ich habe aus unserem überdimensionierten Schlafzimmer zwei Zimmer gemacht und dazu eine Rigipswand mit 10cm Metallprofilen gebaut. Auf beiden Seiten eine Platte mit 12,5 mm aufgebracht. Den Hohlraum habe ich mit Mineralwolle ausgefüllt.
Eines der Zimmer ist nun weiterhin unser Schlafzimmer, das andere ein Kinderzimmer.
Leider ist es nun so, dass wir jedes noch so kleine Hüsteln aus dem Kinderzimmer mitbekommen und umgekehrt mein Schnarchen das Kinderzimmer erbeben lässt
Wie kann ich die Schallisolierung der Wand nachträglich verbessern?
Ich würde ungerne ein weiteres Ständerprofil erbauen, da dafür ja die Türzarge weichen müsste (Scheißarbeit )
Hallo MajorTomm,
zum ersten ist eine Ständerwand nach Regeln immer doppelt zu beplanken.
Ich hoffe, du hast die feste Steinwolle in 1ocm. verwendet? Ob die Wand Geräusche durchlässt? Man sollte eher die Tür im Auge behalten, hier ist der Schwachpunkt zu suchen.
Sind die Metallprofile gegen Boden,Decke,Wände akustisch entkoppelt mit den Unterlegsstreifen ?
Womit ist die Trennwand „gefüllt“ ? Trennwandplatten ?
Allein durch für Akustikzwecke besseres Material,also z.B. Steinwolle statt Glaswolle,wird besser bedämpft.
Dann natürlich durch die „Schwere“ der Beplankung.
Also simpel durch doppelte Beplankung(fugenversetzt!),einseitig auf dem „lauten“ Raum oder noch besser beidseitig.
Oder dreifach. Oder doppelt mit einer dickeren Platte (20-25 mm).
Da gibts sehr viele Möglichkeiten. Weiterhin durch passive Schalldämpfung durch schallschluckende Materialien an Boden und Wänden,also Teppichboden ist deutlich besser als das geliebte(gehasste)Laminat. Auch Stoffvorhänge schlucken Schall.
Du brauchst möglichst viel Masse (also 12,5 mm sind zu dünn, - dann
lieber auf 25,0 mm aufdoppeln). Und in der Wand ist Steinwolle drin
(Rockwool)? Bitte auch möglichst dick und etwas Luft sollte auch im-
mer mit drin sein, zwischen der Masse und der Dämmung.
Man kann auch eine Wand mit Teppich „tapezieren“. Sieht sehr behagl.
aus und schluckt 'ne Menge Schall. >Alternativ zur vollflächigen Ta-
pezierung empfiehlt sich ein schöner Wandteppich mit Motiv.
dieser Aspekt bei Leichtbautrennwänden wird völlig überbewertet. Die „Schalldämmung“ (durch Absorption) hängt von zahlreichen Faktoren ab wie Rohdichte, Materialstärke, Strömungswiderstand, „Wandabstand“, Konstruktion der Wand an sich, Frequenzen etc.
Der häufigste Einwand der höheren Rohdichte relativiert sich, wenn man im Gegenzug das Flächengewicht der Beplankungen vergleicht sowie die Unterschiede verschiedener Dämmstoffe hinsichtlich deren Rohdichte. Entscheidender wäre der Strömungswiderstand (es gibt Mineralwolle mit höherer Absorption/Dämmung trotz erheblich niedriger Rohdichte als herkömmliche Steinwolle), er dient daher auch als Grundlage der DIN EN-Messungen, die verwendeten Dämmstoffe werden nur mit diesem Wert und Materialstärke angegeben. Wenn man sauber ausgeführte Anschlüsse, Konstruktionen, ausreichende Beplankungsstärken, nicht in kompletter Stärke ausgefüllten Hohlraum der Schalen berücksichtigt, dann führt die Verwendung von Mineral- oder Steinwolle nur zu marginalen/kaum messbaren Unterschieden in der Schalldämmung.
Wie kann ich die Schallisolierung der Wand nachträglich verbessern?
Eine beiderseitige Aufdopplung mit GK wegen der Flächenmasse
Türblatt gegen ein höherwertiges ersetzen (?)
Bürstendichtung, besser Anschlagleiste/Schwelle mit Dichtung am Türblatt unten
Saubere Verfugung der Wandanschlüsse umlaufend/beidseitig
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Da noch einige Fragen dabei gestellt wurden, hier die Ergänzungen:
Der Hohlraum ist mit Mineralwolle 10cm ausgefüllt.
Unter den Metallprofilen ist umlaufend ein Unterlegstreifen verlegt.
In beiden Zimmern ist bereits Teppichboden verlegt.
Zwischen beiden Räumen ist KEINE Tür eingebaut. Beide Räume haben einen eigenständigen Zugang vom Flur.
Bei einem weiteren Ständerwerk könnte ich natürlich nur bis zu der Tür vorgehen, hätte dann aber eine recht unansehnliche Kante in der Wand. Aber auch eine Doppel-, bzw. Dreifachbeplankung würde eine neue Zarge oder eine Kante bedeuten…
Eine weitere Wand vor der jetzigen wäre wohl dann (bei ähnlichem Aufwand) effektiver.