Hallo,
ihr kennt vielleicht die Straßen in der Nähe von kleineren Stadtzentren bei denen die Häuser immer direkt aneinander gebaut wurden. Da steht dann Hauswand an Hauswand. Manchmal auch mit überbauter Hofeinfahrt usw. Diese Häuser sind meistens in den 50er- und 60er-Jahren entstanden.
Mich würde jetzt mal interessieren, wie da die Schalldämmung ist. Kriegt man irgendwas von seinem Nachbar mit? Z.B. wenn der Nachbar seine Hilti auspackt oder eine Party bis spät in die Nacht feiert?! Das Haus hat definitiv eigene Grundmauern. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie denn die Häuser „aneinandergebaut“ werden.
Hintergrund ist: wir möchten uns vielleicht so ein Haus kaufen, aber sind eben wegen der Schalldämmung etwas unsicher. Wir feiern nämlich gerne Partys, möchten aber eventuelle Nachbarn deswegen nicht verärgern.
Vielen Dank für eure Hilfe!
Gruß,
Daniel
Hallo,
ich glaube ich wohne auch in so einem Haus zur Miete, Baujahr 1956.
„Unser“ Haus (4-stöckig) steht in einer Reihe zwischen zwei anderen, an einer Seite ist eine grössere Fuge zum nächsten Haus (an Decke und Seitenwände), wahrscheinlich um die Bewegungen des Hauses abzufangen.
Aus unserer Erfahrung kann ich nur sagen, Partys kann man feiern aber möglichst mit Wattebäuschen unter den Schuhen. Man hat manchmal echt das Gefühl, dass die Nachbarn im Zimmer stehen, wenn sie husten, oder normal reden. Ich glaube es ist nur eine Wand als Trennung die nicht besonders dick ist. Und uns geht manchmal echt auf die Nerven, wenn der Nachbar erkältet ist
Wir rufen dann „Gesundheit!“
Am besten mal eine Weile in der Wohnung bleiben, und ein bisschen hören was man selber mitkriegt.
Grüsse
Martin
Auch hallo,
Mich würde jetzt mal interessieren, wie da die Schalldämmung
ist. Kriegt man irgendwas von seinem Nachbar mit? Z.B. wenn
der Nachbar seine Hilti auspackt oder eine Party bis spät in
die Nacht feiert?! Das Haus hat definitiv eigene Grundmauern.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie denn die Häuser
„aneinandergebaut“ werden.
Bei einzeln stehenden Häusern hast Du i.a. immer auch getrennte Mauern (wegen Brandschutz, Deckenauflagerung, Bauzeiten, usw.). Sollte dies nicht der Fall sein, bekommst Du auf jeden Fall Probleme mit der Körperschallübertragung, d.h. Schallübertragung durch feste Bauteile. Haben die Häuser getrennte Wände, dann haben die Maurer normalerweise eine Einlage aus Schaumstoff oder irgendwelchen 4-5cm dicken Faserplatten zur Trennung dazwischengepackt (hoffentlich sorgfältig, sonst: siehe Körperschall).
Für den Schutz gegen Luftschallübertragung ist allein die Masse des Mauerwerks entscheidend. Je dicker die Wand und je schwerer der Stein, desto besser. Kalksandstein oder Beton (unwahrscheinlich) sind am besten, Vollziegel besser als Lochziegel oder irgendwelche Schlackesteine. Frage nach dem verwendeten Material und der Dicke der Wände (die Außenwände können anders als die Zwischenwände ausgeführt sein), schlage mit der Faust gegen die Wand (klingt es schwer und massiv oder hohl und dumpf?) oder bitte im Zweifelsfall den Nachbarn um eine Lärmprobe (der Verkäufer wird die Sache wohl besser darstellen wollen als sie ist).
Wie gebaut wurde, musst Du aber immer im Einzelfall feststellen, eine Norm zum Schallschutz gab es damals wohl nicht.
Gruß, Martin
Erfahrung
Hallo,
ich bin kein Expterte, kann Dir nur mit eigener Erfahrung dienen.
Unsere Doppelhaushälfte ist Bj. 1967, wurde damals an das bereits bestehende Elternhaus der Bauherrin angebaut. Sowohl unsere Nachbarn als auch wir haben mit der Erbauerfamilie nichts zu tun, sondern haben die Häuser gekauft, so dass wir nicht genau wissen, wie die Häuser akustisch getrennt wurden. Sicher ist nur, dass jedes Haus seine eigenen Wände hat.
Wir hören von den Nachbarn NICHTS, absolut NULL. Nebenan wohnen drei pubertierende Kinder, ich denke schon, dass da auch mal laute Musik läuft.
Die Nachbarn hören von uns angeblich auch nichts. Wir haben drei Kinder, sind also durchaus auch mal laut.
Sprich: Es kann durchaus gutgehen mit dem Lärmschutz IM Haus.
Bedenken solltest Du aber, dass die Gärten auch nah beieinander liegen. Hier sind fünf Gärten aneinander, zwar durch alte Hecken usw. optisch schön getrennt, aber im Sommer sind ALLE - vom Baby rechts nebenan bis zur Rentnerin zwei Häuser weiter, überwiegend draußen. Man muss das mögen, man braucht tolerante Nachbarn, oder man hat verloren 
Viele Grüße,
Inselchen