt.
Wäre es nicht bedeutend sinnvoller im Land/Bulgarien selbst nach einem Ersatzhund für Deinen Bekannten zu suchen? Und dem dann von hier so richtig gutes Hundefutter mit zu nehmen?
MfG ramses90

Hallo,

Auch hallo,

Der Hund ist übrigens nicht für mich, sondern soll für einen
Hundeliebhaber in Bulgarien sein, dessen Liebling vor kurzem
das Weite gesegnet hat.

Nur mal so: Weiß der Glückliche was du vor hast? Ich hab die Erfahrung mit Hundehalter gemacht, dass sie nach dem Tod von Wuffi erstmal ohne sein möchten und eine Zeit warten bis sie sich einen Neuen zulegen.
Ich würde nicht einfach so einen neuen Hund mitbringen…taste doch lieber mal vor und streck deine Fühler aus…

Danke

Gruß

Typowski

Das ist eine Legende die sich immer weiter aus sich selbst
nährt. Nix gegen Mischlingshunde - wir hatten selbst einen -
aber das stereotype Verdammen von Rassehunden zugunsten der
Mischlingshunde aus den von dir genannten Gründen ist m.E.
komplett falsch.

Hallo Nita,

das Verdammen von Rassehunden sicher nicht, aber das unverantwortlicher Züchter. Dass ein Schäferhund schräg nach hinten abfallen MUSS wie eine Hyäne (sonst darf er nicht weitergezüchtet werden) und daher nicht mehr vernünftig laufen kann, haben sich ja gewissenlose und geldgierige Züchter ausgedacht und nicht die Hunde.

Bei Mischlingshunden gibt es halt keine tierquälerischen Vorgaben fehlgeleiteteter Zuchtverbände, einfach weil es garkeine Vorschriften gibt. Allein dadurch sind sie „vernünftiger“.

Natürlich gibt es auch eine Menge Rassehunde, die nicht ungesund gezüchtet werden, aber vielleicht kann man damit nicht so viel Geld machen, weil die halt relativ normal aussehen.

Gruss Reinhard

1 Like

Hallo,

ich würde dem bulgarischen Freund keinen Rassehund kaufen. Ich bewege mich viel in südeuropäischen Ländern, auch dem Balkan und kenne die Motivation, sich einen Rassehund zuzulegen. Das Prädikat des „Rassehundes“ dient dort lediglich dazu, den eigenen Status aufzuwerten. Das trifft ganaz besonders auf den deutschen Schäferhund zu. Es gibt dort zuviele herrenlose und/oder ausgesetzte Tiere, dass man dort nicht noch weitere Hunde hinbringen sollte, lediglich um das Selbstbewusstesein und das Ansehen des Herrchens zu stärken. Ein dortiger herrenloser Mischling würde sicher sehr glücklich sein, wenn er ein gutes Zuhause fände. Ich selbst habe schon mehrfach ausgesetzte Hunde nach Deutschland mitgebracht, sie haben sich zu prachtvollen Tieren entwickelt und die jetztigen Halter (in D) wollen sie nicht wieder missen.

Gruss

Iru

abfallender Rücken ot

Die Züchter haben viele Jahre lang einen Schäferhund
gezüchtet, dessen Rücken von vorne nach hinten abfallend
verläuft, dadurch stehen die Hinterläufe nicht mehr senkrecht
sondern verlaufen eher schräg nach hinten. Das ist eines der
Merkmale für Hunde, die später an Hüftdysplasie leiden, weil
der Rücken für das Hüftgelenk eine anormale Stellung vorgibt.

Hallo!
Habe letztens eine Sendung über Schlittenhunde gesehen und da wird seit neustem auch auf abfallenden Rücken gezüchtet, weil das mehr „Antrieb“ gibt/geben soll.
Gruß,
Eva

Hallo cantate,

Die Züchter haben viele Jahre lang einen Schäferhund
gezüchtet, dessen Rücken von vorne nach hinten abfallend
verläuft, dadurch stehen die Hinterläufe nicht mehr senkrecht
sondern verlaufen eher schräg nach hinten. Das ist eines der
Merkmale für Hunde, die später an Hüftdysplasie leiden, weil
der Rücken für das Hüftgelenk eine anormale Stellung vorgibt.

man kann zur abfallenden Linie des DSH stehen wie man will, darin aber einen Zusammenhang mit HD zu konstruieren und sogar noch zu glauben, man könnte daran sehen, ob der Hund an HD erkranken könnte, halte ich für haltlos.
Wie sollten dann auch die Tiere, die dem Schönheitsideal entsprechen die Zuchtreife und -zulassung erlangen?

Mag sein, dass beim Schäferhund die HD bekannter ist, als bei anderen großen Hunderassen. Der Grund mag u. a. darin liegen, dass sie beim DSH schon länger ein Thema für die Zuchtzulassung ist - häufiger als bei anderen großen Hunden (ob Rasse- oder Mischlingshund) tritt die HD deshalb aber nicht auf.

http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?j…
Hier hat jemand ein Bild eingestellt, der Hund beim
Photographen, diesseits des Zaunes, zeigt deutlich, was ich
meine. Das ist ein gesunder Hund.

Wenn ich aj recht verstehe handelt es sich bei dem Hund auf dem Bild in diesem Posting um einen Dingo mit schwerer HD. Dingos mit abfallender Rückenlinie dürften allerdings sehr selten sein, die meisten sind eher quadratisch rechteckig gebaut.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/33/5987833/1…

Das ist das Bild das mit dem vermeintlich HD-freien „Spanier“ - nur „Hellseher“ können so etwas auf einem Foto erkennen - „normal Sterbliche“ brauchen dazu ein klinisches Bild und eine Röntgenaufnahme mit exakter Lagerung.

Noch ein Tipp: der einzige mir bekannte Hund, der nicht auf
Schönheit sondern ausschl. nach gesundheitlichen,
charakterlichen Maßstäben, mit Familienanschluß, gezüchtet
wird, ist der Eurasier.

Hier eine kleine Auswahl der verhältnismäßig häufig auftretenden und vermutlich erblich bedingtenden Krankheiten der Eurasier:

Hüftgelenksdysplasie, Patellaluxation, Distichiasis, Entropium, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Bauchspeicheldrüsenunterfunktion, Knickrute, Zahnfehler, …

Gruß

Johnny

2 Like

wenn es denn unbedingt ein Schäferhund sein muß, ein kleiner Tipp:

Während in Westdeutschland Schäferhunde mit abfallender Kruppe über Jahrzehnte wie verrückt gezüchtet wurden, wurde das in der damaligen DDR nicht praktiziert. Vielleicht kannst Du Dich ja eher in den neuen Bundesländern nach Schäferhunden umschauen, vielleicht sogar nach Schäferhunden im Tierheim. Man sollte es nicht für möglich halten was da alles abgegeben wird (reinrassig, lieb, artig, Welpen - alles schon dagewesen). Auch ich bin der Meinung, dass es ohne das zukünftige Herrchen nicht geht. Zur Vorauswahl kann man ja auch im Internet Recherchieren.

Gruß Inge2

Hallo Johnny,

Die Züchter haben viele Jahre lang einen Schäferhund
gezüchtet, dessen Rücken von vorne nach hinten abfallend
verläuft, dadurch stehen die Hinterläufe nicht mehr senkrecht
sondern verlaufen eher schräg nach hinten. Das ist eines der
Merkmale für Hunde, die später an Hüftdysplasie leiden, weil
der Rücken für das Hüftgelenk eine anormale Stellung vorgibt.

man kann zur abfallenden Linie des DSH stehen wie man will,
darin aber einen Zusammenhang mit HD zu konstruieren und sogar
noch zu glauben, man könnte daran sehen, ob der Hund an HD
erkranken könnte, halte ich für haltlos.

Die angezüchtete Beinstellung ist „anormal“, das erkennt man schon bei einem Vergleich der Statur des Wolfes und eines Hundes.

Wie sollten dann auch die Tiere, die dem Schönheitsideal
entsprechen die Zuchtreife und -zulassung erlangen?

Zunächst war ja nicht bekannt, daß HD bei Schäferhunden auftreten würde. Das stellte sich erst später heraus. Hinzu kommen höchstwahrscheinlich auch noch die Fertigfutterernährung, die für Hunde so gar nicht geeignet ist und deren Bedürfnisse nicht deckt.
Inzwischen gibt es ja kaum noch normal gebaute Schäferhunde, also werden sie zugelassen. So mancher Zuchtverein hat sich diesbezüglich schuldig gemacht, auch für Boxer gibt es vorprogrammierte Krankheiten, weil die Nase keine artgerechte und normale Atmung zulässt, ebenso beim Pekinesen usw.

Mag sein, dass beim Schäferhund die HD bekannter ist, als bei
anderen großen Hunderassen. Der Grund mag u. a. darin liegen,
dass sie beim DSH schon länger ein Thema für die
Zuchtzulassung ist - häufiger als bei anderen großen Hunden
(ob Rasse- oder Mischlingshund) tritt die HD deshalb aber
nicht auf.

Ja, inzwischen weiß man es besser, doch mit einer Rückzüchtung wurde meines Wissens nicht begonnen.

http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?j…
Hier hat jemand ein Bild eingestellt, der Hund beim
Photographen, diesseits des Zaunes, zeigt deutlich, was ich
meine. Das ist ein gesunder Hund.

Wenn ich aj recht verstehe handelt es sich bei dem Hund auf
dem Bild in diesem Posting um einen Dingo mit schwerer HD.

Nein, der Hund vor dem Zaun ist ein „Spanier“, die Dingos sind hinter dem Zaun. Und der Spanier hat den gesunden Körperbau.

Dingos mit abfallender Rückenlinie dürften allerdings sehr
selten sein, die meisten sind eher quadratisch rechteckig
gebaut.

Inzwischen habe ich erfahren, daß die dort abgebildeten Dingos einer Zucht entstammen - alle vier haben starkes HD. Da wollte wohl auch ein Züchter die Natur verbessern, was dann gründlich in die Hose gegangen ist.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/33/5987833/1…

Das ist das Bild das mit dem vermeintlich HD-freien „Spanier“

  • nur „Hellseher“ können so etwas auf einem Foto erkennen -
    „normal Sterbliche“ brauchen dazu ein klinisches Bild und eine
    Röntgenaufnahme mit exakter Lagerung.

Ob ein Hund richtig steht - dazu braucht man weder Hellseher sein noch Röntgenaufnahmen, ein Vergleich mit der gesunden Gattung Wolf - ohne HD - reicht dazu aus! Röntgenaufnahmen braucht man, um die tatsächliche krankhafte Entstehung von HD - also die Veranlagung vorauszusagen und um schon beim jungen Hund (noch gesund) die Weiterzüchtung zu verhindern.

Noch ein Tipp: der einzige mir bekannte Hund, der nicht auf
Schönheit sondern ausschl. nach gesundheitlichen,
charakterlichen Maßstäben, mit Familienanschluß, gezüchtet
wird, ist der Eurasier.

Hier eine kleine Auswahl der verhältnismäßig häufig
auftretenden und vermutlich erblich bedingtenden Krankheiten
der Eurasier:
Hüftgelenksdysplasie, Patellaluxation, Distichiasis,
Entropium, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes,
Bauchspeicheldrüsenunterfunktion, Knickrute, Zahnfehler, …

Danke für diese Information - vermutlich kommt es durch die relativ wenigen Familien, die mit ihren Hunden züchten, inzwischen auch beim Eurasier zu Inzuchtmerkmalen - also Weitervererbung und Verstärkung der krankhaften Anlagen. Ich spiele mit dem Gedanken an einen Eurasier - ich werd’ mir also doch lieber einen kunterbunten Mischling zulegen, bei denen der Mensch nicht so viel herumgepfuscht bzw. der Hund selbst entschieden hat, mit wem er sich paart.

Gruß,
Cantate

Hallo,

Habe letztens eine Sendung über Schlittenhunde gesehen und da
wird seit neustem auch auf abfallenden Rücken gezüchtet, weil
das mehr „Antrieb“ gibt/geben soll.

Da haben wohl Hochbau-Statiker Berechnungen angestellt und vergessen dabei tunlichst, daß die Hüftgelenke der Hunde von der Evolution nicht für einen abfallenden Rücken gebaut wurden, sondern für einen waagerecht verlaufenden! Die armen Hunde dürfen dann HD bekommen und unsägliche Schmerzen ertragen, weil da ein paar Deppen es besser wissen wollen als der liebe Gott.

Die Schlittenhunde haben bisher extrem hohen Belastungen stand gehalten und sind dabei gesund geblieben, haben sogar Spaß am Schlitten ziehen - mit krankem Hüftgelenk geht die Leistung zurück, aber sie werden dann von ebendiesen Züchtern trotzdem angetrieben. Da sollte der Tierschutz einschreiten. Was ich glaube, was man mit diesen Typen von Züchtern machen sollte, darf ich mir nur denken…

Gruß,
Cantate

Hallo Cantate,

ich werde dir jetzt nicht nochmal ausführlich antworten. Nicht weil ich zu faul bin, sondern weil ich an deinen Antworten sehe, dass du eine vorgefasste Meinung von der Entstehung und den Ursachen der HD hast, gleichzeitig aber keine Ahnung von Genetik und der Erkrankung selbst.

Es ging nirgends in meinem Posting darum, die abfallende Rückenlinie des DSH zu verteidigen, nur mit HD und deren Entstehung hat das nichts zu tun.
Die HD ist bei anderen Rassen und Mischlingen genauso häufig, unabhängig davon, welche Rückenlinie sie haben und ob in Ihrem Verbreitungsgebiet „Schäferhundblut“ eingekreuzt wurde.

Um deine hellseherischen Fähigkeiten, auf einem Foto, an der Körperhaltung zu erkennen, dass ein Hund keine HD hat, noch dazu wo das nur eine von vielen orthopädischen Erkrankungen ist, kann ich dich nur beneiden.

Einen schönen Sonntag

Johnny

1 Like

Die armen
Hunde dürfen dann HD bekommen und unsägliche Schmerzen
ertragen, weil da ein paar Deppen es besser wissen wollen als
der liebe Gott.

Hallo, Cantate!
Weil ich dachte, inzwischen hätten die Leut’ kapiert, dass das nicht hinhaut mit dem abfallenden Rücken, konnte ich schier nicht glauben, was die Schlittenhunde-Typen da verzapften. Außerdem, was soll das mit dem schneller, höher, weiter. Bei Menschen (Sportlern) überlegt man inzwischen, ob das eine brauchbare Maxime ist und Hunde sind doch Lebewesen und keine Rennwagen, die man tunen kann (auch denen bekommt’s oft nicht, aber die leiden nicht, wenn sie’s zerreißt). Ich muss an meine Reitstunden früher denken, wo ich ein paar Teenies beim Satteln zuhörte und es ging nur darum, das schnellste Pferd im Stall zugewiesen zu kriegen, nicht die „lahmen Krücken“, ohne sich mal anzuschauen, ob die weniger spritzigen Pferde nicht andere, liebenswerte Charaktereigenschaften hatten.
Was die Schlittenhunde angeht: Genügt das nicht, mit den willigen, leistungsbereiten Tieren durch den glitzernden Schnee zu stieben, gemeinsam Freude zu haben und zu wissen, das sind Tiere, wie sie sein sollen und nicht, wie ich mir vorstelle, dass sie sein sollten und wenn’s nicht klappt, dann ab in die Tonne?

Sorry, ist halt Weihnachten, da krieg’ ich öfter mal meine Zustände …

Grüße,
Eva

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Hallo Eva,

Dank für deinen Beitrag…
Es wird allerhöchste Zeit, daß Tiere im Gesetz nicht mehr als Gegenstände bewertet werden, sondern als Lebewesen, die leidensfähig sind.

Ohne eine derartige Gesetzesänderungen, sind die Tierschutzvereine oft nicht fähig einzugreifen, denn Sachbeschädigung ist etwas anderes als ein Tier zu foltern. Viele Formen der Züchtung sind schlicht und einfach Tierquälerei und traurigerweise verteidigen viele Zuchtverbände diese Tierquälerei auch noch als nützlich, oder als Verbesserung, oder als für den guten „Look“ erforderlich. Ketzerisch gesagt: vielleicht sollte man die Züchter selbst mal solchen Prozeduren unterziehen: wie etwa Schwanz und Ohren kupieren… :wink: Das ist zwar in einigen Ländern schon verboten, aber die Mehrheit erlaubt es immer noch. Wenn die Züchter dann die gleichen Schmerzen erleiden, werden sie vielleicht auch endlich die Tierquälerei unterlassen.

Ein schönes Weihnachtsfest und herzliche Grüße,
Cantate