Hallo, Deutschexperten!
Wenn ich zu einer Frau „Mein Schatz!“ sagen will,
muss man das korrekterweise in der männlichen Form
machen, oder gibt es ein Femininum zu Schatz?
Gruss, Marco
Hallo, Deutschexperten!
Wenn ich zu einer Frau „Mein Schatz!“ sagen will,
muss man das korrekterweise in der männlichen Form
machen, oder gibt es ein Femininum zu Schatz?
Gruss, Marco
Es heißt selbstverständlich stets „der Schatz“.
Es heißt auch immer „der Gast“, selbst wenn es Lokale gibt, deren Inhaber sich nicht schämen, das Nicht-Wort „Gästin“ zu gebrauchen.
Übrigens heißt es auch „die Person“, ganz gleich, ob dieselbe ein Mann oder eine Frau ist.
Levay
Hallo, Marco!
Wenn ich zu einer Frau „Mein Schatz!“ sagen will, muss man das korrekterweise in der männlichen Form machen, oder gibt es ein Femininum zu Schatz?
Der Schwabe greift da zum Neutrum: Schätzle!
Da „Schatz“ ursprünglich keine Bezeichnung für eine menschliche Person ist, besteht dafür keine Notwendigkeit, es geschlechtsspezifisch zu differenzeren.
Eine nachträgliche Feminisierung ist schon möglich, aber wie bei „Gästin“ doch eher komisch, wenn nicht gar albern, aber auf jeden Fall unnötig. Klingt nicht auch „Kätzin“ albern? Nicht aber Hündin! Auch Grass’ - Glückwunsch! - „Rättin“ war ja gewöhnungsbedürftig.
Das ist anders bei Berufsbezeichnungen wie Kaufmann; da ist die Kauffrau ebenso sinnvoll wie bei Friseur bzw. Frisör und Friseuse oder Frisörin, Masseur und Masseuse oder Massörin.
Bei „Frau Bundeskanzlerin“ findet auch schon eine Überdetermination statt wie bei „Frau Ministerin, Frau Pfarrerin“ u. ä.
Doch daran hat man sich schon gewöhnt.
Bei Hölderlin findet sich die „Fremdlingin“; daran könnte man auch Anstoß nehmen, aber als Bezeichnung für die als Frau personifizierte Nacht ist es sehr wohl sinnvoll.
Gruß Fritz
Hallo Marco,
reich mir mal die Salzstreuerin rüber 
Gandalf
Kätzin, Hündin, Rättin
Moin Fritz,
Klingt nicht auch „Kätzin“ albern?
Nicht aber Hündin! Auch Grass’ - Glückwunsch! - „Rättin“ war
ja gewöhnungsbedürftig.
Vielleicht liegt das darin begründet, dß „die Katze“ und „die Ratte“ ohnehin schon Feminina sind, so daß die „Erfindung“ einer speziellen weiblichen Form leicht verquer wirkt.
„Der Hund“ hingegen ist erstmal ein maskulines Wort, so daß „Die Hündin“ natürlich klingt.
Oder sollte man auch von „der Hunder“ sprechen, wenn man ein männliches Exemplar meint?
Gruß
Kubi
Alle Jahre wieder: Genus und Sexus
Guten Tag, Marco
Die Genera werden mit den ‚biologischen‘ Termini
‚Maskulinum‘, ‚Femininum‘ und ‚Neutrum‘ bezeichnet.
Dies legt einen Zusammenhang des Genus mit dem
biologischen Geschlecht (Sexus) nahe. Ein solcher
Zusammenhang besteht jedoch nicht.
‚der Schatz‘ ist SPRACHLICH ein Maskulinum, auch wenn
sich dahinter BIOLOGISCH ein Femininum verbirgt.
Deine Frage wurde in ‚Deutsche Sprache‘ bereits
beantwortet. Schau bitte im Archiv nach:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/
searcharchive.fpl?
op=search&x=0&type=beginnings&bool=or&theme=0&startdate
=0&enddate=0&database=Archiv&forum_sub=&archive_sub=&se
archtext=sexus
Freundlich grüsst
Rolfus
Diese Art, einen Link anzugeben,
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/
searcharchive.fpl?
op=search&x=0&type=beginnings&bool=or&theme=0&startdate
=0&enddate=0&database=Archiv&forum_sub=&archive_sub=&se
archtext=sexus
führt nicht zum Ziel!
Außerdem geht es schneller mit [FAQ:188]
Gruß Fritz
Hallo Rolfus,
Ich weiß nicht, ob da unter den vielen Links (habe sie nicht alle durchgeklickt) auch ein Hinweis auf die „Päpstin“ der feministischen Linguistik im Deutschen Luise Pusch enthalten ist. Deshalb bin ich so frei und poste hier mal einen Quer-Querverweis über einen meiner früheren Beiträge im Forum SELFHTML:
http://forum.de.selfhtml.org/archiv/2006/11/t140352/…
Gruß Gernot