Hallo Reinhard!
Ein Stein, der seine maximale Geschwindigkeit erreicht hat, befindet sich im Kräftegleichgewicht. Es gilt also:
Gewichtskraft = Luftwidertstand
m g = 1/2 cW * rho(Luft) * v² * A
(Näherungsformel. Für höhere Geschwindigkeiten geht v eher mit einem höheren Exponenten ein, aber bleiben wir mal bei dieser Formel).
v = Wurzel[(2*m*g)/(cW*rho(Luft)*A)]
Nun ist die Masse des Steins m = 4/3 pi r³ * rho(Stein)
und seine Querschnittsfläche A = pi r².
Damit ist m/A = 4/3 r rho(Stein).
Setzen wir für g=9,81 m/s², cW(Kugel)=0,45 , rho(Stein)=2500 kg/m³, rho(Luft)=1,3 kg/m³, dann ergibt sich für die Maximalgeschwindigkeit:
v = 334 m/s * Wurzel®
(Ich habe die Einheiten der Einfachheit halber vor die Wurzel gezogen, so dass r dimensionslos eingesetzt werden muss).
Lustigerweise ergibt sich für die Maximalgeschwindigkeit genau dann Schallgeschwindigkeit, wenn der Radius des Steines ziemlich genau ein Meter beträgt. Ist der Stein kleiner, erreicht er die Schallgeschwindigkeit nicht.
Die Geschichte mit dem Fallschirmspringer fand ich ziemlich unglaublich. Mal schauen, was da rauskommt: Ich schätze m(Mensch)=80 kg, A(Mensch)=0,15m², cW(Mensch)=0,3 (er ist hoffentlich etwas länglicher als eine Kugel…):
v(max, Mensch)= ca. 600 km/h
Wenn man dann noch berücksichtigt, dass v² eigentlich v³ heißen sollte, fällt die Geschwindigkeit noch kleiner aus. Das gilt aber nur für annähernd Normalbedingungen.
Die einzige Begründung, die für Deine Behauptung spricht, ist die Tatsache, dass in großer Höhe die Dichte der Luft geringer ist. Leider ist es mir auf die Schnelle nicht gelungen, die Luftdichte in 30 km Höhe rauszukriegen. Da die Luftdichte rapide abnimmt (nach der barometrischen Höhenformel exponentiell, aber ich traue der Geschichte nicht ganz…) könnte das also der Grund sein.
Gruß, Michael