Schätzung: Was ist machbar (ComputerDistributor)

Hallo,

mich würde mal interessieren welche Nachlässe bei einem Computer Distributor wie z.B. TechData.de möglich sind.

Ich habe bereits einige Daten von Einkaufskooperationen zum Vergleich zu Techdata (also Preis gegenüber anderen Händler Techdatas zum verhältnis der Kooperierten Händler Techdatas) und den anderen Distris gesetzt, konnte also hier schon Abschläge erkennen.

Ich möchte in absehbarer Zeit mit einem vergleichbaren Distri einen Vertrag abschließen welcher zu Beginn ein Volumen von ca. 1Mio/anno hat.

Würde mich mal eure schätzungen interessieren!

DENN :
Angenommen ein Distributor von Epson, verkauft seine Epson Produkte an einen weiteren Grosshändler, dieser Grosshändler muss ja auch eine Humane spanne fahren damit er Profit erwirtschaftet…

Ich will diese Ware ausschließlich an einen vielleicht zwei Kunden liefern und nicht in den Markt blaßen!

danke für Eure Tipps, Infos können mir auch zugemailt werden!
Gruss

Hallo,

wenn du sehr gute Beziehungen zu zwei Kunden hast, denen du für ca. 1 Mio EDV-Technik verkaufen kannst, dann schließe doch eine Provisionsvereinbarung mit einem Lieferanten. Vermittle das Geschäft und kassiere. Das erscheint mir realistischer, als wenn du selber Händler wirst (denke an Gewährleistung/ Garantie/ Service/ Inkasso/ Rechnungserstellung (denn Rechnungen sollten deutsch geschrieben werden, und daran scheiterst du ja schon SCNR) etcpp).

Gruß

Der Häuserprofi

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Hallo Daniel!

Ich möchte in absehbarer Zeit :mit einem vergleichbaren :smiley:istri einen Vertrag :abschließen welcher zu Beginn :ein Volumen von ca. 1Mio/anno :hat.

Ich will diese Ware :ausschließlich an einen :vielleicht zwei Kunden :liefern und nicht in den :Markt blaßen!

Du willst einen Vertrag über 1 Mio € p. a. für gewöhnliche Großhändlerware eingehen, bist also beliebig austauschbar, hast offenkundig nur Branchenkenntnisse auf Endverbraucherniveau (von kaufmännischen Kenntnissen reden wir lieber nicht) und willst nur einen oder zwei Kunden beliefern? Du mußt des Wahnsinns fette Beute sein. Das ist kein Geschäft, das ist Harakiri! Dagegen ist russisches Roulette ein harmloses Freizeitvergnügen.

Gruß
Wolfgang

des Wahnsinns fette Beute => GENAUER mit Text!!
Hallo Wolfgang,

Deine Worte sind wie immer der Hammer!
Aber du siehst die Sache schon irgendwie richtig! :smile:

Nur, ganz so einfach ist es am Ende dann doch nicht!

Im Moment sieht es so aus das ich weiss was ich will und weiss wie ich den VK Auftrag bekomme (durch Beziehungen). Das wiederrum ist aber in der normalen Freien Marktwirtschaft eines der größten Probleme überhaupt : Wo kriege ich meine Kunden her -ohne Millionen in die Werbung zu stecken und ohne mit minus Spanne zu verkaufen :smile: - .

Also, ich habe einen Kunden der mir für ca. 1Mio € Ware plus eine dazu gehörende Dienstleitung abkauft. Der Preis der Dienstleistung wird in den Warenpreis einkalkuliert!

Mein VK Preis darf i.d.R. ca. 10% höher sein als der übliche Distributions EK.
Wenn ich den Einkauf über eine Einkaufskooperation wie Akcent oder Mirotrend laufen lasse habe ich eine Ersparnis von 10-15% (speziell und NUR in dieser Artikelgruppe) gegenüber dem normalen Distributions VK.

Meine aktuelle Spanne für den Aufschlag liegt somit bei 10% + 10 bis 15 % istgleich 20-25%

Mein Problem ist jedoch das ich nicht 100%ig Sicher bin ob dieser Preis über die Kooperation der tatsächlich beste ist, OHNE das Risiko einzugehen Grau Ware zu kaufen. Somit will ich ausschließlich bei einem offiziellen Distributor kaufen.
Immer wieder wird gesagt : Naja bei größeren Mengen können wir noch was machen! Somit will ich einen Vertrag und brauche eine VHB welche ich mir nicht aus den Fingern saugen will!!

Übrigends in welcher Branche bist Du denn Tätig, würde mich mal interessieren!
schaue mir auch gleich mal Dein Profil an …

bis denne

Schribfehler
wie so oft bei nem schreibfaulen wie mir einige Fehler …

der Distributions EK ist der normale Distrutions VK (Also VK statt EK)

Hallo,

naja der Absatz ist an eine Dienstleistunge gebunden welche ich mit erbringen muss! Deshalb will ich das Geschäft nicht vermitteln!

Hallo Daniel!

Meine aktuelle Spanne für den Aufschlag liegt somit bei 10% +
10 bis 15 % istgleich 20-25%

Ob das einschl. Dienstleistung und Sachmängelhaftung reicht, kann ich nicht beurteilen. Ich hab mich an gewöhnliche Handelsware und Sachen mit so niedriger Marge noch nie herangetraut. Vor vielen Jahren setzte ich einen Teilhaber vor die Tür, weil der unentwegt viel zu dicke Rosinen im Kopf hatte, zu deren Abwicklung das Eigenkapital fehlte. Für solche Drahtseilakte muß man eine Spielernatur sein und das bin ich nicht.

Neben dem Einkaufspreis der Ware sind die Zahlungsbedingungen mit Skonti, Zahlungsziel und Versandkosten entscheidend. Insbesondere das Zahlungsziel muß zu der Vereinbarung passen, die Du mit Deinem Kunden machst. Wenn der nämlich zu spät zahlt und Du verfügst nicht über ausreichend Kapital, machst Du finanziell die Grätsche.

Wenn Du einen Vertrag unterschreibst, für 1 Mio Ware innerhalb bestimmter Zeit abzunehmen, muß der Vertrag mit Deinem Kunden zu dieser Verpflichtung passen. Weil ich annehme, daß Du über keine Mio verfügst, aber über diesen Betrag eine Verpflichtung eingehst, muß Dein Kunde das Zeug ohne Wenn und Aber abnehmen und bezahlen. Wenn Du nicht mit Deiner Existenz spielen willst, müssen alle Vereinbarungen wasserdicht sein, muß der Lieferant sicher liefern und der Kunde sicher zahlen. Wasserdichte Vereinbarungen sind im Falle einer Pleite nur bedrucktes Papier. Deshalb muß die Bonität des Kunden über jeden Zweifel erhaben sein. Am besten bringt er eine Bankbürgschaft bei. Hört sich unfreundlich an, geht aber nicht anders, wenn Du nicht Gefahr laufen willst, das Genick zu brechen. Paßt der Umfang des Deals überhaupt zum Geschäftsumfang Deines Kunden oder träumt der bloß von Erwartungen und Du trittst wer weiß was los?

Ich will gar nicht wissen, um welches Produkt es genau geht, Aber fiel da nicht der Name Epson? Offenkundig Drucker, PC-Zubehör, Netzwerk o. ä. . Bei einer Mio € kommen ein paar tausend Geräte/Teile zusammen. Kannst Du solche Mengen überhaupt handhaben, wenn Du daran noch irgendeine Dienstleistung erbringen mußt?

Übrigends in welcher Branche :bist Du denn Tätig, würde :mich mal interessieren!

Eine Nische in der Hochspannungsmeßtechnik und Faseroptik.

Gruß
Wolfgang

wieder richtig
Hallo Wolfgang,

na das hört sich für viele ja traumhaft an die Margen in Deinem Bereich! hät ich auch gerne!

Das mit den Artikeln und dem Umsatz sind natürlich alles nur zirka Zahlen die ich einfach mal genommen habe, in wirklichkeit sind es ein paar Tausender weniger, aber genaue Zahlen bringen bloss Verwirrung.

Jow, ich habe grade mal ausgerechnet wieviele Artikel das so in etwa sind, in einem Jahr sind das um die 29000 Artikel, pro Lieferung snd das etwa 40, und die Firma will mind. 60mal im Monat beliefert werden.

Also die Firma die das vorher machte ging Pleite (ohje dein Gesicht kann ich mir fast vorstellen), ne also die gingen tatsächlich Pleite, aber angeblich weil eine Tochter Firma sie in die sch… geritten hat.
Was mich wunderte war das die kein Managment buy out machten… schließlich stand ja die komplette Infrastruktur.

Ich will im Grunde versuchen das enorme Zahlungsziel von fast 2 Monaten auf den Lieferanten abzuwälzen, denn dieser würde dieses Zahlungsziel auch „meinem“ Kunden geben. Eine Abtretungserklärung der Vorderungen gegenüber meinem Kunden würde ich meinem Lieferanten auch geben. Die Bonität „meines“ Kunden ist sehr sehr gut, ähnlich Mercedes…

Ich will versuchen den Lieferanten so zu integrieren das er der Kapitalgeber ist, Kreditausfallversicherung und Vorderungsübertretungen werden durch Delkredere finanziert.
Soweit ich weiss (und das sicher) hat „mein“ Kunde bei dem Lieferanten eine Boni von mehr als 12mio€, der Umsatz meines Kunden liegt meiner schätzung nach bei über 1mrd…
aber ist ja wurscht!

also so ein spielchen habe ich mit dem Lieferanten vor, soweit ist das sehe, und ich bin ein vorsichtiger Mensch (wahnsinns fette beute),
gehe ich (wir, der Lieferant und ich) erstmal kein Risiko ein. Denn der Kunde ist ne Mortz Firma, und eine Pleite wäre so wie wenn du sagst die Deutsche Post muss Zahlungsunfähigkeit anmelden.

Das Problem liegt im EK und wie du sagtest in der logistik.
Primär sehe ich das Problem mit dem Lieferant.

Gruss
daniel

Hallo Daniel!

na das hört sich für viele ja traumhaft an die Margen in
Deinem Bereich!

Die Tätigkeit ist anders gelagert mit anderen Problemen. Die Bäume wachsen jedenfalls nicht in den Himmel :frowning: .

ich habe grade mal ausgerechnet wieviele Artikel das so
in etwa sind, in einem Jahr sind das um die 29000 Artikel, pro
Lieferung snd das etwa 40, und die Firma will mind. 60mal im
Monat beliefert werden.

Das heißt also mehrmals täglich anliefern, vermutlich direkt in die Fertigung. Wenn Du das an allen Tagen zu allen Schichten leisten und dann auch noch Deine Dienstleistung erbringen kannst…

Warum soll der Distri nicht direkt an den Kunden liefern? Warum willst Du 29.000 Artikel eigenhändig anfassen? Oder mußt Du die etwa alle bearbeiten? Egal um was es sich dabei handelt, kannst Du das nicht alleine. Dann bräuchtest Du Personal, Räume, Pufferlager, Ausstattung… rechne genau, ob Dir da nicht die Marge wie Schneee in der Sonne schmilzt.

Ich will im Grunde versuchen :das enorme Zahlungsziel von :fast 2 Monaten auf den :Lieferanten abzuwälzen…

Versuch macht klug. Klappt das nicht, mußt Du die Ware im schlimmsten Fall 2 Monate finanzieren, brauchst also 1/6 des Jahresumsatzes von 1 Mio €, also mindestens 166 T€.

Viel Spaß!

Gruß
Wolfgang